Die Medien beschäftigen sich ausgiebig und gerne mit unserer Borussia. Wir suchen täglich die wichtigsten und aktuellsten Berichte rund um Borussia heraus und verlinken an dieser Stelle auf das entsprechende Online-Angebot der jeweiligen Zeitung.

08. Mär 2021

Dank Schalke und dem Gesundheitsamt: Strafe in Millionenhöhe bleibt Borussia erspart

Borussia Mönchengladbach wird für das Champions-League-Rückspiel in der kommenden Woche trotz der damit verbundenen Quarantäne nach Manchester reisen. Dadurch spart sich der Klub eine hohe Strafe, die Bundesligist RB Leipzig von der Uefa aufgedrückt bekommt.

 


08. Mär 2021

Gladbach sucht Antworten: Diese Trainerfragen beschäftigen Eberl bei Borussia

Borussias Coach Marco Rose muss nach dem 0:1 gegen Bayer 04 Leverkusen weiter die sportliche Krise meistern, Manager Max Eberl zwei Trainerfragen im Auge haben.

 


08. Mär 2021

Topspiele sind vorbei: Gladbachs Spielplan macht Hoffnung, kann aber auch blenden

Nach den Duellen mit RB Leipzig und Bayer Leverkusen in der Liga und Borussia Dortmund im Pokal warten auf Borussia nun vermeintlich leichtere Aufgaben. Doch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte hat Gladbach zuletzt nicht gut ausgesehen.

 


08. Mär 2021

Borussias Wolf zeigt sich selbstkritisch: „Ich muss mich noch sehr, sehr steigern“

Gegen Bayer Leverkusen stand Hannes Wolf zum elften Mal in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf. Er machte eines seiner besseren Spiele und wurde am Ende doch noch zur tragischen Figur.

 


08. Mär 2021

„Fohlenfrühstück“: Das ist am Dienstag bei Borussia los

Wann trainiert Borussia? Wer ist verletzt? Wer hat Geburtstag? Und was hat der 9. März früher mal gebracht? Mit unserem neuen Angebot starten Sie gut informiert in den Tag.

 


07. Mär 2021

Einzigartig

Vor ziemlich genau 10 Jahren begann in Mönchengladbach eine im modernen Profifußball einzigartige Erfolgsgeschichte. Anders als in Fuschl am See, wo der oftmals als „märchenhaft“ propagierte Aufstieg vermeintlicher Rasenballsportler einzig den Marketingmaßnahmen eines rechtsradikalen Egozentrikers zu verdanken ist, hat sich Borussia aus eigener Kraft in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga katapultiert und dort jahrelang etabliert. Dieser wahrlich wunderbare Aufstieg war viele Jahre mit dem Namen von Lucien Favre verbunden. Er hielt aber weiter an, nachdem dieser dem Verein 2015 überstürzt den Rücken kehrte. Die wichtigste Erfolgskonstante ist daher weniger auf dem Trainerposten zu suchen, sondern in den verantwortlichen Personen darüber. Im wohltuend zurückhaltenden und umsichtig agierenden Königs, der gemeinsam mit seinen fußballkompetenten Kollegen Meyer und Bonhof sowie dem wirtschaftlich fundierten Söllner das Präsidium bildet. Analog dazu sind auch in der Geschäftsführung die Rollen ebenso klar wie kompetent verteilt: Stephan Schippers ist der Herr der Zahlen und Garant für die wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung des Vereins. Sportlich thront dagegen Max Eberl über allem, der wie kein zweiter im Verein als unersetzlich gelten muss. Der Verlust eines vermeintlichen Top-Trainers wie Marco Rose ist daher zwar ärgerlich. Er sollte den Verein aber letztlich nicht ins Bodenlose fallen lassen, solange die übergeordneten Personalkonstanten dem Verein die Treue halten und diesen – wie so oft in den letzten Jahren – durch mal mehr, mal weniger schwere Zeiten lenken. Umso überraschender mutet es an, dass die Nachricht vom Wechsel des Trainers zum Conference-League-Anwärter BV 09 Dortmund den Verein in den letzten Wochen dermaßen in Unruhe versetzt hat, was sich inzwischen merklich auf die Leistungen in der Mannschaft auswirkt. Das 0:1 gegen Bayer Leverkusen bildet hier keine Ausnahme. Schön geredet könnte konstatiert werden, dass die letzten drei Partien gegen die Spitzenmannschaften aus Leipzig, Dortmund und Leverkusen allesamt nur knapp verloren wurden und mit etwas Glück mehr drin gewesen wäre. Es sind aber nicht nur die Ergebnisse mit einem Punkt aus den letzten sieben Partien. Es ist nicht nur, dass mit Köln und Mainz auch deutlich schwächere Gegner einen verdienten Sieg im Borussia-Park einfahren konnten. Es sind primär die uninspirierten Auftritte einer Mannschaft, die in den letzten Jahren bewiesen hat, dass sie es deutlich besser kann. In vier der letzten sieben Partien wurde kein einziges Tor erzielt. Zwingende Chancen sind mittlerweile ebenso Mangelware wie durchdachtes Offensivspiel. Die Mannschaft ist nicht tot und fällt nicht völlig in sich zusammen. Sie wirkt aber dennoch seltsam leblos und gehemmt. Es mache keinen Spaß, gab selbst Hannes Wolf nach der Partie am Samstag zu Protokoll, der wie kein zweiter vom derzeitigen Trainer profitiert hat. So dümpelt der Verein von Spiel zu Spiel und fällt tabellarisch immer weiter zurück – inzwischen sogar in die vom Verein so lange gemiedene untere Tabellenhälfte. Unstrittig ist: Der Verein befindet sich in einer Krise, und zwar der größten seit eben jenen Tagen vor 10 Jahren als sogar der Absturz in die 2. Bundesliga akut drohte. Dieses Schicksal wird Borussia in diesem Jahr nicht mehr ereilen können. Dennoch kann der Verein nicht tatenlos zusehen, wie eine so verheißungsvoll begonnene Saison vollends in den Sand gesetzt wird. Noch immer sind 10 Partien zu absolvieren – und zwar allesamt gegen Gegner, die eine funktionierende Borussia zu schlagen in der Lage ist. Aktuell ist es nur ein Punkt bis zum 7. Platz, der aller Voraussicht nach zur Teilnahme an der einzig wahren CL, nämlich der neu eingeführten European Conference League, berechtigen wird. Die Saison ist also noch nicht vorbei und es muss weiter das Bemühen aller Beteiligten in und um den Verein sein, dieses Ziel zu erreichen – so unattraktiv es sportlich aussehen mag. In Zeiten von Corona ist Borussia auf solche Einnahmen mehr denn je angewiesen. Außerdem sendet es ein wichtiges Signal an die zahlreichen umworbenen Spieler im Verein, dass der Verein weiter zu den Großen im Lande gehört. Max Eberl hat sich in den vergangenen Wochen sehr stark positioniert, diesen Weg mit Marco Rose gemeinsam gehen zu wollen. Entgegen der derzeit in Fankreisen vorherrschenden Meinung ist es selbst mit diesem Trainer nicht ausgeschlossen, dass sich die Mannschaft in den kommenden Wochen von ihrer offensichtlichen Last befreit und ihr doch noch der Sprung in den internationalen Wettbewerb gelingt. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber deutlich geringer als wenn es der Verein übergangsweise mit einer anderen Person versucht. Es kann kaum noch bestritten werden, dass die Spieler von der aktuellen Situation gehemmt und verunsichert werden. Ob sie sich bewusst oder unbewusst gegen ihren Übungsleiter stellen, spielt dabei keine wesentliche Rolle. Es spricht in beiden Fällen sehr viel dafür, dass eine Befreiung von dieser Last einen wichtigen Impuls bieten könnte, um die wenigen, aber oft entscheidenden Prozentpunkte an Lockerheit und Spielfreude zurückzuholen. Max Eberl und seine Kollegen im Präsidium werden sich darüber genauso Gedanken machen wie wir alle, die wir es mit Borussia halten. Es ist richtig, dass sich der Verein nach außen als Einheit präsentiert und das Präsidium den Weg des sportlichen Geschäftsführers stützt. Es ist aber ebenso wichtig, dass intern die Situation hinterfragt wird und Sie können davon ausgehen, junger Mann, dass genau dies kontinuierlich geschieht. Eberl hat in der Vergangenheit schon oft einen Hang zur Sturheit nachgewiesen. Dieser Makel ist gleichzeitig seine Stärke, denn ohne diese Beharrlichkeit und Penetranz wären sehr viele Transfers nie zustande ge kommen und ein Lucien Favre hätte vermutlich schon viele Jahre früher de n Verein verlassen. Borussias Streben nach Kontinuität und Leitplanken um (fast) je den Preis ist ein wichtiger Teil ihres Erfolgskonzepts. Der Verein sollte aber aufpassen, dass dies nicht zum Selbstzweck wird und einsehen, dass es für alles Grenzen geben muss. Bei Michael Frontzeck 2011 wurde die Reißleine erst im allerletzten Moment gezogen als es fast schon zu spät gewesen ist. In der aktuellen Situation wird man sich fragen müssen, ob es tatsächlich wert ist auf die (weit höhere) Chance auf internationale Gelder zu verzichten, um das Bild des nibelungentreuen Vereins partout aufrechtzuerhalten. Und das für einen Mann, der zunächst vollmundig angekündigt hat, mit diesem „tollen Verein“ etwas Großes aufbauen zu wollen, um sich dann schon nach einem Jahr nach der aus seiner Sicht nächst schöneren Braut umzusehen. Die Kollegen des „Mitgedacht“-Blog haben ebenso wie meine Redaktionskollegen in den vergangenen Wochen viel Schlaues zur Causa Rose und zur Notwendigkeit eines Wechsels verfasst, was hier keiner Wiederholung bedarf. Es ist kein Weltuntergang, wenn Borussia eine Saison ohne internationalen Fußball auskommen muss. Es ist erst recht kein Weltuntergang, wenn ein offensichtlich ohnehin überschätzter Trainer dem Verein den Rücken kehrt. Es wird nicht einmal die Welt untergehen, wenn diesen Sommer – wie des Öfteren in den letzten 10 Jahren – einige der besseren Spieler für einen angemessenen Betrag den Verein wechseln. Dies alles sind die normalen Vorgänge in einem Verein, der sich eben nicht ganz oben in der Nahrungskette des Profifußballs befindet, sondern der sich immer wieder aufs Neue behaupten und aufstellen muss. Die einzig wirkliche Gefahr für den Verein besteht darin, dass sich die einzigartige Phalanx aus Präsidium, Geschäftsführung und Fanbasis auseinanderdividieren lässt und im schlimmsten Fall auseinander bricht. Es ist legitim, über einzelne Sachverhalte unterschiedlicher Meinung zu sein. Kritik an einzelnen Personalentscheidungen sollte nicht verwechselt werden mit einer Generalkritik an den Entscheidungsträgern. Niemand, der es gut mit Borussia meint, kann und wird ernsthaft die Position der Herren Königs, Meyer, Bonhof, Söllner, Schippers oder Eberl in Frage stellen wollen. Vorstand und Geschäftsführung sollten aber froh und dankbar sein, dass sie in ihrer oftmals schwierigen Entscheidungsfindung von einer solch konstruktiv kritischen Fanbasis unterstützt und flankiert werden. Und es sollte sie zum Nachdenken anregen, wenn ihnen dermaßen einträchtig – und nicht nur aus der dumpfen Emotionalität mancher Accounts in den sozialen Medien – nahegelegt wird, es für den Rest dieser Saison mit einem anderen Weg zu versuchen. Entgegen der öffentlichen Verlautbarungen gehen wir davon aus, junger Mann, dass genau dies hinter verschlossenen Türen geschieht. Denn auch die Nähe zur Fanbasis zeichnet diesen einzigartigen Verein Borussia Mönchengladbach aus, der sich von der streitbaren Karriereentscheidung eines Möchtegern-Welttrainer-Imitats nicht nachhaltig aus der Bahn werfen lassen wird.


05. Mär 2021

Duell der Enttäuschten

Das zehnte Jahr in Folge spielt die Borussia nun in der oberen Hälfte der Bundesligatabelle mit sicherem Abstand vor den Abstiegsplätzen. Was in den Nuller Jahren noch als paradiesischer Zustand angesehen worden wäre, ist allerdings heute nicht mehr genug für die Elf vom Niederrhein: Selbst der zumindest extern gern tiefstapelnde Max Eberl hat schon lange nicht mehr von „Einstelligkeit“ geschwärmt; die Ansprüche sind – völlig zu Recht – gestiegen in Mönchengladbach. Umso ernüchternder wirken die Ereignisse im und um den Verein in den letzten Wochen: Rein sportlich ist man dabei die Saisonziele zu verpassen: In der Liga heißen die Tabellennachbarn auf einmal Freiburg und Stuttgart, im Pokal schied man aus und in der Champions-League wird man das demnächst auch tun. Schlimmer allerdings – und schwer vom sportlichen Misserfolg zu trennen – ist die Unruhe, die der angekündigte Abgang von Trainer Rose nach Dortmund erzeugt hat. Das Umfeld ist höchst angespannt: Ein eigentlich harmloses Bild von Co-Trainer Maric Arm im Arm mit Dortmund-Stürmer Haaland reicht für einen Shit-Tsunami in den asozialen Netzwerken; im Moment macht es nicht so richtig Spaß Gladbach-Fan zu sein. Aber auch wenn Redaktionskollege Christian Spoo die Saison für sich persönlich in seinem Artikel zum Pokal-Aus die Saison für beendet erklärt hat, zeigt sich die DFL mal wieder stur, ignoriert die Seitenwahl-Direktiven und zeigt auf seinem Spielplan an, dass Borussia gefälligst am Samstag gegen Bayer Leverkusen zu spielen habe. Ausgerechnet Leverkusen! Jenes Team, das in den vergangenen 10 Jahren der nächste Konkurrent der Borussia war. 1.69 lautet der Punkteschnitt der Werkself in den Spielzeiten seit 2011, 1.6 der von Borussia. Besser waren nur Bayern und der BVB, als Nächstes dahinter kommt Wolfsburg mit schon etwas Abstand (1.46). Immer wieder kämpften beide Teams im direkten Vergleich um Champions-League Plätze: mal hatte die Borussia die Nase vorn (11/12,14/15,19/20), mal die Leverkusener (13/14, 18/19). Vor nur 5 Spieltagen sah es noch ganz so aus, als sollte sich dieser Zweikampf auch dieses Jahr fortsetzen: Leverkusen lag auf Platz 3 der Tabelle, Borussia nur einen Punkt dahinter auf Rang 5. Nun rangeln sich am Samstag der sechste und neunte der Tabelle um einen Platz in der Europa-Conference League, so schnell kann es gehen. Ein Nachteil aufseiten der Leverkusener ist, dass sie im Gegensatz zu den Gladbachern gar nicht so genau wissen, warum sie jetzt in einer Krise stecken. Während man bei der Borussia bequem jedes schlechte Ergebnis, jede Formschwäche eines Spielers und zur Not auch das Wetter auf den bösen Trainer schieben kann, wirkt man in Leverkusen etwas ratlos. Noch im Dezember stand man nach dem 12. Spieltag ohne Niederlage auf dem ersten Platz, wurde Peter Bosz von der Presse gefeiert, seitdem gab es in 11 Spielen nur noch 9 Punkte (Borussia holte im gleichen Zeitraum immerhin 15 Zähler). Die Gründe sind nicht einfach zu erkennen (Toby Escher hat sich jüngst bei 11 Freunde ein paar Gedanken dazu gemacht: https://11freunde.de/artikel/pillenknick/3387920?utm_source=in_article&utm_medium=web&utm_campaign=related ), ein Faktor ist mit Sicherheit eine hohe Anzahl von Ausfällen. Auch am Samstag werden die längerfristig verletzten Arias,Baumgartlinger, Hradecky, Paulinho und Lars Bender fehlen. Dazu kommt noch eine Gelbsperre bei Bailey, die Covid-Erkrankung von Wirtz und nun auch noch ein Muskelfaserriss Sinkgravens. Zwar ist auch das letzte Aufgebot Bayers vor allem im Mittelfeld mit Araguiz Amiri und Demirbay gut besetzt, aber insgesamt sind Peter Boszs Möglichkeiten momentan eingeschränkt. Auf Gladbacher Seite fallen Lars Stindl (Gelbsperre) und Christoph Kramer (Bänderverletzung im Training) aus, aber es bleibt abzuwarten, ob Rose nach dem Pokalspiel unter der Woche noch mehr rotiert, wobei sich die formschwachen Neuhaus und Plea vielleicht am ehesten anbieten. Es ist unklar, was man im Moment von der Mannschaft erwarten kann oder darf. Die Unruhe im und um den Verein gepaart mit der Ergebniskrise gehen nicht spurlos am Team vorbei, auf der anderen Seite trifft man auf einen ebenfalls angeschlagenen Gegner. Die Wichtigkeit der Partie muss man kaum betonen: Ein Sieg würde nicht nur tabellarisch zumindest die EL-Qualifikation wieder näherbringen, sondern könnte auch die Wogen rund um den Borussia-Park etwas glätten. Bei ausbleibendem Erfolg hingegen könnte es für die verbleibenden 10 Spieltag dann aber tatsächlich nur noch um die goldene Ananas (Einstelligkeit!) für den Verein gehen. Aber selbst dann wird die DFL wohl kaum ein Einsehen haben, denn ein rascher Blick auf den Terminkalender zeigt, dass am Freitagabend schon wieder ein Ligaspiel ansteht. Ausgerechnet in Augsburg! Seitenwahl-Tipps: Claus-Dieter Mayer: Totgesagte leben länger. Eine gallige Borussia schafft es frühzeitig, verunsicherte Leverkusener unter Druck zu setzen und gewinnt am Ende verdient mit 3:1. Christian Spoo: Zwei Mannschaften in der Krise treffen sich, eine Mannschaft ist auch danach in der nämlichen. Leider handelt es sich dabei um Borussia. Die verliert das Spiel mit 0:2. Uwe Pirl: Zwei Mannschaften in der Krise treffen sich. Das 3:3 ist für den neutralen Beobachter toll, beendet aber keine der beiden Krisen wirklich. Mike Lukanz: Gleichwohl beide Klubs kriseln, so schafft es Leverkusen, das besser zu verstecken als Borussia. Das 2:0 der Gäste wird der vorläufige Schlusspunkt einer Phase, die sämtliche Saisonziele Borussias binnen weniger Wochen pulverisiert. Es ist ein hoher Preis, den der Verein für seine Nibelungentreue bezahlt. Michael Heinen: Wenn zwei Krisenklubs sich streiten, freut sich am Ende keiner. Das 2:2 ist für beide Klubs zu wenig. Es hält aber immerhin noch die Hoffnung auf ein Treffen mit dem FC Liverpool in der einzig wahren CL am Leben. Thomas Häcki: Zwei Krisenclubs treffen aufeinander. Wenn die Mannschaft auch nur ansatzweise aus der Situation seit Dienstag gelernt hat, wird sie nun alles daran setzen in der Liga den Schaden zu begrenzen und Bayer mit 2:1 schlagen. Ansonsten gibt es keinen Grund mehr, den Trainer nicht sofort freizustellen.


03. Mär 2021

Saison im März vorbei - und jetzt?

Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Es war die letzte Chance. Die Karte, auf die Marco Rose augenscheinlich alles gesetzt hatte. Die Bundesliga mehr oder weniger abgeschenkt, in der Champions League chancenlos, sollte es der DFB-Pokal-Sieg 2021 sein, mit dem sich die Probstheidaer Ich-AG nebst Entourage von der Zwischenstation am Niederrhein zu verabschieden gedachte. Wir alle haben gesehen: Es hat nicht funktioniert. Borussia ist ausgeschieden, nicht einmal unverdient, und die Saison ist am 02. März mehr oder weniger vorbei. Vor uns liegen zähe Wochen. Nicht wenige Anhänger der Borussia haben am Abend spontan reagiert: "Das war das letzte Spiel bis August, das ich mir angesehen habe". Nun sagt man im Angesicht einer bitteren Niederlage so manches, und bei vielen wird es spätestens am Wochenende doch wieder im Zeigefinger jucken, bis er oder sie dann doch die den Fernseher einschaltet. Bei anderen aber wird das nicht passieren, und man darf ohne Übertreibung feststellen: In den vergangenen Wochen ist zwischen Borussia und ihren Fans einiges kaputtgegangen. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Zum Spiel gegen Dortmund: Marco Rose hat die bestmögliche Aufstellung gewählt, das Team ließ sich nicht hängen und hatte in der ersten Halbzeit mehr von der Partie, ohne freilich zu glänzen. Einige Abschlüsse gab es, die aussichtsreichsten vergab Thuram in der Anfangsphase bzw. in der Schlussphase, als er knapp aber eindeutig im Abseits war, bevor er den Ball an Hitz vorbei ins Tor schob. Nach der Pause stellte Edin Terzic ein bisschen um, seine Dortmunder verteidigten nicht mehr so tief und wurden aktiver, ohne wirklich aufzudrehen. Das reichte aber, um Borussia in Schach zu halten. Die Gladbacher kamen kaum noch hinter die BvB-Abwehr, generierten bis auf einen schönen Distanzschuss des guten Bensebaini keine Gefahr mehr. Dortmund war gefährlicher, ohne wirklich zu drücken. Florian Neuhaus krönte einen Abend zum Vergessen mit dem tödlichen Pass - nach einer eigenen Ecke in die Beine des Gegners. Den folgenden Konter vollendete Sancho zum Tor des Tages. Borussia bäumte sich danach nicht wirklich auf, zumindest gelang es auch in der Folge nicht, für etwas zu sorgen, das annähernd als gefährlich bezeichnet werden könnte. Marco Rose wechselte für viele unverständlich die beiden Spieler aus, denen man es abnehmen möchte, dass sie gerne mit Borussia Mönchengladbach den Pokal gewonnen hätten. Der indisponierte Neuhaus dagegen blieb auf dem Platz. Erst in der Nachspielzeit gab es noch einmal kurz den Versuch, die Brechstange rauszuholen - Verzweiflungsschüsse von Zakaria und Lainer verfehlten ihr Ziel und dann war es vorbei. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Nach dem Spiel sprach Maroc Rose pflichtschuldig von einem großen Kampf, den seine Mannschaft geleistet habe. Sein Lakai René Maric schmuste mit seinem früheren und künftigen Schützling Erling Braut Haaland, erkannte aber immerhin nach kurzer Zeit selbst, dass dieser Anflug "Echter Liebe" ein paar Monate zu früh kam und mithin ein wenig instinktlos anmutete. Aber die Bilder waren in der Welt und sie werden ungefähr so zur Beliebtheit der Rose-Posse bei den Fans von Borussia beitragen, wie die Freudsche Fehlleistung des Übungsleiters darselbst, der schon beim Verkünden seines Wechsels seinen alten und seinen künftigen Arbeitgeber munter durcheinanderbrachte. War es ein großer Fight? Gemessen am Wert des Spieles, der mutmaßlich letzten Chance, eine überwiegend verkorkste Saison und das diskussionswürdige Rose-Intermezzo noch zu einem versöhnlichen Ende zu bringen, und wohl auch der letzten Chance, dem kommenden Trainer ein international spielendes Team präsentieren zu können, war es das nicht. Es war ein über weite Strecken zähes Spiel, in dem Borussia zwar bei der Sache war, aber in dem sich die Ideenlosigkeit der vergangenen Wochen fortsetzte. "Großer Fight" und die zur Schau gestellte Harmlosigkeit gerade in der Offensive - das passt nicht zusammen. Man hat sich bemüht. Immerhin. Für die Größe des Spiels allerdings war es zu wenig. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Und jetzt? Die Stimmung im Umfeld ist eindeutig. Das schick rasierte Gesicht des einstigen Hoffnungsträgers an der Seitenlinie will fast niemand mehr sehen. Das Gefühl, einem Blender, einem Hochstapler auf den Leim gegangen zu sein, es breitet sich mit jedem verlorenen Spiel weiter aus. Auf das Auftreten Roses - irgendwo zwischen dünnhäutig und arrogant - reagieren die Fans zunehmend allergisch. Gleichzeitig ist Sportdirektor Max Eberl im Stahlhelm-Modus. Auch nach dem Pokal-Aus dauerte es nicht lange bis zum erwarteten Treuebekenntnis zum Trainerteam. Die Stimmung im Umfeld ficht Eberl nicht an, dass er unter denen, die in normalen Zeiten das Stadion bevölkern und ohne die Borussia vor Corona nichts zu sein schien, überwiegend "Dumpfbacken" vermutet, hat er verschiedentlich deutlich gemacht. Warum sollte sich inzwischen etwas daran geändert haben? Andererseits: Was ist die Alternative? Ein Trainerwechsel zur jetzigen Zeit hätte vor allem symbolischen Wert. Die Frage, der sich Eberl und die Riege der Verantwortungsträger stellen müssen, ist: Wer sind "wir", also Borussia, wer sind "die"? Im Moment sieht es so aus, als würde die Frage nach dem "wir" an der Hennes-Weisweiler-Allee mit "Max, Marco, Maric" beantwortet. Das Umfeld ist, pandemieseidank, weit weg, tobt sich in diesem Internet aus, das man businessintern (häufig durchaus mit einigem Recht) als irrelevante Blase im Zustand der Dauererregung wahr- und deswegen wenig ernst nimmt. Rein sportlich, da ist Eberl vermutlich richtig beraten, würde es wenig nutzen, Rose und Konsorten freizustellen. Es drängt sich keine Zwischenlösung auf, schon gar keine, die einen kurzfristigen Turnaround verspricht, der das Erreichen der Euro League (von mehr zu sprechen, verbietet sich ohnehin) noch realistisch erscheinen lässt. Es ist vermutlich vernünftig, die Saison jetzt mit Rose austrudeln zu lassen. In Abstiegsgefahr wird Borussia schon deswegen nicht mehr geraten, weil sich die Teams im Tabellenkeller die Punkte auch gegenseitig wegnehmen und keins von ihnen den Eindruck macht, jetzt eine Siegesserie hinlegen zu können. So hat Marco Rose noch ein wenig die Gelegenheit, sein Image weiter zu ramponieren, die wechselwilligen Spieler können ihren Marktwert noch ein wenig drücken und das Umfeld kann wahlweise hin- oder weggucken. So mancher wird sich abwenden, und nicht jeder wird leicht dazu zu bewegen sein, sich in absehbarer Zeit wieder hinzuwenden. Es ist, wir wiederholen uns, in den vergangenen Wochen vieles kaputtgegangen zwischen dem Verein Borussia Mönchengladbach und seinen Fans. Das hat viele Ursachen, darauf wird in den kommenden Wochen noch einzugehen sein. Dass das sportlich-emotionale Hoch, dass vor fast genau zehn Jahren mit dem Start der Ära Favre begann, ebenfalls vorbei ist, es scheint nicht ausgeschlossen. Für heute gilt erst einmal: Die Saison 2020/21 ist gegessen.


01. Mär 2021

So wird das nichts!

Samstagabend, Halbzeit in Leipzig, Borussia Mönchengladbach führt 2:0 gegen die Mannschaft, deren Namen ich nicht ausspreche und die nichts mit der Stadt zu tun hat, in der sie spielt. Schon zu diesem Zeitpunkt fühlte sich das an, wie ein vorzeitiges, aber extrem unverdientes Ostergeschenk. Bestenfalls konnte man der Elf vom Niederrhein eine herausragende Effizienz bescheinigen. Aber schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es – blieben die Spielanteile in etwa gleich – nicht gut gehen konnte mit der Verteidigung des Vorsprungs. Zu überlegen war die Vertriebsabteilung des Brauseherstellers schon in der ersten Halbzeit, zu untauglich die Versuche von Borussia Mönchengladbach, sich aus dem aggressiven Pressing des Gegners – meist mit drei Mann auf den Ballführenden – spielerisch zu befreien. Signifikant einige sich wiederholende, mir im Gedächtnis gebliebene Szenen von Thuram und Embolo, in denen diese sich nach einer Gladbacher Balleroberung anstelle eines für einen kurzen Moment möglichen, raumöffnenden Quer- oder Diagonalpasses in einen Infight mit drei „Rasenballsportlern“ verwickeln ließen und diesen – natürlich – verloren. Gerade in diesen Szenen wurde deutlich, was der Mannschaft im Moment fehlt: Selbstvertrauen, Handlungsschnelligkeit und Passgenauigkeit. Zudem wirkt die Mannschaft – salopp ausgedrückt – platt. Insbesondere in Sachen Handlungsschnelligkeit und Passgenauigkeit waren wir schon mal weiter, sowohl im letzten Jahr unter Rose, insbesondere aber – man verzeihe mir den Quasi-Dortmunder Reflex, alles mit einem nicht mehr anwesenden Erfolgstrainer zu vergleichen – in den Jahren unter Lucien Favre. Genau das hätte es aber gebraucht, um Saurons Heer am Samstag in Verlegenheit zu bringen. Eine Mannschaft, die mit drei Spielern den jeweils ballführenden Gegner attackiert, öffnet zwangsläufig Räume, die man – entsprechende Präzision vorausgesetzt – bespielen könnte (auch das ein Grund, warum ich den RedBull-Stil auf internationaler Ebene für eine kraftraubende Sackgasse halte, denn beispielsweise in der Champions League gibt es genug Mannschaften, die hierfür die spielerischen Mittel haben). Borussia Mönchengladbach jedoch ist das am Samstag zu keinem Zeitpunkt gelungen. So stand am Ende – auch wenn es schwerfällt das zu schreiben – ein hochverdienter Sieg für Mordor, da half auch das – unberechtigte – Reklamieren nach dem späten Tor zum 3:2 nichts mehr. Gibt es Positives, was man aus dem Spiel mitnehmen kann? Nicht viel. Jordan Beyer hat sich für erneute Einsätze empfohlen. Gleiches gilt für Lazaro. Wolf hat eines seiner besseren Spiele für Gladbach gemacht (wobei dazu jedenfalls bisher nicht allzu viel gehört). Sommer hat gehalten, was zu halten war, eine seiner stärksten Leistungen in dieser Saison. Ein Aufbauprogramm für das Pokalspiel sieht dennoch anders aus. Deshalb darf dem Dienstagabend durchaus mit Bangen entgegengesehen werden. Ein Selbstläufer wäre dieses Spiel natürlich zu keiner Zeit, aber es gab auch schon deutlich bessere Ausgangslagen für ein Spiel gegen Dortmund. Dortmund kommt gerade wieder in Fahrt und hat die letzten drei Spiele gewonnen (auch wenn das dieser Tage erneut ein absurdes Theater aufführende Schalke und Bielefeld möglicherweise kein Maßstab sind). Lob heimste in den letzten Spielen insbesondere Mo Dahoud ein, der wahlweise als alleiniger Sechser oder auf einer Doppelsechs neben Delaney für belebende spielerische Momente sorgen konnte. Borussia Mönchengladbach hingegen ist unübersehbar in der Krise. Was in diesen Tagen verbal aus Mönchengladbach kommt – siehe die Interviews nach den Spielen – klingt stark nach Durchhalteparolen, weckt jedoch nicht gerade die Hoffnung, dass der Bock demnächst umgestoßen werden könnte (um mal bei den gängigen Floskeln zu bleiben). Für das Pokalspiel dürfte wieder nach Kräften rotiert werden, in Richtung der nominellen Bestbesetzung, also mit Kramer, Neuhaus, Stindl und Plea in der Startelf, ggf. auch Lainer, wenn er wieder fit sein sollte. Taktisch stehen eine Dreier- bzw. Fünferkette aus Ginter, Zakaria und Elvedi sowie Lazaro und Bensebaini auf den Außenpositionen oder etwas offensiver die gängige Viererkette mit Bensebaini, Elvedi, Ginter und Lainer zur Auswahl. Im ersten Fall müsste einer der Offensivspieler (Thuram oder Plea?) weichen, im zweiten Fall vermutlich Zakaria. Wie auch immer die Aufstellung am Dienstag lautet: Soll die Hoffnung auf etwas „Blechernes“ weiterleben, braucht es eine erhebliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Samstag. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Sich auf die Pokalwettbewerbe zu konzentrieren und die Bundesliga quasi nebenherlaufen zu lassen, erweist sich spätestens am Dienstag als falsche Strategie: Es wird eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe, die mit maximalem Drama im Elfmeterschießen endet. Wer dort gewinnt? Borussia wäre nicht Borussia, wenn das gelänge: 9:8 für die Falschen... Mike Lukanz: Es ist eine Win-Win-Situation für Trainer Marco Rose. Er ist aber der Einzige auf Seiten der Gastgeber, der gewinnen wird. Dortmund gewinnt recht mühelos 2:0. Christian Spoo: Marco Rose sichert sich die Euro-League-Teilnahme und die Saison für Borussia ist nach dem 1:3 endgültig im A. Thomas Häcki: Nachdem die Borussia sang- und klanglos mit 1:4 aus dem Pokal ausscheidet, wird es immer offensichtlicher das ein Festhalten an Rose zwar ehrenvoll ist, aber das Mindestziel massiv gefährdet. Marco Rose erscheint zunehmend überfordert. Christian Grünewald: Kaninchen vor der Schlange, dritter Teil. 1:4


25. Feb 2021

Wie erwartet

“Nicht mutig genug” sei man bei eigenem Ballbesitz gewesen befand Lars Stindl, Florian Neuhaus forderte im Rückspiel müsse man „mutiger sein“, während Trainer Rose klarstellte, dass die an den Tag gelegte Mutlosigkeit keineswegs der Matchplan gewesen war: „Wir wollten mutig sein…“ Nun wir wollen jetzt hier nicht unser eigenes Mütchen an der Mannschaft kühlen, wo wir unseren Unmut über die widrigen Umstände der gestrigenPartie gegen Manchester City ja schon im Vorfeld ausführlich dargestellt hatten. Frei nach Murphys Gesetz war ja eigentlich alles verkehrt an diesem ersten Auftritt der Borussia in der KO-Phase des höchsten europäischen Wettbewerbs seit 43 Jahren : Keine Zuschauer! „Heimspiel“ in Budapest! Nach verkündetem Trainerabschied! Während einer Formkrise! Gegen die wohl beste Mannschaft der Welt! An einem Mittwochabend! Da gab es halt wenig, was den Gladbachspielern Mut hätte machen können und dementsprechend verlief auch die Partie, vor allem in der ersten Halbzeit. Maro Rose liess die erste Elf antreten, die einzig erwähnenswerte Variante dabei war, dass Marcus Thuram zunächst auf der Bank saß und Denis Zakaria zum Einsatz kam. Wer glaubte, Rose würde mal wieder die 3er/5er-Kette ausprobieren, täuschte sich allerdings, denn Zakaria spielte nicht hinten zwischen Elvedi und Ginter, sondern verstärkte das defensive Mittelfeld, eine Angesichts der Spielstärke des Gegners sehr nachvollziehbar Maßnahme. Allerdings konnte auch so nicht verhindert werden, dass dich von Beginn an ein extrem einseitiges Spiel entwickelte. Manchester City ließ Ball und schwarze Hemden laufen, die Borussia war bedacht darauf schlimmstes zu verhindern. Das Bemühen selbst spielerische Elemente einzubringen war da: trotz des Drucks der Guardiola-Elf versuchte man sich immer wieder durch Passspiel aus der Defensive zu befreien, aber spätestens, wenn die Mittellinie in Sichtweite kam, gab es den Fehlpass. Es war vor allem hier im Aufbauspiel wo man Angst und Verunsicherung der Mannschaft klar spürte: Es wurde zulange gezögert, die Zuspiele waren ungenau und so war der Ball stets nach wenigen Sekunden wieder im Besitz des englischen Tabellenführers. Zu vielen klaren Chancen kam City zwar nicht, aber es reichte dann eben eine perfekt geschlagene Halbfeldflanke, um nach einer knappen halben Stunde völlig verdient in Führung zu gehen. Dass man trotz des großen Qualitätsunterschiedes auch gegen Manchester City eine Chance haben kann, deutete die Anfangsphase der zweiten Halbzeit an. Die Borussia war nun sichtlich bemüht, mehr für die Offensive zu tun und zeigte auch in einigen Situationen, dass die Abwehr der Engländer durchaus verwundbar sein kann, aber meist war der finale Pass einfach unsauber. Mit einer Fohlenelf (und vor allem einem Florian Neuhaus) der Form der Gruppenphase wäre durchaus etwas möglich gewesen an diesem Abend, aber einem Team, das gegen Köln und Mainz nichts auf die Reihe bekommt, fehlt dann in so einem Spiel das Selbstverständnis, welches man z.B im Heimspiel gegen Real noch hatte. So blieb ein Plea-Abschluss mit der Hacke die beste Chance zum Ausgleich und quasi im Gegenzug entschied City das Spiel mit einer Fast-Kopie des ersten Tores: Cancelos flankt aus dem Halbfeld, Bernardo Silva köpft, diesmal aber nicht direkt ins Tor, sondern in die Mitte zu Gabriel Jesus, der nur noch den Fuß hinhalten muss. Dass in den Schlusssekunden, Hannes Wolf noch ein Geschenk der City-Abwehr nicht verwerten kann, sondern allein vor Ederson scheiterte, rundet das Bild eines gebrauchten Abends für die Borussia ab. Man kann der Mannschaft dabei wenig Vorwürfe machen, der Einsatz stimmte, die Innenverteidigung sah zwar bei den Toren nicht so gut aus, verhindertet aber ansonsten sehr viel, man tat, was man konnte, aber im Moment ist das nicht so viel. An das Rückspiel in Manchester in 3 Wochen muss in Mönchengladbach zunächst niemand denken, denn in den nächsten Tagen stehen auf nationaler Ebene 3 Spiele an, die vorentscheidend für den weiteren Verlauf der Saison sein werden. In der Liga muss man am Samstagabend beim Tabellenzweiten in Leipzig ran, eine Woche später kommt Bayer Leverkusen in den Borussiapark. Dazwischen gibt es noch das Pokalviertelfinale gegen Dortmund, dass unter den gegebenen Umständen kaum brisanter sein könnte. Es ist nur gut ein Jahr her, dass die Borussia in Leipzig ihre vielleicht beste Halbzeit der gesamten Marco Rose-Zeit hinlegte und letztendlich nur von Schiedsrichter Stieler am Sieg gehindert werden konnte. Diesmal sind die Vorzeichen jedoch gänzlich andere: Der Red Bull-Verein hat sich seine CL-Niederlage gegen ein Premier League - Team schon in der Vorwoche abgeholt und geht ausgeruht in dieses Topspiel, während die Borussia nach dem aufreibenden Spiel gegen Manchester City vermutlich zur Rotation gezwungen sein wird. Auch in besseren Saisonphasen hat dies stets zu Qualitätsverlust geführt, sodass die Hoffnungen auf einen ersten Auswärtssieg in Leipzig eher gering sind.


05. Mär 2021

Vor Spiel gegen Leverkusen: Rose denkt nicht an vorzeitigen Rücktritt – „Für mich kein Thema“

Gladbachs Trainer Marco Rose bleibt dem Verein bis zu seinem Wechsel nach Dortmund erhalten. Auch Sportchef Eberl steht weiterhin hinter ihm. Vor dem Spiel am Samstag plagen die Mannschaft Personalsorgen.


04. Mär 2021

Fußball: Nach Gladbachs Aus im DFB-Pokal: Ein Tor und nur Verlierer?

Sollte sich Marco Rose mit den Fohlen nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, wird er einen schweren Start in Dortmund haben.


03. Mär 2021

Laut Bericht: Gladbacher Oscar Wendt kehrt in die Heimat zurück

Borussia Mönchengladbachs Linksverteidiger Oscar Wendt steht einem Medienbericht zufolge vor einer Rückkehr in seine schwedische Heimat.


03. Mär 2021

Nach Pokal-Aus: „Das ist extrem bitter“ - Das sind die Stimmen zur Gladbach-Lage

Nicht nur Borussia Mönchengladbach steckt in der Krise, sondern auch Trainer Marco Rose. Das hat der zukünftige BVB-Trainer erstmals thematisiert. Die Stimmen nach der Pokal-Pleite.


02. Mär 2021

Interview vor DFB-Pokal-Kracher: Legendärer Borussen-Trainer Bernd Krauss: „Die Gladbacher müssen dem BVB weh tun“

Bernd Krauss trainierte beide Borussias, gewann mit den Fohlen 1995 sogar den DFB-Pokal. Vor dem Viertelfinale am Dienstag spricht er über Gladbachs Probleme - und die Chancen.


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