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Noch Busplätze gegen Freiburg verfügbar
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DFL terminiert Spieltage 14 bis 21
Borussias fixe Bundesliga-Termine in der Übersicht: 11. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 – Borussia (Freitag. 5. November, 20:30 Uhr) 12. Spieltag: Borussia – SpVgg. Greuther Fürth (Samstag, 20. November, 15:30 Uhr) 13. Spieltag: 1. FC Köln - Borussia (Samstag, 27. November, 15:30 Uhr) 14.... mehr
DFB-Pokal in Flutlichtatmosphäre – sicher Dir jetzt noch Deinen Platz im Fanbus
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Karten und Busplätze für die Hinrunde verfügbar
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Pressespiegel

27. Nov 2021

Derby mit Intensitäts-Garantie: Köln gegen Gladbach hat lange nicht mehr so viel versprochen

Ein ausverkauftes Stadion sorgt auch für kritische Stimmen. Doch bei den Protagonisten und den meisten Fans ist die Vorfreude aufs Derby groß. Denn sportlich darf man einiges erwarten von Köln gegen Gladbach, wozu diesmal auch die Gastgeber ihren Teil beitragen.

 


27. Nov 2021

Derby im Live-Ticker: Köln gegen Borussia vor vollen Rängen

Kaum ein Bundesliga-Duell bietet so viel Tradition und Brisanz wie ein Spiel zwischen Köln und Borussia. Am Samstag treffen die beiden Klubs wettbewerbsübergreifend zum 104. Mal aufeinander. In unserem Live-Ticker verpassen Sie nichts.

 


26. Nov 2021

Borussias Serie im Derby: Im November gefällt es den Gladbachern besonders gut in Köln

Neunmal trat Borussia in der Bundesliga im elften Monat des Jahres beim 1. FC Köln an – neunmal ging sie als Gewinner vom Platz. Verbunden waren die Siege fast immer mit besonderen Leistungen der Gladbacher. Folgt nun der zehnte Streich?

 


26. Nov 2021

Regionalliga: Borussias U23 trifft bei Fortuna Köln auf einen alten Bekannten

Bei Aufstiegskandidat Fortuna Köln, der vom ehemaligen Gladbacher Co-Trainer Alexander Ende trainiert wird, will Borussias U23 ihre Negativserie beenden. Coach Heiko Vogel weiß indes um die Schwere der Aufgabe gegen das Regionalliga-Spitzenteam.

 


26. Nov 2021

Jetzt bestellen: Neues RP-Buch lässt die wichtigsten Borussia-Momente lebendig werden

Unsere Borussia-Reporter erinnern an die bedeutendsten Momente und Protagonisten der Vereinsgeschichte, an große Triumphe und bittere Tränen - mit ikonischen Bildern, prägnanten Texten und einem verblüffenden 3D-Druck-Effekt.

 


26. Nov 2021

Kann Baumgart schwimmen?

Es ist lange her, dass die Stimmung beim 1.FC Köln so gut war, wie das aktuell der Fall ist. Nach düsteren Jahren, in denen Trainer wie Markus Anfang, Achim Beierlorzer und zuletzt Markus Gisdol eher als Verwalter des Elends wahrgenommen wurden und wo es einer Reaktivierung des verdienstvollen Ruheständlers Friedhelm Funkel bedurfte, um dem eigentlich mehr als verdienten Abstieg gegen coronagebeutelte Kieler gerade noch so von der Schippe zu springen, wird der neue Trainer Steffen Baumgart momentan geradezu als Messias wahrgenommen. Fehlt nur, dass er über Wasser geht …! In der Tat ist Baumgart zuletzt einiges gelungen. Die Mannschaft spielt aktiven Fußball, man hat das Gefühl, dass die Ideen des Trainers greifen, und sogar der ehemalige Heilsbringer Anthony Modeste – im letzten Jahr praktisch abgeschrieben und nach St. Etienne verliehen – blüht plötzlich wieder auf und rangiert in der Spitze der Bundesliga-Torschützenliste. Mancher in Köln mag sich angesichts der positiven Rückmeldungen, die auf Trainer und Mannschaft einprasseln, bereits wieder auf Kurs Champions League wähnen. Betrachtet man jedoch die nackten Ergebnisse, sieht das alles deutlich nüchterner aus. Pflichtsiegen gegen Hertha, Bochum und Fürth stehen erwartbare Niederlagen gegen Bayern und Dortmund sowie ein deutliches 0:5 in Hoffenheim gegenüber. Dazu kommen sage und schreibe 6 Unentschieden meistenteils gegen Konkurrenten auf Augenhöhe. In der Summe stehen daher 15 Punkte, die momentan zu Tabellenplatz 12 reichen, also für das untere Mittelfeld. Unterstellt man angesichts der zitierten Lobeshymnen, dass der 1.FC Köln momentan sein Potential ziemlich gut ausschöpft, ist das eine eher ernüchternde Bilanz, die – sollten die direkten Konkurrenten des FC aus Augsburg, Stuttgart oder Bochum nachhaltig anfangen zu punkten – schnell auch wieder in den Abstiegskampf führen kann. Im schlimmsten Fall würde das mit der Feststellung enden, dass Baumgart nicht mal schwimmen kann …! Am Samstag fehlt den Kölnern auf jeden Fall Timo Horn, der bis zum Jahresende ausfällt. Der Einsatz von Modeste wurde die ganze Woche über als ungewiss bezeichnet, mittlerweile zeichnet sich wohl ab, dass er spielen kann. Auch bei Borussia Mönchengladbach lichtet sich das Lazarett. Lainer und Elvedi sind höchstwahrscheinlich am Samstag im Kader, Elvedi wird sogar schon als Startelfkandidat gehandelt. Dagegen fallen Beyer, Embolo, Jantschke und Kramer weiter aus. Ungeachtet der Einsatzbereitschaft von Elvedi scheint es wahrscheinlicher, dass die Aufstellung aus der Partie gegen Fürth erneut an den Start gehen darf – vorausgesetzt, dass sich Patrick Herrmann von seinem ersten durchgespielten Spiel seit gefühlten Jahrzehnten bereits erholt hat. Die aktive Spielweise der Kölner könnte der auch in diesem Spiel leicht favorisierten Borussia sogar entgegenkommen, bieten sich gegen hoch pressende Mannschaften doch eher Räume zum Spielen als gegen tief stehende Abwehrreihen. Das setzt voraus, dass es auch unter Druck gelingt, sauber von hinten heraus zu spielen und so das gegnerische Pressing zu sezieren, gleichzeitig aber Modeste und Uth unter Kontrolle zu halten. Gelingt das, sollte den Gladbachern das eine oder andere Tor gelingen. Defensiv ist sind die Kölner durchaus anfällig – 18 Gegentore in 11 Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Das Spiel ist wichtig, nicht nur, weil es sich um das Derby handelt, sondern auch deshalb, weil mit einem Sieg die aufsteigende Tendenz der letzten Wochen gefestigt und der Anschluss an die angestrebten Tabellenregionen hergestellt werden kann. Sollten sich als Nebeneffekt eines Sieges in Köln erste Zweifel an den Schwimmfähigkeiten des aktuellen Kölner Messias zeigen, wäre das ein netter Nebeneffekt. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Borussia kommt ins Rollen. Modeste darf einmal, aber nur zum Ehrentreffer. Gladbach gewinnt 3:1. Michael Heinen: Mit neuem Trainer geht Borussia endlich einmal motiviert ins Derby und schlägt den Effzeh in einer fulminanten Partie 5:1. Thomas Häcki: In einer von Kampf geprägten Partie kratzt und beißt der Effzäh, die Borussia hält dagegen. Am Ende steht ein 1:1. Christian Spoo: Borussia kann mehr, Köln will mehr. Ein packendes Derby endet ohne Sieger. 2:2. Claus-Dieter Mayer: Dieses Derby hat alles was dazu gehört: Strittige VAR-Entscheidungen, Rote Karten, Rudelbildung, Rauchbomben, …, nur einen Sieger gibt es nicht, da es am Ende ein ganz und gar nicht schiedliches und erst recht nicht friedliches 1:1 gibt.


21. Nov 2021

Pflichterfüllung

Über Pflichten wird momentan in der Öffentlichkeit so stark diskutiert wie noch nie zuvor. Für einen zivilisierten Menschen sollte es stets eine natürliche Pflicht zur Solidarität mit der Gesellschaft geben. Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo das Allgemeinwohl sowie Gesundheit und Leben anderer bedroht werden. Da sich allerdings rund 15 % der erwachsenen Bevölkerung ohne rationalen oder sonst wie nachvollziehbaren Grund ihrer gesellschaftlichen Pflicht verweigern, wird die Politik entgegen aller bisheriger Beteuerungen schon bald keine andere Wahl mehr haben, als die Pflicht zur Impfung gegen das Corona-Virus gesetzlich vorzuschreiben. Auch Borussia hat sich in den vergangenen Wochen so mancher vermeintlicher Pflicht „verweigert“ und z. B. in Augsburg oder Berlin unnötig Punkte liegen gelassen. Am Samstag wurde aber die Mutter aller Pflichtaufgaben in dieser Saison erfolgreich bewältigt. Das Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Fürth wurde mit 4:0 gewonnen und war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der sich offenbarende Klassenunterschied ist zum einen mit der Schwäche der Gäste zu erklären, die in der 1. Bundesliga offensichtlich überfordert sind und im Grunde bereits jetzt ihre Planung für die kommende Zweitligasaison beginnen können. Andere Aufsteiger, wie Bielefeld, Union oder Bochum haben in den vergangenen Jahren vorgemacht, wie auch finanziell krass benachteiligte Vereine im Oberhaus bestehen können. Den Fürthern ist es leider nicht gelungen, diesem Beispiel zu folgen. Zum anderen ist aber die Souveränität der Borussia zu loben, die das Spiel von der 1. Minute mit dem notwendigen Ernst angegangen sind und anders als vor drei Wochen gegen Bochum nach den ersten Toren weiter konzentriert zu Werke gingen. Positiv zudem, dass sich Florian Neuhaus, Alassane Plea und Lars Stindl gegenüber den letzten Wochen verbessert zeigten und zu den besten Spielern auf dem Platz gehörten. Tabellarisch half der Sieg vornehmlich, sich im dichten Mittelfeld zu etablieren und den Anschluss an die europäischen Plätze nicht aus den Augen zu verlieren. Um in diese wieder vorzudringen, sind weitere Erfolge in den kommenden Wochen erforderlich. Mit zwei Siegen über den 1. FC Köln sowie den SC Freiburg – zum Glück zuhause – könnte die Hinrunde nach dem etwas holprigen Start doch noch einen gelungenen Verlauf nehmen. Dies ist umso wichtiger als dass diese Winterpause vermutlich spannender wird als die vorherigen. Die im Sommer auslaufenden Verträge von Ginter und Zakaria könnten Max Eberl bei einem entsprechenden Angebot über einen Winterverkauf nachdenken lassen. Die aus Italien kolportierten fünf Millionen Euro, die der AS Rom angeblich für Zakaria anbieten möchte, können dabei allerhöchstens als Einstiegsgrundlage verstanden werden. Bei allen finanziellen Nöten durch die Corona-Krise sollte Borussia seine Top-Spieler nicht unter Wert verkaufen. Eine Rückrunde ohne den Schweizer würde die Wahrscheinlichkeit deutlich reduzieren, dass Borussia im kommenden Sommer ins internationale Geschäft zurückkehrt. Bei einem Angebot in zweistelliger Millionenhöhe wird es allerdings interessant, denn grundsätzlich kann es sich Borussia kaum leisten, im Sommer ggf. gleich zwei Stammkräfte ablösefrei zu verlieren, die einst mit Ablösen von > 30 Mio. € gehandelt wurden. Hinzu kommt, dass gleich bei neun Spielern aus dem erweiterten Stamm im darauffolgenden Jahr 2023 der Vertrag ausläuft: Bei Sommer, Stindl, Kramer und Jantschke dürfte es Borussia in der eigenen Hand haben, ob die Verträge noch einmal verlängert werden. Thuram, Bensebaini, Plea, Hofmann und Embolo sollten sich dagegen attraktive Alternativoptionen bieten. Umso wichtiger wäre eine Teilnahme am europäischen Wettbewerb in der kommenden Saison, um den Spielern gute Argumente für einen Verbleib in Mönchengladbach bieten zu können und dies mit den daraus resultierenden Finanzmitteln zu untermauern. Um sich die Chance auf Europa zu wahren, muss Borussia die kommenden Pflichtaufgaben genauso engagiert und ernsthaft angehen wie am vergangenen Samstag. Am Wochenende wartet eine Aufgabe, die für einen Borussen die allerwichtigste Pflicht zu sein hat und die keinesfalls lässig mit der Zweitbesetzung angegangen werden darf. In den letzten beiden Spielzeiten konnte Borussia ihr Derby in der Domstadt jeweils für sich entscheiden, wie sie sich auch historisch dieser lästigen Pflicht meist gut zu entledigen verstand: 25 Auswärtssiegen in Köln stehen nur 14 Niederlagen gegenüber. Um am Samstag den 26. Erfolg einzufahren, muss Borussia endlich auch auswärts wieder so auftreten wie bislang in dieser Saison fast nur im Borussia-Park. Von sieben Partien auf fremden Plätzen war einzig jene in Wolfsburg ordentlich. Aber wo wäre es schöner und einfacher als in Köln, den zweiten Auswärtssieg einzufahren und damit pflichtbewusst das Allgemeinwohl aller Borussen-Fans zu steigern?!


19. Nov 2021

Wann war ein Pflichtsieg mehr Pflicht?

Auch wenn Borussia Mönchengladbach mit Tabellenplatz 9 derzeit gemessen an den eigenen Ansprüchen „nur“ im Mittelfeld der Tabelle rangiert – selten war vor einem Bundesligaspiel die Favoritenrolle klarer auf Seiten der Gladbacher als sie das morgen sein wird. Bereits in der Sommerpause und auch zum Zeitpunkt unseres Bundesliga-Checks war klar, dass der Bundesligaaufsteiger aus Fürth es vermutlich schwer haben würde. Bereits der Aufstieg war eine faustdicke Überraschung. Der Abgang von Spielern wie Raum und Stach, erstgenannter bei Hoffenheim mittlerweile sogar zum Nationalspieler gereift, kombiniert mit dem Ausbleiben bundesligaerfahrener Verstärkungen hat die Mannschaft nicht stärker gemacht. Man kann annehmen, dass dies den Verantwortlichen auch bewusst war. Dennoch – dass nach 11 Bundesligaspielen nur ein einziger magerer Punkt, errungen am 2. Spieltag im Heimspiel gegen Bielefeld, auf der Habenseite stehen würde, hat man sich sicher nicht vorgestellt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass in Franken mittlerweile jede Aufstiegseuphorie verpufft ist und die Devise mittlerweile lautet, nicht alle Negativrekorde der Bundesliga brechen zu wollen – so Trainer Leitl in der jüngsten Ausgabe des Kicker. Dennoch haben sowohl Adi Hütter als auch Max Eberl – letzterer mit einer Vergangenheit als Spieler in Fürth – vor dem Spiel am Samstag zurecht darauf hingewiesen, dass der kommende Gegner zuletzt stärker geworden ist und einige Spiele eher unter Wert abgegeben hat – so war die in der Nachspielzeit erlittene Heimniederlage gegen Frankfurt extrem unglücklich. Und: Vergessen wir Hrgota nicht! Aber trotzdem – auch wenn Borussia mit Beyer, Elvedi, Embolo, Jantschke und Lainer fünf Verletzte zu beklagen hat, von denen vier jederzeit Startelfkandidaten sind: Ohne Wenn und Aber bleibt Borussia Mönchengladbach am Samstag der klare Favorit. Und so wird es am Samstag darum gehen, diese Favoritenstellung zu bestätigen, aufzutreten wie ein Favorit. Denkbar, dass das ein zähes und unangenehmes Spiel wird, in dem der Gegner agiert wie andere Gegner, die sich für Borussia Mönchengladbach als äußerst unangenehm erwiesen haben. Wenn sich die Tendenz der letzten Wochen fortsetzt, in denen man den Eindruck haben konnte, dass sich die Kombination Gladbach-Hütter so ganz allmählich findet und festigt, wird die Mannschaft dafür Lösungen finden. Defensiv stellt sich die Mannschaft selbst auf. Egal ob in einer Dreier- oder Viererkette formiert – Scally, Ginter, Bensebaini und Netz werden auf dem Platz stehen, natürlich auch Zakaria. Bei der Besetzung der zweiten Sechserposition hängt es vermutlich an den Trainingsleistungen, ob der zuletzt unglücklich agierende Neuhaus nach einem – so Hütter – äußerst fruchtbaren Gespräch mit dem Trainer eine neue Chance in der Startelf erhält oder ob wieder Koné zum Einsatz kommt. Davor dürften Stindl, Hofmann, Plea und Thuram gesetzt sein. Insbesondere Marcus Thuram – der laut Trainer die Länderspielpause gut genutzt hat, um wieder vollends fit zu werden – könnte gegen einen tief stehenden Gegner eine Schlüsselrolle zukommen, sind es doch in der Vergangenheit oftmals seine Flankenläufe gewesen, die in eher statischen Spielen einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, an sich stabil stehende Abwehrreihen aufzubrechen. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Pflichtsieg. 2:0. Christian Spoo: Einfach ist nichts für Borussia. Auch nicht das vermeintlich leichteste Spiel der ganzen Bundesliga-Saison. Aber drei Punkte sind drei Punkte, und die gibt es auch für den mühseligen 2:1-Sieg. Michael Heinen: Es wird mal wieder Zeit für einen klaren Heimsieg: Borussia gewinnt 3:0. Claus-Dieter Mayer: Wie schon bei Schalke im Vorjahr fragt sich die ganze Liga, welches Team so dumm sein wird, als Erstes gegen Fürth zu verlieren. Nach einem glanzlosen 2:0-Sieg, können wir zumindest erleichtert festhalten, dass es nicht die Borussia ist. Thomas Häcki: Fürth spielt mutig, aber der Qualitätsunterschied bleibt deutlich. Die Borussia gewinnt 3:1, weil man einmal den Hrgota vergisst.


12. Nov 2021

Neue Besen - seids gewesen!

Das hatte die Bundesliga so auch noch nicht erlebt: Die ersten 6 Team der Vorsaison gingen alle mit einem neuen Trainer in die neue Spielzeit, dazu mit der Borussia aus Gladbach auch noch der Achte. Nur Tabellensiebter Union Berlin und Urs Fischer blieben zusammen; so ist das halt, wenn man glaubt unbedingt anders sein zu müssen! Längst nicht alle dieser Trainerwechsel waren dabei vom Verein gewollt, sondern zum Teil Resultat eines Domino-Effekts. Dortmund klaut der Borussia den Trainer, die wiederum bedient sich bei der Frankfurter Eintracht, der dann nichts Anderes übrigbleibt, als in Wolfsburg zuzugreifen. Im letzteren Fall war es dem abgebenden Verein wohl nicht so unrecht, denn Sportdirektor Joerg Schmadtke mag die Spezies Trainer anscheinend aus Prinzip nicht und ist eigentlich immer gern bereit den momentanen Übungsleiter wieder gehen zu sehen, egal wie erfolgreich dieser ist. Wie auch immer, die Wolfsburger holten dann Mark van Bommel aus den Niederlanden. Die zweite Kette war etwas kürzer: Bayern holt Nagelmann aus Leipzig, welches dann einfach bei der Salzburger Filiale Ersatz findet. Gänzlich ohne weiteren Einfluss auf andere Vereine blieb hingegen die Verpflichtung Gerardo Seoanes in Leverkusen. Nachdem nun ein Drittel der Saison vorbei ist, stellt sich die interessante Frage, was all diese Neubesetzungen denn nun gebracht oder verändert haben. Klar ist dabei, dass sich nicht jedes Team sich tabellarisch verbessert haben kann, denn für jeden Platz den eine Top 6 Mannschaft nach oben klettert, muss zwangsweise einen andere einen Rang abrutschen. Das ist zwar unglaublich banale Mathematik, die im Übrigen auch dann noch gelten würde, wenn jeder Club den Super-Trainer Klon aus Pep Guardiola und Juergen Klopp verpflichtet hätte, wird aber von den Beteiligten gern ignoriert. Also gehen wir es mal schnell (von oben nach unten in der Vorjahrestabelle) durch Bayern/Nagelsmann: In der Vorbereitung hat man etwas geschwächelt, aber die Hoffnung, die Bayern könnten noch eine Nummer zu groß für Deutschlands Trainer-Wunderkind sein, erfüllte sich nicht. 40 Tore in 11 Bundesligaspielen, 17 in 4 Champions-League-Spielen, vor allem die Offensive der Münchener läuft bereits auf Hochtouren. Nur im Pokal lief es zuletzt nicht ganz so gut (wir berichteten bereits darüber). Insgesamt aber wird es wohl eher eine Saison der Marke Flick/Guardiola denn ein Kovac/Ancelotti-Gerumpel. Letztendlich wird Nagelsmann natürlich an den KO-Runden in der Champions-League im Frühjahr gemessen werden, aber bis dahin kann man ihm wohl einen ordentlichen Einstand attestieren. Leipzig/Marsch: Nach dem Nagelsmann den Sachsen einen variableren Spielstil verpasst hatte, geht es unter dem amerikanischen Trainer wieder zurück zur alten „You can call me Ralf“ RB-Pressing-Schule. Resultat: der schlechteste Saisonstart in den bisherigen 5 Bundesligajahren und das Ausscheiden aus der Champions-League (in einer allerdings auch harten Gruppe). Gut, dass sich eigentlich niemand dafür interessiert, was bei den Rasenballern abgeht, denn bei anderen Vereinen mit ähnlichen Ansprüchen wäre vermutlich die Trainerdiskussion schon längst eröffnet. Der starke Auftritt gegen Dortmund und nur ein Punkt Rückstand auf Platz 4 tragen ebenfalls dazu bei, dass Jesse Marsch weiterhin ungestört arbeiten kann. Unser Fazit: Ein Qualitätsverlust auf der Trainerbank, aber mit dem Kader bleibt RB auch so Anwärter auf einen CL-Platz. BVB/Rose: „Inzwischen sagen die Dortmunder schon selbst, dass sie zu lässig spielen“. Normalerweise zitieren wir die Sport-Bild eher ungern, aber Jochen Koenens Kommentar zum BVB in dieser Woche hatte dann doch etwas zu viel Schmunzelfaktor, um ihn gänzlich zu ignorieren. Lässigkeit und 0:4 Pleiten in Europa, so kannte man Marco Rose auch in Gladbach. Die Süddeutsche Zeitung schreibt vom „Schattenmann“ Terzic, die Bild munkelt von einer Schonfrist bis zum Jahresende. Trotz Platz 2 in der Liga, läuft das alles nicht so rund für die Probstheidaer Ich-AG. Das Ganze sagt vielleicht weniger über die Qualitäten von Marco Rose und seinem Trainerteam als, als über die verquere Erwartungshaltung rund um den Borsigplatz, aber bislang schmeckt das Ganze nach einem deftigen „We told you so!“ Wolfsburg/van Bommel: Ähhmm, ja… Mit Jörg Schmadtke und den Trainern ist das so ein bisschen wie mit Lothar Matthäus und den Frauen: Der Sex mag zeitweilig geil sein, aber man weiß, es wird nicht gut enden! Diese Beobachtung würde wohl für jede Trainer-Verpflichtung Schmadtkes gelten, aber bei der Bekanntgabe Mark van Bommels als neuer Wolfsburg-Coach gingen schon früh manche Augenbrauen hoch. Außer einer großen Spielerkarierre und anderthalb Jahren Erfahrung als Trainer des PSV Eindhoven hatte van Bommel wenig zu bieten. Nach einem peinlichen Wechselfehler im Pokal war der Liga-Start dann aber sehr erfolgreich. Allerdings hatte der VFL das Glück in den ersten 4 Spielen gleich gegen beide Aufsteiger spielen zu dürfen und Bommel profitierte auch von einer noch unter seinem Vorgänger eingespielten Mannschaft. 8 sieglose Pflichtspiele später hatte es sich dann ausgebommelt. Traurig nur, dass Michael Frontzeck nur einen Tag lang Chef sein durfte und wir ihn somit nicht zumindest einmal in der Champions-League als Trainer erlebten. Frankfurt/Glasner: Ein Österreicher ersetzt den anderen. Bei allen Turbulenzen rund um die Eintracht in diesem Frühjahr schien die Verpflichtung von Oliver Glasner die absolut beste Nachricht für die Hessen zu sein. In Wolfsburg hatte er sein Team mit Ruhe und Akribie stetig verbessert und letztendlich verdient in die Champions-League geführt. Der perfekte Trainer also um die Eintracht in der Bel-Etage der Liga zu etablieren? Nur 2 Siege aus den ersten 11 Spielen sprechen eher nicht dafür, zumal beide ziemlich glücklich waren, was bei einem Auswärtssieg in München noch verzeihbar, bei einem unverdient erduselten 2:1 in Fürth aber eher peinlich ist. Glasner hadert mit einem Team, dessen Fußball bisher darauf ausgerichtet war, einen Stoß-Stürmer mit Flanken zu füttern. Andere taktische Ausrichtungen scheinen der Mannschaft noch schwer zu fallen, aber die bisherige Taktik scheitert nach dem Abgang von André Silva am Fehlen des geeigneten Stürmers ebenfalls. Immerhin redet der gebürtige Salzburger die Lage nicht schön, sondern gibt sich durchaus selbstkritisch („zu wenig, auch von mir“). Sollte sich die Eintracht in der Liga aber nicht bald konsolidieren, wird ihm weder das noch Erfolg in der Europa-League viel nutzen. Leverkusen/Seoane: Der Schweizer Trainer galt lange Zeit auch als heißer Kandidat für die Borussia und hatte einen sehr guten Start. Nach 7 Spieltagen lag man punktgleich mit den Bayern und einem Torschnitt von fast 3 auf Platz 2. Aber genau wie im Vorjahr war die Herrlichkeit nach einer Heimniederlage gegen die Bayern urplötzlich vorbei. Seit 4 Spielen gab es keinen Sieg mehr in der Liga und im Pokal dazu noch eine Heimniederlage gegen KSC. Man hat solch ein Pfui nach wochenlangem Hui bei Bayer in der Vergangenheit schon so oft gesehen, dass man zum einen überhaupt nicht mehr darüber überrascht ist und zum anderen allmählich glaubt, dass dies nicht nur am jeweiligen Trainer liegen kann. Die Anfangseuphorie um den Schweizer Trainer ist auf jeden Fall längst verflogen. Damit bleibt noch einer in unserer Liste übrig: Borussias neuer Cheftrainer Adi Hütter. Ca. 15 Minuten lang konnte auch dieser von einer Anfangseuphorie träumen, als die Borussia im ersten Bundesligaspiel gegen Bayern loslegte wie die Feuerwehr. Solch aggressives Pressing hatte Marco Rose vielleicht dereinst mal versprochen, aber vor allem in der zweiten Saison unter ihm hatte man kaum noch etwas davon gesehen. Die Bayern zeigten sich beeindruckt, kamen kaum zur Entfaltung und lagen bald 1:0 zurück. Leider konnte die Borussia das alles nicht durchhalten (im Gegenteil zu jüngsten Pokalspiel) und hatte auch noch Pech mit 2 Elfmetern, die ihr verweigert wurden. Die folgenden Spiele brachten dann die völlige Ernüchterung: 3 Niederlagen in Leverkusen, bei Union und vor allem in Augsburg, ließen die Alarmglocken dermaßen schrillen, dass selbst betagte Ex-Seitenwahl-Redakteure (naja, zumindest einer) sich gemüßigt sahen noch einmal zur Feder zu greifen wie Joachim Schwerin der am 22.9. befand, dass der „Zenit überschritten“ sei in Gladbach. Es war vielleicht ein voreiliger Nachruf, denn im nächsten Spiel stand Adi Hütter zum ersten Mal der Franzose Manu Koné für die Startelf zur Verfügung, der zusammen mit Denis Zakaria im defensiven Mittelfeld die Angriffsversuche der Dortmunder mit aggressivem frühen Stören im Keim erstickte und andeutete wie der echte Hütter-Fußball aussehen könnte. Es läuft längst nicht alles perfekt bei der Borussia seitdem, aber mit 11 Punkten aus 6 Spielen sowie dem grandiosen 5:0 über die Bayern, scheint man auf dem richtigen Weg zu sein. Als erster Trainer hat Hütter die 3er/5er-Kette als eine erfolgversprechende Variante in Gladbach etabliert (ganz anders als Rose in Dortmund, der sich dafür von Marco Reus wie ein Schuljunge tadeln lassen muss). Noch dazu hat er mit Koné, Scally, Netz und auch Beyer eine Reihe junger Spieler in der Stammelf etabliert, wie man es im Borussia-Park länger nicht mehr gesehen hat. Allzu großer Optimismus kommt wegen zahlreicher Verletzungen in Gladbach im Moment noch nicht auf, aber die bisherige Arbeit des Trainers bewertet man eher positiv. Die hier gelisteten Einzelurteile über den Einstand dieser Trainer sind hoffentlich informativ und auch amüsant, aber es ist vor allem die Gesamtheit dieser Zwischenzeugnisse und ihre Gemeinsamkeiten, die ich interessant finde. Sieben Trainer, die alle (bei van Bommel vielleicht nicht so ganz) schon ihre Expertise erfolgreich bewiesen haben. Sieben Vereine, die alle das Potenzial und den Anspruch haben, „oben“ (was auch immer das in jedem Fall bedeutet) dabei zu sein. Sieben Trainer, bei denen es außer bei Nagelsmann aber bei weitem noch nicht so richtig rund bzw. gar nicht mehr läuft. Man ist andere Märchen-Stories gewohnt: Jürgen Klopp, der ein abgewracktes Borussia Dortmund zum zweifachen Meister und CL-Finalisten machte. Lucien Favre, der Gladbach in einem Wunder vorm Abstieg bewahrte und darauf wieder zu einem nationalen Spitzenteam machte. Julian Nagelsmann, dem ähnliches in Hoffenheim gelang. Braucht es denn nicht nur einen Trainer, der erkennt, was schiefläuft, die Weichen stellt und – Halleluja! – es geht wieder aufwärts? Wie kann ein Glasner, der bei Wolfsburg so erfolgreich wirkte es in Frankfurt (in der Vorsaison nur 1 Punkt hinter Wolfsburg gelandet) so schwer finden. Warum kann Marco Rose, obwohl er doch so prima nach Dortmund zu passen schien den BVB nicht wach küssen? Die Antwort ist gar nicht so schwer: Es gehören halt immer zwei Komponenten dazu; der Trainer ist die eine, der Verein, den er übernimmt die andere. Und wenn mit Seoane jetzt auch der zigste Leverkusen-Trainer einen seltsamen phlegmatisch und unambitionierten Club nicht von der Stelle bewegt und wenn Marco Rose wie schon Thomas Tuchel oder Lucien Favre in Dortmund zwar Punkte holt, aber die schon krankhafte Sehnsucht der Schwarzgelben nach dem „neuen Klopp“ nicht wirklich befriedigen kann, dann spricht vieles dafür, dass es oft weniger am Trainer als am Verein liegt. Die Extrembeispiele, die einem hier einfallen, sind natürlich der HSV oder Schalke 04. Sicher haben die auch manche Fehler bei ihrer Trainerwahl gemacht, aber schon der pure Zufall sollte dafür sorgen, dass bei 1-3 Trainern pro Jahr irgendwann auch mal einer dabei gewesen sein wird, der eigentlich ziemlich talentiert ist. Aber was kann der machen, wenn er mit einer Vereinskultur der Willkür und des Chaos konfrontiert wird, eine Mannschaft übernehmen muss, die das Resultat jahrelanger Fehlplanung ist. Es gilt natürlich auch im Positiven: bei den Bayern braucht man keinen scharfmachenden Motivator, die „Mia san Mia“-Philosophie verkörpert nicht nur eine gewisse Arroganz, sondern auch implizit auch die höchsten Ansprüche an sich selbst. Ein Bayern-Trainer wird selten Probleme mit dem mangelnden Ehrgeiz seiner Spieler haben. Die Fälle wo ein Trainer also schnell einen Riesenunterschied machen kann, sind daher beschränkt auf die Situationen, wo außer der taktischen Ausrichtung und Aufstellung alle anderen Parameter im Verein stimmen. Genau das trifft auf den Fall von Lucien Favre 2011 zu. Den kann man vergleichen mit einem Restaurant in guter Lage, wo der Manager sehr gute Zutaten in die Küche liefern lässt aber der bisherige Koch leider nur ein 2-wöchiges Praktikum bei Burger-King vorweisen kann. In den Händen eines Sterne-Chefs a la Favre kann sich das Ganze aber in kurzer Zeit in einen Gourmet-Palast verändern. Aber kommen wir zur Borussia 2021 zurück. Im Bundesliga-Vergleich kam Adi Hütter in diesem Sommer sicher zu einem intakten Verein (vermutlich auch einer seiner Gründe sich für den VFL zu entscheiden), aber perfekt waren die Voraussetzungen nicht. Die nötige Auffrischung des Kaders hatte sich durch die COVID bedingte Trägheit des Transfermarktes nicht ergeben, noch dazu gab es von Beginn an Verletzungsausfälle einiger Schlüsselspieler. Es gibt also durchaus Gründe, warum die Borussia nicht gleich durchstartete in diesem Herbst. Auch in der Vorsaison dauerte es eine Weile bis Hütter Frankfurt so richtig zum Laufen brachte: Nach dem 11. Spieltag hatte die Eintracht sogar noch einen Punkt weniger als die Borussia jetzt und stand auf Platz 9, bevor man dann eine fabelhafte Serie hinlegte und zum Schluss die CL nur um einen Punkt verpasste. Aber selbst wenn die Saison nicht so erfolgreich laufen sollte wie erhofft, ist (siehe oben) der Trainer nur eine Komponente über die man nachdenken muss. Joachim Schwerin macht in seinem Artikel im September die Kaderstruktur als Schwachpunkt aus (Keywords: Wohlfühloase, Schwiegersöhne,...). Ich bin (noch) nicht so völlig überzeugt, dass dies wirklich das große Problem der Borussia ist, aber wir werden sehen. Noch sind mehr als 2/3 der Saison zu spielen und gewisse positive Entwicklungen gab es ja bereits. Hoffentlich kann die Borussia dann beim nächsten Trainerbeben außenstehend amüsiert zuschauen.


06. Nov 2021

Einen Punkt gewonnen, zwei Spieler verloren

Borussia Mönchengladbach spielt gegen eine kampfbetonte, läuferisch starke Mannschaft, die sich mit diesen Tugenden zudem im oberen Tabellendrittel festgesetzt hat? In der Vergangenheit reichte dies, um mit den Kindern eine Runde Malefiz zu spielen, die alte Sissi-Sammlung zu entstauben oder irgendeiner handwerklichen Tätigkeit nachzugehen, die schon seit Monaten aufgeschoben wurde. Alles war besser, als sich von einem solchen Spiel die Laune verderben zu lassen, das am Ende ja sowieso durch ein spätes Gegentor mit 0:1 endet. Die Frage war also, ob die Borussia die zuletzt gezeigte Bissigkeit beibehält oder wieder in den alten Trott verfallen würde. Die Antwort fällt mit teils/teils aus. Mainz zeigte sich von Beginn an als der erwartete unangenehme Gegner, der nicht von ungefähr auf ein recht erfolgreiches 2021 zurückblicken kann. Mit Kampf, Härte und Bissigkeit versuchte man von Beginn an, dem Gast schon frühzeitig den Schneid abzukaufen. Und die Borussia? Sie hielt dagegen. In der von vielen kleinen Nickeligkeiten und Provokationen geprägten Partie war es der besonnenen Art von Schiedsrichter Schröder zu verdanken, dass das Spiel nicht bereits in der Anfangsphase entglitt. Nach einer halben Stunde kam es dann zu einem Schockmoment für die Borussia, die das weitere Spiel dann prägen sollte. Innerhalb von wenigen Minuten mussten zunächst Elvedi und dann Embolo bereits frühzeitig verletzt ausgewechselt wurden. Während Embolo positionsgetreu von Thuram ersetzt wurde, erzwang Elvedis Ausfall eine Umstellung, da Zakaria nun in die Verteidigung wechseln musste. Als kurz darauf auch noch Ginter behandelt werden musste, lag ein unheilvolles Deja-Vu zum Leverkusen-Spiel in der Luft. Doch die Borussia schüttelte sich nur kurz und kam zur Führung. Bensebaini hatte aus der Distanz abgezogen, Zentner lies den eigentlich nicht übermäßig gefährlichen Schuss vor die Füße des eingewechselten Neuhaus abprallen, der aus kurzer Distanz keine Mühe mehr hatte zu vollenden. Ein Wirkungstreffer. In der Folge beherrschte der Gast vom Niederrhein die Partie nunmehr klar und hätte mit ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit sogar auf 2:0 erhöhen können, was aber dann vielleicht ein bisschen viel des Guten gewesen wäre. Den guten Eindruck aus der ersten Hälfte konnten die Fohlen dann nur noch sehr eingeschränkt nach der Pause bestätigen. Die Gastgeber drängten von Beginn an auf den Ausgleich und starteten einen 30minutig währenden Sturmlauf auf das Gladbacher Tor der am Ende mit dem völlig verdienten Ausgleichstreffer durch Widmer gekrönt wurde. Der Borussia gelang es in keiner Phase sich aus der Umklammerung zu befreien. Einen Vergleich zur letzten Saison zu ziehen, als man Führungen vollkommen unnötig mit teilweise lethargischem Verwaltungsfußball aus der Hand gegeben hatte, verbietet sich aber. Das Team von Adi Hütter versuchte durchaus dagegen zu halten und investierte viel Arbeit. Allein gelang es nicht, die spielerische Qualität einzusetzen und für Entlastung zu sorgen, was auch daran lag, das die Offensivreihe um Thuram, Plea und Hofmann in der zweiten Hälfte völlig abtauchte. Die verletzungsbedingten Wechsel der ersten Hälfte sind hierfür sicherlich keine Entschuldigung, dürften aber eine gewichtige Rolle gespielt haben. Thuram zeigte, dass er derzeit noch nicht auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit ist und Embolo ersetzen könnte. Die Wucht der Schweizers wurde in der zweiten Hälfte ebenso schmerzlich vermisst, wie das Wirken von Denis Zakaria im zentralen Mittelfeld. Florian Neuhaus zeigte sich zwar im Vergleich zu seinen katastrophalen Auftritten in Berlin und gegen Bochum verbessert, doch gelang es ihm nicht, Zakaria zu ersetzen und ein ordnendes Element im Defensiven Mittelfeld zu sein. In der Folge blieben viele Befreiungsversuche bereits im Ansatz stecken oder fanden in der Offensive keine Abnehmer. Sicherlich wäre es richtig gewesen, das Spiel breit zu machen und den Ball laufen zu lassen, wie es Neuhaus nach dem Spiel treffend analysierte. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Mainz hierfür wenig Raum zuließ. Sicherlich wären auch schnelle Pässe in die Tiefe ein probates Mittel gewesen, doch hierfür fehlte es an der Passgenauigkeit sowie nach dem Ausfall von Embolo an geeigneten Abnehmern. Am Ende stand schließlich ein 1:1, dass im Spielverlauf glücklich anmutete, aufgrund einer sehr ordentlichen ersten Hälfte aber insgesamt verdient war. Auch wenn alle Seiten mit der Punkteteilung durchaus zufrieden sein können, sorgte der Spielverlauf im Nachhinein für wenig Begeisterung am Niederrhein. Insbesondere die Ausfälle von Embolo und Elvedi schmerzen. Der im System Hütter gewachsene Angreifer dürfte schwer zu ersetzen sein, beim Verteidiger wäre der Ausfall angesichts bereits drei weiterer Verletzter auf dieser Position fast schon dramatisch. Bensebaini und Zakaria stellen zwar Alternativen da, doch sind sie wiederum auf Ihren Positionen kaum ersetzbar, was auch in Mainz sichtbar wurde. Insofern sorgten auch die Äußerungen von Florian Neuhaus nach dem Spiel bei vielen für Kopfschütteln. Es ist klar, dass der Jungnationalspieler mit seinem aktuellen Status als Ergänzungsspieler nicht zufrieden sein kann. Wo er aber die „ein Stück weit fehlende Rückendeckung“ seitens des Vereins erkannt haben will, bleibt sein Geheimnis. Auch wenn gestern seine Leistungskurve wieder etwas nach oben zeigte, waren seine Auftritte in den vergangenen Wochen wahrlich keine Bewerbung für einen Startplatz. Zakaria und Koné haben derzeit die Nase eindeutig vor. Das Adi Hütter ihm trotzdem immer wieder die Gelegenheit gibt, sich zu beweisen, zeigt durchaus das der Trainer auch im aktuellen Leistungstief an ihn glaubt und ihm den Rücken deckt. Insofern hätte man sich ein Stück weit mehr Selbstreflexion vom Shootingstar der vergangenen 2 Jahre gewünscht. Ihm ist anzuraten, den Rat seines Trainers zu beherzigen und den Kampf anzunehmen. Aufgrund der Personalsituation dürfte er hierzu zweifellos die Chance bekommen.


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