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Wir möchten eigentlich alle nur Eines: Das wir alle unbeschadet durch diese für uns alle sehr schwierige und ungewöhnliche Zeit kommen und so schnell wie möglich wieder Normalität herrscht. Sowohl in unserem privaten Bereich als auch bei der schönsten Nebensache der Welt. Dazu möchte der... mehr
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Pressespiegel

18. Mai 2021

Deschamps gibt Kader bekannt: Thuram fährt mit Frankreich zur EM

Am Mittwoch gibt Joachim Löw seinen EM-Kader bekannt, sein französischer Kollege Didier Deschamps hat es bereits am Abend vorher getan. Mit dabei: ein Gladbach-Profi.

 


18. Mai 2021

„Ich hatte nie Bammel“: Borussia-Held Hanke über die wundersame Rettung 2011

„Ein Mike Hanke steigt nicht ab“, sagte der Stürmer, als er im Winter 2011 nach Gladbach kam. Er erntete Kopfschütteln, doch Hanke behielt Recht. Im Interview erzählt er, warum die Rettung geklappt hat und in welcher Rolle er zu Borussia zurückkehren könnte.

 


18. Mai 2021

Löw nominiert vorläufigen Kader: So stehen die EM-Chancen der DFB-Borussen

Ein spanischer Mönchengladbacher wird nicht bei der Europameisterschaft im Sommer dabei sein. Dafür aber ein Schiedsrichterassistent aus MG und ganz sicher ein Abwehrspieler. Aber auch drei andere Borussen könnten für Bundestrainer Joachim Löw infrage kommen.

 


18. Mai 2021

Gerüchte um Tausch mit Zakaria: Das sagt Xhaka über eine Rückkehr vom FC Arsenal nach Gladbach

Granit Xhaka war Borussias Kapitän. Seit der Schweizer 2016 für eine Rekordsumme zum FC Arsenal nach London wechselte, gab es immer wieder Rückkehr-Gerüchte. Nun geht es um einen Tausch mit Denis Zakaria. Wir haben bei Xhaka nachgefragt.

 


18. Mai 2021

Hofmann, Bensebaini und Co.: Wie vielseitige Borussen bei der Kader-Verkleinerung helfen

Sie haben bis zu sieben Position drauf und dürften eine wichtige Rolle spielen, wenn Borussia ihren Kader verkleinert - erst Recht ohne Europapokal. Wir blicken auf ein Quintett, das besonders vielseitig ist.

 


15. Mai 2021

Rätselraten mit Ansage

Trotz der vorherigen Bekundungen den Trostpreis Conference League unbedingt erreichen zu wollen, schenkt Borussia auch das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nach Führung noch her. Es war ein Auftritt, der fast noch mehr über den Charakter der Mannschaft, als den kaum noch wahrnehmbaren Einfluss ihres scheidenden Trainers verrät. Denn im Vorfeld hatte Marco Rose doch überraschend deutlich die Schwächen und Probleme angesprochen, mit denen sich Borussia seit Monaten herumplagt. Mit einer Mischung aus Eingeständnis eigener Ratlosigkeit und verklausulierter Generalkritik an der Mannschaft konstatierte er auf der PK vor dem Spiel, dass es zu oft in dieser Saison am nötigen Fokus und an Kommunikation gefehlt habe, um über 90 Minuten das (zweifellos vorhandene) Potenzial abzurufen. Stattdessen wurden unzählige Punkte nach Führung verschenkt und ganze Halbzeiten waren dominiert von allgemeiner Rat- und Hilflosigkeit. Fast wie angekündigt Gesagt – getan, könnte man sagen: Gegen den VfB war all das noch einmal für jeden offen zu beobachten. Von Beginn an versprühte die Mannschaft nicht den zuvor angekündigten unbedingten Siegeswillen, sondern versuchte es mit dem zuletzt gewohnt-bedächtigen Ballbesitzspiel. Gefahr kam wenig auf, nur gelegentliche Geistesblitze von Stindl sorgten für einige im Ansatz gefährliche Strafraumszenen. Trotz des gemächlichen Tempos kam es zu Lücken in der Rückwärtsbewegung, die der VfB jedoch nicht zu nutzen wusste. Die Schwaben spielten nach dem Erreichen des Saisonziels Klassenerhalt ihrerseits nicht am Limit und konnte zudem verletzungsbedingt nicht die erste Elf aufbieten, sodass auch Ergänzungsspieler wie Thommy eine Chance von Beginn an erhielten. Insgesamt kein besonders aufregendes Spiel – und doch gelang Borussia praktisch mit dem Halbzeitpfiff fast aus dem Nichts die Führung. Nach einem Zusammenprall nutzte Vorbereiter Kramer die entstandenen Räume und flankte überlegt zu Stindl, der den Ball aus zentraler Position technisch anspruchsvoll ins rechte Eck bugsierte. Eine nahezu perfekte Ausgangsposition zur Halbzeit also. Wieder mal. Wie man diese Führung noch verspielte, wurde direkt aus dem bereits bekannten Drehbuch der Saison übernommen. Bis zur 60. Minute war noch der Versuch zu erkennen, das Spiel durch aktiven Fußball zu kontrollieren und vielleicht sogar die Führung zu erhöhen, ohne allerdings die dafür nötige Konsequenz an den Tag zu legen. Und dann plätscherte es mal wieder dahin. Und der Gegner kam. Und kam. Und setzte die nun plötzlich wieder fußballerisch mittellos wirkenden Fohlen innerhalb weniger Minuten schachmatt. Mit Ausnahme einer Chance von Lazaro zwischen den Gegentoren kam bis Spielende von Borussia kaum noch was, die fünfte Heimniederlage der Saison war perfekt. Wie es sein kann, dass sich diese talentierte, teure und im Bundesligavergleich auch erfahrene Mannschaft zum x-ten Mal in kürzester Zeit die Butter derart leicht vom Brot nehmen lässt? Aus den Aussagen von Christoph Kramer nach dem Spiel lässt sich jedenfalls ohne viel Phantasie heraushören, dass einige Kollegen in diversen Spielsituationen offenbar mit den Gedanken woanders waren. Warum? Das bleibt ein großes Rätsel. Kein neues Gefühl Ein Rätsel, dass auch nicht allein mit den schon seit Monaten eher kraftlos wirkenden Appellen des baldigen Ex-Trainers erklärt werden kann. Und sich fast schon regelmäßig in der entscheidenden Saisonphase wiederholen zu scheint. Schon in den zweieinhalb Spielzeiten unter Hecking krochen die Fohlen eher über die Ziellinie, sodass in Umfeld und Verein Forderungen nach einem Neuanfang laut wurden. Ende mit dem ballbesitzorientierten Verwalterfußball, hin zu mehr Intensität, Sprints und Mentalität. Das versuchte Hecking 2018 mit dem 4-3-3, dafür trat Rose 2019 explizit an und gab es in seiner ersten PK als primäres Ziel aus. Jetzt, 2021, sehnt man sich nach dem nächsten neuen Besen. Aber auch Adi Hütter wird sich (unabhängig von dem eigenen Paket, das er aus Frankfurt mitbringt) mit dieser Mannschaft früher oder später wieder schwertun – wenn sich an der kollektiven Mentalität nicht etwas grundsätzlich verändert. Denn wir erinnern uns – der zuvor bereits teuerste Kader der Vereinsgeschichte und vielleicht beste seit den goldenen Siebzigern konnte vor der Saison komplett zusammengehalten und mit Lazaro und Wolf noch um zwei absolute Wunschspieler des Trainers erweitert werden. Das ist nicht mehr die Underdog-Borussia, die sich vor 10 Jahren geradezu heldenhaft gerettet und im Anschluss die Liga aufgewirbelt hat. Dank der großartigen Arbeit des Duos Eberl/Schippers verfügt man über ein finanzielles Budget und eine individuelle Klasse, die die Möglichkeiten von Konkurrenten wie Frankfurt, Stuttgart, Union oder Freiburg um ein Vielfaches übersteigt. Drei Wettbewerbe sind eine Belastung, aber der Kader wurde dafür gezielt aufgestellt und erlaubt auch durch die 5-Wechsel-Regelung mehr Möglichkeiten zur Belastungssteuerung. Was zudem mit Teamgeist und Erfolgswillen trotz höchster Belastung möglich ist, haben Hertha BSC und Holstein Kiel nach ihrer Zwangsquarantäne eindrucksvoll gezeigt. Diese Begründung reicht also insbesondere für die Schlussphase der Saison nicht aus. Die Mannschaft im Fokus Marco Rose mag als Trainer an den von ihm selbst und dem Verein gesetzten, fußballerisch-taktischen Zielen gescheitert sein (Borussia steht in den geforderten Kategorien heute da wie unter Hecking und hat sich beim Ballbesitz sogar verschlechtert), der Fokus muss nun aber auf der Analyse liegen, mit welchen Profifußballern Borussia die Ziele der Zukunft angehen möchte. Irgendwas ist faul im Staate Borussia-Park und es ist zu hoffen, dass Max Eberl diese Situation genauso knurrig und humorlos aufarbeiten wird, wie es sein Gesichtsausdruck nach den Spielen in München und gegen Stuttgart vermuten lässt. Eine Restchance auf das Trostpflaster Conference League bleibt, aber es würde nicht wundern, wenn man in dieser Verfassung eher den Bremern als den Kölnern am letzten Spieltag Schützenhilfe leisten wird. Eine Saison ohne internationalen Wettbewerb wäre für diese insgesamt so stark aufgestellte Borussia sicher eine Enttäuschung, ob es nun Platz 8, 9 oder 10 wird. Aber auch wenn es noch mit dem Minimalziel klappt: die sich wiederholenden Probleme im Auftreten und vielleicht auch innerhalb der Mannschaft müssen offensiv angegangen werden. Dann lässt sich das große Rätsel vielleicht doch noch lösen.


14. Mai 2021

Es plätschert dahin ...

Mitte Mai, vorletztes Spiel der Saison und Borussia Mönchengladbach hat noch die Chance, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Normalerweise wäre die Borussenwelt vor dem vorletzten Spieltag in der Situation einigermaßen in Ordnung und man würde den letzten beiden Spielen und den noch offenen Entscheidungen entgegen- und mit der Mannschaft mitfiebern. In diesem Jahr ist aber vieles anders. Das betrifft nicht nur die Abwesenheit von Zuschauern in den Stadien. Das betrifft auch nicht in erster Linie den Umstand, dass der internationale Wettbewerb, für den Borussia Mönchengladbach sich noch qualifizieren kann, nur die sogenannte Conference League ist, also die dritte Liga der europäischen Klubwettbewerbe. Auch damit könnte man wohl leben, hätte man das Gefühl, dass über den Verlauf der Saison hinweg alles für ein besseres Ergebnis getan worden wäre. Aber genau das ist der Punkt, warum in diesem Jahr die Saison seit einigen Wochen irgendwie ausplätschert – die Vielzahl an Enttäuschungen, die den Eindruck dieser Saison dominieren und dabei die herbstlichen Highlights wie Donezk, Mailand oder Madrid und die wenigen guten Spiele in der Bundesliga klar überdecken, die Art und Weise, wie manche Niederlage zustande gekommen ist, erwecken eben nicht den Eindruck, als habe sich jeder mit voller Energie auf ein gemeinsames Ziel fokussiert. Über viele Punkte – sei es das mangelnde kollektive Defensivverhalten, sei es die beängstigende Abwesenheit von Sprints und intensiven Läufen (also genau das, was der Trainer angeblich predigt), sei es die zeitweise Einfallslosigkeit, wenn Pressing im Spiel nach vorn nicht funktioniert, sei es die Emotionslosigkeit, fast schon Gleichgültigkeit, mit der das alles von Teilen der Protagonisten hingenommen wird – muss man nach der Saison reden (auch wenn den einen oder anderen Passanten das alles nicht mehr interessieren wird). Vorher steht aber erst einmal das Spiel gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Dort ist die Stimmung anders. Als Aufsteiger in die Saison gestartet darf der aktuelle 10. Tabellenplatz durchaus als Erfolg gewertet werden und das wird er auch. Dem Verein kam für seinen fußballerischen Ansatz im Laufe der Saison die verdiente Anerkennung zu. Obwohl Pellegrino Materazzo sicherlich auch das eine oder andere Angebot oder wenigstens Anfragen erhalten haben dürfte, blieb dem Verein aufgrund der frühzeitigen Verlängerung ein Trainertheater erspart. Dem gegenüber dreht sich das Personalkarussell im Team recht munter – nach den feststehenden Abgängen von Gonzalo Castro und Kempf und der Vertragsverlängerung von Mangala ranken sich Gerüchte derzeit hauptsächlich um Kobel, dessen mögliche Nachfolger sowie Sasa Kalajdzic. Alles das wird vermutlich auf das Spiel am Samstag wenig bis keinen Einfluss haben. Stuttgart kann frei aufspielen und wird trotz einer langen Verletztenliste (u.a. Coulibaly, Klimowicz, Mangala und Wamangituka) eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz bringen, die bereits in der Hinrunde bewiesen hat, dass sie Borussia Mönchengladbach ärgern kann. Bei Borussia Mönchengladbach heißt es dagegen: Alle Mann an Bord! Zu rechnen ist damit, dass Lars Stindl wieder in die Startelf rückt. Ob das auch für Plea und Kramer gilt, wird man sehen, Prognosen sind hier schwierig, weil sie die Zukunft betreffen. Folgt die Mannschaft der Choreographie der letzten Wochen, wäre nach dem peinlichen Auftritt gegen Bayern München am Samstag mal wieder eine etwas bessere Leistung dran. Ob sich Trainerteam und Mannschaft dazu noch einmal aufraffen können oder wollen, wird man sehen. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Es wird besser als gegen Bayern. Borussia wird Tore schießen. Da man aber das Defensivverhalten auch in Bundesligaspiel 33 der Saison nicht in den Griff bekommt, werden auch Gegentore fallen. Das ergibt ein für neutrale Zuschauer unterhaltsames 2:2. Christian Spoo: Borussia geht das Spiel ernsthafter an als das letzte. Schon weil es gar nicht weniger ernsthaft geht. Stuttgart ist aber keine Laufkundschaft und gegen Kalajdzic kann auch Matthias Ginter mal schlecht aussehen. 2:2. Thomas Häcki : Am Samstag ist wieder Dr. Jekyll zu Gast im Borussia Park und die Fohlen erspielen sich einen blitzsauberen 3:0 Erfolg. Mr. Hyde ist dann für das Finale in Bremen vorgesehen. Michael Heinen : Sofern der Kölner Keller nicht wie im Hinspiel etwas dagegen hat wird sich Borussia für das Bayern-Debakel rehabilitieren und den VfB mit 2:1 schlagen. Claus-Dieter Mayer : Das 1:1 gegen Stuttgart wird so langweilig, dass Teile des Betreuerstabs das Stadion vorzeitig verlassen "um dem Verkehr zu entgehen". Christian Grünewald: Borussia hat noch Ziele ausgegeben, für den VfB geht es um nichts mehr. Das muss für einen Sieg reichen. 4:1.


10. Mai 2021

Geschenke für den Meister

Es gibt Ranglisten, mit denen man sich lieber beschäftigt als die der peinlichsten Auftritte des eigenen Vereins, aber aus gegebenem Anlass kommen wir da nicht so ganz drum herum. Bei mir persönlich steht da auf dem ersten Platz noch nicht mal eine Niederlage, sondern ein 0:0 in Uerdingen am letzten Spieltag der Saison 89/90, wobei beide Teams mit einem Nichtangriffspakt sich selbst den Klassenerhalt besorgten und den VFL Bochum in die Relegation gegen Saarbrücken schickten. Gleich dahinter kommt dann aber schon das 0:6 bei den Bayern. Nein, nicht das vom Samstag, sondern jene Klatsche am 34. Spieltag 85/86. Das deutsche Fußball-Bewusstsein erinnert sich vor allem an Kutzops verschossenen Elfmeter wenige Tage zuvor und hat weitestgehend vergessen, dass auch die Herren Bruns, Hannes, Rahn, Criens usw mit daran Schuld waren, dass Rudi Völler nie deutscher Meister werden durfte. Mit ihrem lustlosen Auftritt in München half die Borussia damals den Münchnern noch am letzten Spieltag an Werder Bremen vorbeizuziehen. Nun hat der VFL nach 35 Jahren wieder 6:0 beim Rekordmeister verloren und es gibt Parallelen. Wieder wurden die Bayern an diesem Tag deutscher Meister, wieder hatte man das Hinspiel gewonnen und wieder hätte man die Mannschaft vor dem Spiel nicht als komplett chancenlos eingestuft. Anders war, dass die Lederhosler diesmal schon vor dem Spiel den Titel sicher hatten und in vertauschten Rollen die Gladbacher waren, für die es noch um was ging in diesem Spiel. Das ließen sie sich aber zu keiner Phase anmerken, vielmehr ging man die Partie wie ein Freundschaftsspiel am Rande eines Stadtfestes an: Ziel war es das Publikum gut zu unterhalten, während man mit den Gedanken schon beim Grillhähnchen mit Bier danach war. Die Borussia ging offensiv in die Partie, versuchte die Bayern zu pressen und hatte schon in der ersten Minute nach einer Hereingabe von Embolo fast die erste Chance. Auch im weiteren Spiel zeigten sich die Bayern defensiv durchaus anfällig (40 Gegentore sind für einen Meister einiges), aber das machte nichts, denn zum einen gelang es der Borussia nie diese Unpässlichkeiten konsequent auszunutzen und zum anderen war Gladbach selbst in der Abwehr oft dermaßen entblößt, dass es den Bayern leichtfiel, ein Tor nach dem anderen zu schießen. Symbolisch für das Spiel war das Zustandekommen des 2:0. Ramy Bensebaini wurde auf der linken Seite schön freigespielt, läuft mit Tempo auf den Ball zu und man denkt für einen kurzen Moment, dass dies eine gute Gelegenheit werden könnte, aber dann schafft er es clownesk über den Ball zu stolpern und guckt sich danach auf dem Hintern sitzend an, wie die Bayern im Gegenzug die Gladbacher Abwehr mit klinischer Präzision ausspielen. Beim 4:0 wiederholte sich dieser Ablauf ähnlich auf dem anderen Flügel: Lainer versucht sich im Dribbling gegen Davies am gegnerischen Strafraum (Lainer? Dribbling??...Ja, genau), scheitert erwartungsgemäß und ab geht der Bayern-Express. Mehr Details wollen wir uns an dieser Stelle ersparen, es war ein Auftritt der in seiner Harmlosigkeit und Naivität beim Zusehen weh tat. Mag sein, dass auch die Aufstellung nicht optimal war: was (mit einem Wechsel: Hoffmann für Wolf) gegen Bielefeld so prima funktionierte, muss nicht zwangsläufig auch beim amtierenden Champions-League-Sieger klappen. Die Erfahrung von Stindl, Kramer oder Plea hätte vielleicht helfen können, das Ausmaß der Katastrophe etwas einzudämmen, vermutlich aber auch nicht mehr als das. Wenn die Blamage vom Samstag ein Gutes hat, dann vielleicht die Tatsache, dass man die Saison nun endgültig nicht mehr schön reden kann. Die Hoffnung auf die Europa-League ist bei 5 Punkten Rückstand auf den sechsten Platz nur noch theoretischer Natur und das Saisonziel damit verfehlt. Max Eberl mag in Interviews die Aussicht auf die Conference League anpreisen, aber echte Begeisterung dafür wird es im Verein kaum geben. Schon um keine Wettbewerbsverzerrung (vor allem beim letzten Spiel in Bremen) zu betreiben, mag es aber gerechtfertigt sein diesen Wettbewerb als Anreiz hochzureden. Selbst mit 2 Siegen kann die Borussia nun bestenfalls noch auf 24 Punkte in der Rückrunde kommen und wird damit die 35-30-28-Abwärts-Trajektorie unter Marco Rose auf jeden Fall untermauern. Das Saisonfazit wird ein ernüchterndes sein. Ja, es gab positive Ausrufezeichen aber gerade die Tatsache, dass man Real Madrid am Rande einer Blamage hatte, Donezk abschießen konnte, Bayern und Dortmund daheim besiegte, macht es so schwer verdaulich jetzt zu Saisonende mit Freiburg und Union Berlin um den 7. Platz zu spielen. Die krasse Diskrepanz zwischen Potenzial und Realität werden vom zweiten Jahr unter Marco Rose übrigbleiben.


07. Mai 2021

Erst Meisterfeier, dann Lagerkoller?

Eine für Fußballfans im Allgemeinen und Anhänger von Borussia Mönchengladbach im Besonderen mäßig erfreuliche Spielzeit neigt sich dem Ende zu. Am 32. Spieltag könnte der Meister offiziell gekrönt werden. Und hatten Optimisten vor der Saison mit Blick auf diese Spielzeit ein vorgezogenes Titelfinale zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach erträumt, stellen sich am Samstag um 18:30 Uhr deutlich weniger elektrisierende Fragen: Wird Bayern heute schon oder erst nächste Woche Meister. Und: Erreicht Borussia die Europa Conference League oder gewinnt sie eine Saison mit Zweifachbelastung? Und welche Aussicht ist die verheißungsvollere? Die Aussicht, nicht mehr Sparringspartner bei der Meisterfeier der Bayern zu sein, ist für Aktive wie Anhänger so realistisch wie unersprießlich. Die unerwartete Niederlage des Dauertitelträgers bei Mainz 05 am vergangenen Spieltag kommt Borussia nicht gelegen. Zwar zeigte Mainz, dass man gegen die Münchener gewinnen kann, fraglich ist allerdings, ob die sich eine solche Blöße zweimal in Folge geben werden. Fraglich auch, ob Borussia genau die Qualitäten auf den Platz bringen kann, die Mainz zum Erfolg geführt haben: Konzentration; Leidenschaft Aggressivität. Es sind genau die Attribute, die die Rose-Mannschaft in dieser Spielzeit allzuoft vermissen ließ. Dass das Team fußballerisch eine Klasse besser ist, als Mainz, ist unbestritten. Aber fußballerisch lassen sich die Bayern kaum besiegen. Marco Rose stehen bei seinem vorvorletzten Einsatz seines Kurzgastspiels nahezu alle Spieler zur Verfügung. Lars Stindl hat seine Muskelverletzung überwunden und steht definitiv im Kader. Ob er zur Startaufstellung gehören wird, lässt Rose offen. Beim 5:0-Sieg gegen Bielefeld gönnte der Trainer außerdem Jonas Hofmann eine Pause und ließ mit Alassane Plea und Christoph Kramer zwei weitere nominelle Stammspieler lange Zeit auf der Bank. Trotz der ermutigenden Leistung gegen einen allerdings überforderten Gegner wird sich in der ersten Elf vermutlich einiges ändern. Auch die Dreierkette wird zumindest auf dem Prüfstand stehen. In der gegen Bielefeld praktizierten Version wird sie eher nicht auflaufen. Der eher offensive Lazaro als Absicherung im linken Mittelfeld gegen Sané oder Gnabry – schwer vorstellbar. Bei Bayern sind außer den längerfristig verletzten Tolisso und Douglas Costa alle an Bord. Vor allem Robert Lewandowski wird über die Frage „Meister jetzt oder später“ hinaus motiviert sein, fehlen ihm doch nur noch vier Tore zum ewigen Bundesliga-Saisonrekord von 40 Treffern. Weil die Option auf das Erreichen der Euro-League bei Borussia doch eher eine theoretische ist und die Conference-League-Frage außer Max Eberl niemanden in Wallung zu bringen scheint, dreht sich medial schon jetzt fast alles um mögliche Transfers für die kommende Saison. Dabei war es Eberl selbst, der zuletzt die anhaltenden Unwägbarkeiten angesichts der Corona-Pandemie in Erinnerung rief. Hoffnung machten dennoch Signale, die verschiedene Kollegen empfangen zu haben glauben: Matthias Ginter neige zum Verlängern seines Vertrags, Florian Neuhaus zumindest zu einem weiteren Jahr in Gladbach. Ob solche Meldungen auf belastbaren Kenntnissen oder auf der Lektüre des morgendlichen Kaffeesatzes beruhen, wissen wir freilich nicht. Nach dem Spiel in München geht es für die Borussen in Quarantäne. Die Teams der Bundesliga werden isoliert, um die Saison nach Möglichkeit ohne neue Corona-Fälle zu Ende zu bringen. Die Borussen dürfen die rückblickend häufig unruhige und sportlich durchwachsene Saison also so gemeinsam wie eben denkbar abschließen. Womöglich wird die Aussicht auf – je nach Neigung - Binge-Fifa-Zocken, alle Folgen Game of Thrones am Stück oder die Lektüre des Ulysses – den Spielern gegen Bayern Beine ja noch einmal Beine machen. Mögliche Aufstellung Bayern : Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Müller, Coman - Lewandowski Borussia : Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini - Kramer, Neuhaus - Hofmann, Wolf, Thuram - Plea SEITENWAHL-Prognose Christian Spoo : Bayern wird sich keine Blöße geben. Borussia hat dem wenig entgegenzusetzen. Das Spiel ist früh entschieden und endet mit 4:0 für den alten, neuen und ewigen Meister. Uwe Pirl : Ein Freudentaumel zieht durchs Land von Nürnberg bis zur Waterkant... Bayern endlich Meister! Und nicht Fuschl am See. Aber noch nicht am Samstag, denn da gilt: Bayern hat verloren! 1:2. Tore: Lewandowski, Neuer (Eigentor) und Wolf. Michael Heinen : Borussia kann die Meisterfeier leider nicht verlieren. Trotz einer kampfstarken Leistung verliert sie mit 0:2.


28. Apr 2021

Sind wir sprachlos?

Ja, sind wir. Und zwar ob der schwankenden Leistungen der Mannschaft von Borussia Mönchengladbach in dieser Saison. Die letzte Woche verkörpert das gut. Eine Gala gegen ein Frankfurter Team auf Augenhöhe. Eine wahlweise lustlose oder arrogante Vorstellung gegen das sympathische Traditionsteam aus dem Kraichgau, bei der man es schaffte, zuerst trotz schlechtem Spiels mit viel Glück einen komfortablen Vorsprung geschenkt zu bekommen („erringen“, „erreichen“ oder „erspielen“ wäre hier als Beschreibung falsch, denn das würde suggerieren, dass dieser Vorsprung zur Halbzeit irgendetwas mit der Gladbacher Leistung zu tun gehabt hätte), um diesen dann in einer noch schlechteren zweiten Halbzeit im Übermaß zurück zu schenken. Ein klarer Sieg gegen Bielefeld, bei dem man angesichts des Spielverlaufs meinen konnte, dass die Gladbacher Elf beim Anblick der orangen Trikots des Gegners irgendetwas verwechselt hat und sich irrtümlich in der Gruppenphase der Champions League gegen Donezk wähnte. Erklärungen für diese Schwankungen? Keine. Jedenfalls keine, die uns gefallen. Denn dass die Mannschaft kräftemäßig am Limit gewesen sein soll, wie unser zukünftiger Ex-Trainer das in seiner Auswertung des Hoffenheim-Spiels behauptete, mag man kaum glauben angesichts dessen, dass es sich um die erste englische Woche seit Mitte März handelte und angesichts des Elans, zu dem das Team gegen Bielefeld wieder fähig war. Das mag im Herbst 2020 während der Gruppenphase der Champions League und am Jahresanfang 2021 eine sinnhafte Erklärung gewesen sein, jetzt ist sie es nicht mehr. Die mancherorts angedeutete These, die tolle Leistung gegen Frankfurt sei allein dem Vorspielen beim neuen Trainer und der damit verbundenen Extraportion Motivation geschuldet, würde einerseits ein schlechtes Licht auf den Charakter der Mannschaft werfen und andererseits bedeuten, dass der derzeitige Übungsleiter die Mannschaft nicht mehr so recht einzustellen und zu motivieren weiß. Auch nicht schön. Bleibt schließlich die Annahme, dass keiner Lust auf die Conference League hat – auch hier würde sich die Charakterfrage stellen, denn wenn die Führung in Person von Max Eberl das als lohnenswertes Ziel ausgibt, muss man vom Team erwarten können, dass es wenigstens versucht, diese Vorgabe umzusetzen. Aber auch diese Erklärung passt nicht, denn dann wäre man gegen Bielefeld nicht wieder so engagiert zu Werke gegangen wie gegen Frankfurt. Das war ja nur Bielefeld? Und dann auch noch ein Bielefeld, das einen total rabenschwarzen Tag erwischt hatte? Nun, auf den ersten Blick ist das natürlich ein legitimes Argument dafür, die Leistung vom Wochenende nicht in zu rosigen Farben zu malen und den hohen Sieg gewissermaßen als selbstverständlich hinzunehmen. Andererseits haben die Ostwestfalen bisher im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentlich gepunktet und dabei z.B. auch Bayern München einiges abverlangt. Will heißen: Auch gegen Bielefeld muss man erstmal gewinnen und auch erstmal 5:0. Wahrscheinlicher ist, dass das Spiel in seinem Verlauf wesentlich dadurch beeinflusst wurde, dass quasi die ersten drei Gladbacher Schüsse allesamt im Tor waren, der erste noch dazu unglücklich abgefälscht. Danach war im Grunde alles entschieden. Wie das ausgegangen wäre, hätte es 70 Minuten 0:0 gestanden, vermag keiner einzuschätzen. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Was bleibt an Erkenntnissen? Hannes Wolf kann der Mannschaft guttun, wenn er Fußball spielen darf und nicht ständig in Zweikämpfe gegen körperlich überlegene Gegenspieler verwickelt wird (oder diese selbst sucht) und wenn er mit der nötigen Ruhe am Ball unterwegs ist, anstatt – wie in vielen seiner Einwechselspiele – übermotiviert und hektisch zu agieren. Breel Embolo kann Kreisklasse A – wenige Minuten vor seinem traumhaften Tor zum 4:0 hatte er eine schön herausgespielte hundertprozentige Chance durch einen völlig absurden und dazu noch völlig verunglückten Querpass vergeben. Breel Embolo kann aber eben auch Borussia Barcelona – das erwähnte Tor zum 4:0 erinnerte schon stark an die unvergessene Passstafette von Reus, Arango und Hanke. Für Embolo bleibt stark zu hoffen, dass Hütter sein unbestreitbar gutes Händchen dafür, Stürmer effektiv zu machen (siehe Jovic, Haller und Silva) auch an ihm exerziert. Was sind die Perspektiven? Alle drei restlichen Spiele gewinnen und dann sehen, wie viele Punkte Leverkusen liegen lässt.


17. Mai 2021

Fußball-Bundesliga: Borussia verlängert mit wichtigem Sponsor

Seit mittlerweile zehn Jahren ist das Unternehmen im Sponsoring des Clubs vertreten. Die Verlängerung ist in Corona-Zeiten ein wichtiges Zeichen.


15. Mai 2021

33. Spieltag: Gladbach verspielt fast alle Chancen: Heimpleite gegen VfB

Die Gladbacher unterlagen dem Aufsteiger VfB Stuttgart mit 1:2 (1:0), benötigen nun in ihrem letzten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga bei Werder Bremen einen Sieg.


14. Mai 2021

Fans aufgepasst: Borussia stellt neues Heimtrikot vor

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat sein neues Heimtrikot präsentiert. Das neue Jersey wird bereits gegen den VFB Stuttgart am Samstag zum Einsatz kommen.


14. Mai 2021

Terzics Dortmund-Triumph ist eine schwere Hypothek: Darum ist Marco Rose der Verlierer der Saison

Edin Terzics Triumph mit Dortmund ist für den künftigen Trainer des BVB eine schwere Hypothek. Zumal der in Mönchengladbach viele Baustellen aufgerissen hat. Zeit für Zukunftsszenarien.


14. Mai 2021

Transfer-Probleme: Gladbachs Sportdirektor Eberl: „Kommt geballt was auf uns zu“

Borussia Mönchengladbach wird auf dem Transfermarkt nicht viel reißen können, vermutet Sportdirektor Max Eberl.


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