BUSFAHRT ZUM HEIMSPIEL GEGEN MAINZ 05
Borussia erwartet im ersten Heimspiel des Jahres 2020 den FSV Mainz 05 im heimischen BORUSSIA-PARK (Samstag, 25.01.2020 - Anstoß: 15:30 Uhr). Die vom BORUSSIAFANCLUB KLEVE organisierte Busfahrt startet um 12:45 Uhr ab dem Vereinslokal Teamsports in Hasselt. Neben der Busfahrt können auch... mehr
Noch freie Plätze gegen ISTANBUL BASAKSEHIR
Interessierte Borussen können sich noch für die Busfahrt zum letzten Europa-League-Spiel gegen Istanbul Başakşehir FK über das Buchungsportal anmelden. Die Abfahrt erfolgt am Donnerstag, 12.12.2019 um 18:00 Uhr ab dem Vereinslokal Teamsports in Hasselt. mehr
BUSFAHRT ZUM HEIMSPIEL GEGEN FRANKFURT
Tabellenführer (!!!) Borussia Mönchengladbach erwartet im nächsten Heimspiel die Frankfurter Eintracht im heimischen BORUSSIA-PARK (Sonntag, 27.10.2019 - Anstoß: 18:00 Uhr). Die vom BORUSSIAFANCLUB KLEVE organisierte Busfahrt startet um 15:15 Uhr ab dem Vereinslokal Teamsports in Hasselt.... mehr
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Pressespiegel

14. Dez 2019

Fakten, Zahlen und Infos zum Spiel in Wolfsburg

Alle wichtigen Fakten und wissenswerten Informationen rund um das Auswärtsspiel am Sonntag (15:30...


14. Dez 2019

Der kommende Gegner im Porträt: VfL Wolfsburg

Am Sonntag (15:30 Uhr) gastiert Borussia am 15. Bundesliga-Spieltag beim VfL Wolfsburg. Wir stellen...


14. Dez 2019

Yann Sommer wird zum NRW-Fußballer des Jahres gekürt

Borussias Torhüter Yann Sommer ist bei der Sportlerwahl Nordrhein-Westfalen am gestrigen...


13. Dez 2019

Rose: „Müssen die Köpfe schnell wieder hoch nehmen“

Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel der Fohlen am Sonntag (15:30 Uhr) beim VfL Wolfsburg sprach...


13. Dez 2019

U17 geht mit Sieg in die Winterpause

Borussias U17 hat im letzten Punktespiel vor der Winterpause einen 3:0-Sieg gegen Preußen Münster...


14. Dez 2019

Aktuell das Maß der Dinge vor Bayer 04: In dieser Liga ist Gladbach schon Herbstmeister


14. Dez 2019

Stehauf-Borussen sind wieder gefragt: Ginter sicher: Euro-Aus haut uns nicht um

Nach Istanbul wartet der Bundesliga-Alltag auf Gladbach.


14. Dez 2019

Monatelang ohne Führerschein: Chauffeur hilft Gladbachs Sturmkante

Zum Training hat er einen privaten Fahrdienst.


14. Dez 2019

Reus und Havertz hinter sich gelassen: Gladbachs Sommer hängt in NRW alle ab

Torwart erhält vom Publikum die meisten Stimmen.


13. Dez 2019

Erster heftiger Rückschlag: Gladbach-Coach als Fohlen-Therapeut gefragt

Die Aufarbeitung des Europa-League-Aus hat begonnen.


14. Dez 2019

Alles Wichtige über Borussia Mönchengladbach

Welcher Spieler geht? Wer spielt am Wochenende? Was sagt der Trainer? Im Fohlenfutter lesen Sie alle Informationen und Hintergründe zu Borussia Mönchengladbach.

 


14. Dez 2019

Rose nun als Psychologe gefragt: Diese Folgen hat das Europa-Aus für Borussia

Für Mönchengladbach ist das Europa-Abenteuer vorbei, bevor es richtig begonnen hat. Nach dem Pokal-Aus ist es der zweite Wettbewerb, in dem das Team von Trainer Marco Rose frühzeitig scheitert. Das hat Folgen.

 


14. Dez 2019

Früherer Gladbach-Profi: Mo Idrissou droht Abschiebung nach Kamerun

Der frühere Bundesliga-Stürmer Mohamadou Idrissou steht offenbar vor der Abschiebung aus Österreich in sein Geburtsland Kamerun. Das bestätigte der Fußballverein, bei dem er momentan unter Vertrag steht.

 


14. Dez 2019

Analyse nach Borussias Aus: Das sind die Gründe für das Scheitern in der Europa League

Gegen Basaksehir FK blieb Borussia das Glück verwehrt, das sie häufig schon hatte in der Europa League. Auf internationalem Terrain fehlten dem Team von Marco Rose vor allem Konsequenz und Effektivität.

 


13. Dez 2019

Fehler bei Kullertor gegen Basaksehir: Mitspieler nehmen Borussia-Keeper Sommer in Schutz

Gegen Bayern München konnte Yann Sommer im letzten Moment einen Fehler mit dem Mittelfinger verhindern, gegen Basaksehir FK kullerte der Ball hinter die Linie. Seine Mitspieler nehmen Borussias Nummer eins in Schutz.

 


14. Dez 2019

Charaktertest in Wolfsburg

Das “Narrativ” gehört zu den Lieblingsworten des geschätzten Rasenfunk-Moderators Max-Jacob Ost. Gemeint ist damit eine übergreifende Geschichte (ein roter Faden), der manchmal zufällig wirkende Ereignisse wie die Ausgänge von Fussballspielen verbindet und allem einen Sinn gibt. Das Narrativ der Borussia in der Bundesliga in diesem Jahr ist schnell erzählt: Alter langweiliger Trainer geht, jüngerer aufregender Trainer kommt, anfangs hakts noch hier und da, dann wird es mit der Zeit immer besser….und wenn sie nicht gestorben sind, werden sie gar noch Meister. Nur die Europa-League schien sich zu sträuben, irgendwie in diese Geschichte reinzupassen, entwickelte dann aber mit der Zeit eine parallele Storyline: katastrophaler Anfang, mühseliges Dranbleiben mit 2 Unentschieden, dann Siege und zum Schluss das souveräne Weiterkommen im letzten Heimspiel. Dummerweise hatte ein gewisser Herr Crivelli das Skript wohl nicht richtig gelesen, so dass es über Nacht auf einmal hektisch umgeschrieben werden musste: von Anfang an der Wurm drin, bis auf Phasen gegen Rom unbefriedigend, Erfolge im wesentlichen Glück, am Ende verdient ausgeschieden. Das kann man so sehen, nur widerspricht es jetzt wieder komplett dem Bundesliga-Narrativ…, ja außer, ja außer man schreibt auch das wieder um. Damit wären wir auch irgendwie schon beim nächsten Ligaspiel des wahren VFL, welches beim falschen Namensvetter in Wolfsburg statt findet. Die Wolfsburger bringen dabei ihr eigenes Narrativ mit: Neuer Trainer aus Österreich, toller Start, dann Verletzung des Stareinkaufs Schlager, 0:6, kleine Krise, Fortsetzung folgt… Immerhin ist Xaver Schlager wieder dabei und im Gegensatz zur Borussia konnte der VW-Club auch die KO-Runde der Europa-League erreichen. Wie bei der Borussia (Zakaria) fehlt ein Spieler wegen Gelbsperre (Tisserand) aber ansonsten können beide Trainer relativ aus dem Vollen schöpfen. Auch wegen Schlagers Verletzung wirkte Wolfsburg in den letzten Wochen eher bieder in seinen Mitteln. Man hat mit 14 Gegentoren zwar immer noch die beste Abwehr der Liga (die Klatsche gegen Leipzig war im Pokal und beeinträchtigt diese Statistik somit nicht), aber ausser dem FC Köln hat auch kein anderes Team weniger Tore erzielt und fast die Hälfte davon (7 von 15) macht die Wolfsburger Lebensversicherung Wout Weghorst. Die von Glasner bis jetzt praktizierte gepflegte Defensive kann im Prinzip gegen Gladbach nicht das Stilmittel sein, denn für die Niedersachsen ist dies eine Woche der Wahrheit: Mit der Borussia und Schalke hat man nun in 2 Heimspielen (danach gehts noch zu den Bayern) die vielleicht letzte Chance, noch zu den internationalen Plätzen aufzuschlieβen oder droht ansonsten, im Niemandsland der Liga zu versinken. Die Ausgangslage der Borussia ist bekannterweise eine weitaus bessere: 11 Punkte liegt man vor den Wolfsburgern, die man in der Vorsaison nur mit einem Tor Vorsprung auf den 6. Platz verweisen konnte. Bis auf den schon erwähnten Zakaria, steht Marco Rose alles zur Verügung was sich Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz machen kann. Benes, Bensebaini und Plea könnten evtl. wieder in die Anfangsformation rücken, wobei Rose vor allem im Angriff die Qual der Wahl hat. Entscheidendend wird sein, wie die Mannschaft die Enttäuschung über das Ausscheiden im Europapokal wegstecken kann. Bislang hat man nie 2 Spiele in Folge verloren, was ein Zeichen für Stabilität ist. Betrachtet man nicht nur die Ergebnisse sondern auch die Leistungen in der Bundesliga in den letzten Wochen ist Gladbach in Wolfsburg Favorit, wenn da nicht diese grausame Serie wäre: Nur 2 mal in über 20 Jahren konnte man in Wolfsburg gewinnen: beim ersten Mal hatte ein gewisser Friedel Rausch seinen Spielern eingeimpft sie sollen “wie Männer” spielen (Ansagen wie diese gibt es im modernen Fussball nur noch in Dortmund) und dies retteten dann mit einem 2:0 den Klassenerhalt 1998; beim zweiten Mal hieß der Trainer Holger Fach und Jonas Kolkka (ja, den gab’s auch mal) erzielte den 3:1 Endstand. Seitdem gab es höchsten mal ein Unentschieden (wie das 2:2 im Vorjahr) zu holen. Vor 2 Jahren reiste man pikanterweise schon einmal mit einem 2:1 Sieg über Bayern im Gepäck nach Niedersachsen und bekam dort vom späteren Fastabsteiger eine schmerzhafte 3:0 Niederlage verpasst. Vermutlich sind aber all diese Narrative sowieso Quatsch, eine rückbetrachtende Überinterpetation, der Versuch von Fans und Journalisten einen tieferen Sinn zu finden in einem Sport, bei dem immer noch sehr vieles zufällig ist. “Life is what happens to you, while you are busy making other plans…” sang der grosse John Lennon (kurz bevor er feststellen musste, dass der Satz auch mit “Death” vorne funktioniert) und nachdem Crivelli schon dazwischen funkte, als wir gerade dabei waren die KO-Phase der Europa-League planten, muss man morgen aufpassen, dass der VFL Wolfsburg nicht die Pläne für die Herbstmeisterschaft durchkreuzt. Seitenwahl_Tipps: Claus-Dieter Mayer: Marco Rose ist stark, aber der Auswärts-Fluch der Burgen (Wolfsburg, Freiburg, Augsburg) ist stärker: mit einer verdienten 1:3 Niederlage in Wolfsburg muss die Borussia Abschied von der Tabellenführung nehmen . Thomas Häcki : Nun wird sich zeigen wie viel Spitzenteam in Gladbach steckt. Das absolut unnötige Ausscheiden ist schmerzhaft, aber nun gilt es, sich zu schütteln und die Antwort auf dem Platz zu geben. Mit der Wut im Bauch gewinnt die Borussia in einem zerfahrenen Spiel mit 2 :1 Michael Heinen: Seit über 16 Jahren wartet Borussia auf einen Sieg in Wolfsburg, wo es einst einen der dramatischsten Erfolge der Vereinsgeschichte zu feiern gab. Ganz so wichtig wie 1998 wird es zwar nicht, aber ein Sieg in Wolfsburg wäre ein Fingerzeig, dass die Mannschaft mit psychologisch schwierigen Situationen umzugehen weiß. Da dies auch schon nach dem Union-Spiel und dem Wolfsberg-Debakel gelang, tippe ich auf einen 2:1-Auswärtserfolg. Mike Lukanz: Teil der DNA ist nicht nur das tragische Scheitern der Mannschaft, sondern auch die Gefühlslage der Fans, die eine Niederlage sofort an den erneuten Abstieg in die Bedeutungslosigkeit glauben lässt. Borussia gewinnt in Wolfsburg recht souverän mit 2:0 und bleibt verdient Tabellenführer der Bundesliga. Christian Spoo: Wenn Borussia diesen Tritt in die Testikel schnell wegsteckt, ist in dieser Saison außer dem Gewinn von DFB- und UEFA-Cup alles drin. Dann ist man vielleicht doch schon recht weit in Sachen Spitzenmannschaftswerdung. Borussia verliert mit 0:2


13. Dez 2019

Borussia ist wieder da

W ir hatten es schon fast vergessen. Wie es sich anfühlt, das tragische Scheitern. Wie es ist mit langem Gesicht und leerem Kopf aus dem Stadion zu schleichen. Das vorerst letzte internationale Spiel von Borussia hatte fast alles, was einen bitteren Abend ausmacht. Crivelli gelang mit seinem späten Siegtor für Basaksehir Istanbul, gleich drei der Glücksmomente, die Borussia in dieser bis dahin so extraordinär verlaufenden Spielzeit erleben durfte, mit einem Schlag komplett wertlos zu machen. Als einziger deutscher Verein ist der Noch-Spitzenreiter der Bundesliga aus dem Europapokal ausgeschieden. Nüchtern betrachtet war die Partie gegen den Erdogan-Club der zweitbeste Auftritt, den Borussia in dieser Euro-League-Gruppenphase hingelegt hat. Gegen Wolfsberg katastrophal verloren, in den Auswärtssspielen von Istanbul und Rom mit Mühe und Glück gepunktet, hatte die Mannschaft die Angelegenheit am Donnerstag Abend fast über die komplette Spielzeit im Griff. 63 Prozent Ballbesitz sprechen eine deutliche Sprache, in der ersten Halbzeit fühlte es sich nach 90 Prozent an. Und doch war es eine seltsames Partie: Die Mannschaft war mit Ernst bei der Sache, ließ sich keine Sekunde hängen und kämpfte leidenschaftlich um jeden Ball. Auf der anderen Seite prägte eine bemerkenswerte Ratlosigkeit das Spiel. Die clever verteidigende Abwehr von Basaksehir, die zeitweise aus zehn bis elf Mann bestand, ließ fast keine Lücken. So gab es für ein derart überlegen geführtes Spiel eine minimale Anzahl an Torgelegenheiten für Borussia. Eine von zwei echten verwandelte Marcus Thuram zum eigentlich beruhigenden 1:0. Aber der Treffer änderte an der Grundsituation nichts.So viel hintenrum wurde zuletzt unter Lucien Favre gespielt. Gefühlt neun von zehn Angriffen brachen die Gladbacher ab, weil sie keine Idee hatten, wie sie sich erfolgreich zu Ende bringen lassen. Bei den Versuchen, schnell zu spielen oder die Defensive des Gegners spielerisch auszuhebeln, zeigten sich zudem ungewohnte Präzisionsmängel. Pässe kamen zu lasch oder nur ungefähr dahin, wo der Ball hinsollte. In der letzten Druckphase vor dem 1:2 artete das fast in Standfußball aus. Istanbul stand hervorragend, Borussia ratlos davor. Bewegung im Spiel: Null. In dieser Phase stand zu befürchten, dass man sich einen Konter fangen würde. Im Endeffekt war es aber nicht einmal das, sondern die fast einzige Situation des Spiels, in der Istanbul mit mehr als vier Mann in der gegnerischen Hälfte war, aus der der fatale Wirkungstreffer fiel, der einem wieder vor Augen führte, wie es sich jahrzehnte lang anfühlte, Borussia zu sein. Zur schmerzhaften Dramaturgie dieses Abends zum Vergessen gehört, dass der Ausgleich kurz vor der Pause aus einem Fehler des sonst so sicheren Rückhalts Yann Sommer resultierte, und dass der Mannschaft das mögliche Last-Second-Tor in der Nachspielzeit der Nachspielzeit diesmal verwehrt blieb. Am Innenpfosten vor der Nordkurve wurde die Europareise der Borussenfans vorzeitig abgebrochen. Wie das Team diesen Tiefschlag nun wegsteckt, dürfte nun recht flott zeigen, wie sehr wir schon neue und in welchem Maße wir noch alte Borussia sind. Heute ist da, wo zuletzt der Optimismus saß, vorübergehend nur ein schwarzes Loch.


11. Dez 2019

Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Borussen-Fans müssen sich angesichts der regelmäßigen Feier-Tage in dieser Saison vorkommen als wäre der Weihnachtsmann der Osterhase. Vor vier Tagen gab es den vorläufigen Saisonhöhepunkt als der FC Bayern trotz Borussias hoffnungsloser Unterlegenheit in der ersten Stunde und dank einer beachtlichen Leistungs- und Willenssteigerung in der letzten halben besiegt wurde. Genau einen Monat davor fand ein weiterer vorläufiger Saisonhöhepunkt im Borussia-Park statt als mit dem 2:1-Erfolg über den AS Rom die Weichen für ein Weiterkommen in der Europa League gestellt wurden. Noch vor weniger als zwei Wochen geriet dies allerdings akut in Gefahr, weil wieder einmal der Wolfsberger AC die Borussia vor überraschend große Probleme stellte. Der mühsame 1:0-Erfolg belegte, dass sich die Elf von Marco Rose gegen keinen Gegner zu sicher sein darf. Dies gilt genauso für den türkischen Vizemeister Basaksehir Istanbul, der an diesem Donnerstag die letzte Hürde für ein Überwintern in Europa darstellen wird. In der Türkei gab es im Hinspiel ein erschreckend schwaches 1:1, das Patrick Herrmann in der Nachspielzeit glücklicherweise sicherstellte. Dank dieses Punktes befindet sich Borussia jetzt in der komfortablen Situation, bereits mit einem Remis in die erste KO-Runde der Europa League einzuziehen, die Ende Februar 2020 ausgetragen wird. Angestrebt wird aber ein Sieg, der darüber hinaus den Gruppensieg bedeuten würde und damit ein weiteres Ausrufezeichen, die Gruppe trotz des katastrophalen Starts vor dem internationalen Spitzenteam aus Rom abzuschließen. Zusätzlich bietet ein 1. Platz Vorteile bei der Auslosung, die kommenden Montag um 13 Uhr in Nyon stattfinden wird. Borussia träfe dann nämlich entweder auf einen der Zweiten aus den anderen EL-Gruppen, müsste also z. B. eher APOEL Nikosia anstatt den FC Sevilla fürchten. Alternativ könnte ihnen einer der vier schwächsten Gruppendritten aus der Champions-League zugelost werden, was nach jetzigem Stand z. B. den FC Brügge, Roter Stern Belgrad oder Dinamo Zagreb bedeuten könnte. Landet Borussia stattdessen als Zweiter im schwächeren Lostopf, so könnten die potentiellen Gegner z. B. Inter Mailand, Ajax Amsterdam oder RB Salzburg heißen. Doch bevor zu viel gerechnet wird, sollte Borussia zunächst einmal ihre Hausaufgaben erledigen. Dies ist ihnen in den letzten Wochen gegen meist stärkere Klubs hervorragend gelungen. Bis zum Winter warten jetzt noch vier Partien, in denen die Mannschaft als klarer Favorit starten wird. Wolfsburg und Berlin z. B. sind beide heimschwach und gehörten in den letzten Monaten genau wie Paderborn zu den schwächeren Teams der Bundesliga. Es sind aber genau die beiden Klubs, die Anfang des Jahres mit zwei überraschenden 3:0-Erfolgen im Borussia-Park die famose Heimserie von 12 Siegen in Folge beendeten und eine Krise auslösten. Inzwischen sind es erneut bereits sieben Heimspiele in Folge, die Borussia gewinnen konnte. Sieg Nummer acht soll am Donnerstag gegen Istanbul folgen. Die türkische Altherrentruppe, deren Kader wir vor dem Hinspiel bereits in aller Ausführlichkeit durchleuchtet hatten , spielt bislang eine wechselhafte Saison. Zuletzt gab es ein 1:1 beim Tabellenzehnten aus Denizli, wodurch sich der Erdogan-Klub aktuell auf Platz 4 und damit in direkter Nachbarschaft zu den Lokalrivalen Besiktas, Fenerbahce und Galatasaray eingenistet hat. Bei letzteren konnte Basaksehir vor einigen Wochen 1:0 gewinnen, was Borussia ebenso eine Warnung sein sollte wie das deutliche 3:0 in Wolfsberg. Die Mannschaft von Trainer Okan Buruk hat die Qualität an einem guten Tag eine ernstzunehmende Prüfung für den Spitzenreiter der Bundesliga zu sein – speziell falls dieser ähnlich auftreten sollte wie im Hinspiel oder in beiden Spielen gegen Wolfsberg. Allerdings wird die Mannschaft auf einige Stammspieler verzichten müssen, denn Skrtel, Gulbrandsen, Tekdemir, Robinho und Gladbach-Schreck Turan werden voraussichtlich allesamt nicht zur Verfügung stehen. Wieder einsatzbereit ist stattdessen der mit 9 Saisontoren gefährlichste Angreifer Enzo Crivalli, der zuletzt in der Liga gesperrt ausfiel und dort von Demba Ba ersetzt wurde. Zu beachten ist darüber hinaus erneut die starke rechte Angriffsseite mit dem Ex-Schalker Caicara sowie dem stärksten Spieler im Team, dem Torschützen aus dem Hinspiel Edin Visco. Die linke Defensivseite der Borussia wird also wie am vergangenen Wochenende einmal mehr gefragt sein. Nicht unmöglich gar, dass Marco Rose wie zuletzt bei Breel Embolo erneut seinen Matchwinner zwecks Schonung auf der Bank belässt und für Ramy Bensebaini Altmeister Oscar Wendt in die Startelf beordert. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Rotation eher andere Spieler treffen wird. Glücklicherweise hat Rose inzwischen solche Luxusprobleme, denn selbst der zuletzt angeschlagene Plea sollte wieder zur Verfügung stehen. Die Aufstellung der Borussia vorherzusehen ist dieser Tage dadurch deutlich schwieriger als das – meist positive – Ergebnis. Borussia: Sommer – Lainer, Ginter, Jantschke, Bensebaini – Neuhaus, Zakaria, Kramer – Thuram, Embolo, Herrmann Istanbul: Mert – Caicara, Ponck, Epureanu, Clichy – Topal – Visca, Can, Aleksic, Elia – Crivelli Seitenwahl-Tipps Michael Heinen: Es gibt das nächste Fußballfest im Borussia-Park. Dieses Mal bedarf es nicht der Nachspielzeit, um die Partie mit 4:1 überlegen zu gewinnen. Christian Spoo : Gibt es einen Spannungabfall nach dem Intensivst-Erlebnis vom Samstag? Leider ja, Borussia tut sich schwer mit den Gästen aus der Türkei. Die Qualität reicht aber aus, um sich mit einem 1:1 das Überwintern im internationalen Geschäft zu erkrampfen. Mike Lukanz: Istanbul muss gewinnen ,das kommt Borussia entgegen. Zudem strotzt die Mannschaft vor Selbstbewusstsein. Mit dem 3:1 krönt Borussia einen sehr erfolgreichen Spätherbst. Claus-Dieter Mayer: Die Europa League scheint der Borussia nur halb so viel Spaß zu machen wie die Bundesliga. Und so ist es erneut ein müder Kick, bei dem Ginters Kopfball nach Benes Ecke aber immerhin den 1:0 Sieg sichert. Der VFL schafft somit das Kunststück mit negativem Torverhältnis, als Gruppenerster in die KO-Runde zu ziehen,


08. Dez 2019

Erbarmungslos

"Das habe ich nicht verdient, so einen Tod. Ich baue mir gerade ein Haus." - "Was Sie verdienen, hat nichts damit zu tun." Dieser Dialog stammt aus Clint Eastwoods Film "The Unforgiven" (dt. Titel siehe oben), aber so ein bisschen hätte er in leicht abgewandelter Form auch zwischen Manuel Neuer und Ramy Bensebaini in der 91. Minute des Spiels am 14. Spieltag stattfinden können. In dem Moment schickte sich der Algerier an, mit einem Elfmeter die Hoffnungen der Münchener gänzlich zu töten. Der Gedanke "Das haben wir aber doch nicht verdient" wird dabei im Kopf so manchen Bayernspielers oder Fans präsent gewesen sein, wurde aber von Bensebaini genauso für völlig irrelevant erachtet, wie von Clint Eastwood in jener Filmszene. Spiele gegen Bayern München sind immer etwas Besonderes, aber diesen Sieg wird man in Mönchengladbach vermutlich noch lange in Erinnerung haben. Man hat in den letzten Jahren ziemlich häufig gegen die Bayern gewonnen (häufiger als jede andere Bundesligamannschaft), aber meist war dies aufgrund einer Mischung von intelligenter höchst diszipliniert ausgeführter Taktik, einem vorteilhaften Spielverlauf (jenes frühe Tor, das alles ändert) und purem Glück. Letzteres hatte man sicher auch in diesem Spiel aber die anderen beiden Komponenten glänzten durch Abwesenheit. Die beabsichtigte Taktik unterschied sich nicht groß von der Herangehensweise bei anderen Heimspielen: frühes Stören, schnelles vertikale Spiel, Rose-Fußball halt, aber sie konnte aber über weite Strecken überhaupt nicht umgesetzt werden. Der Spielverlauf war auch nicht auf Gladbacher Seite, denn ziemlich bald stand man unter enormen Druck und mit dem Führungstreffer schien das Spiel entschieden zu sein. "Rock’n Roll ist, wenn man’s trotzdem macht" sang vor vielen Jahren mal der von mir sehr verehrte deutsche Liedermacher Thommie Bayer und genau das war das Bemerkenswerte an diesem Spiel: Borussia hatte spätestens nach dem 0:1 eigentlich keine Chance, aber sie machte es trotzdem. Unter Favre war Gladbach filigraner Jazz, unter Schubert schwer einzuordnender Crossover, unter Hecking biederer Schlager, aber jetzt, unter Rose, sind wir Rock’n Roll … and I like it! Aber fangen wir von vorne an. Rose vollzog die mittlerweile typische Rotation: Die gegen Freiburg so überzeugenden Embolo und Herrmann wurden durch Stindl und Plea ersetzt. Im Nachhinein liegt es nahe, das als Fehlentscheidung anzusehen, vor allem wo das Spiel später mit Embolo und Herrmann erheblich besser lief, aber das ist eine etwas naive Interpretation des Spiels. Fakt ist, dass die gesamte Mannschaft (und das wäre mit einer anderen Startelf vermutlich ähnlich gewesen) zu Beginn enormen Respekt vor entweder dem Gegner oder auch einfach nur vor der Situation (Tabellenführer vs Titelverteidiger, Klassiker, Mythos, Medienhype) hatte. Natürlich hatte auch die Qualität des Gegners einiges damit zu tun, dass so viele Zweikämpfe verloren worden, Bälle hängen blieben usw., aber angesichts der Tatsache, um wie viel besser das später wurde, kann man schon vermuten, dass die Mannschaft zu Beginn etwas gehemmt war. In der ersten Viertelstunde war das Spiel noch sehr zerfahren mit zahlreichen Unterbrechungen, aber je länger es anhielt, desto dominanter spielte der Meister aus München. Die zahlreichen Chancen der Bayern wollen wir gar nicht aufzählen, sondern nur kurz den drei Worten "mit vollem Umfang" huldigen. Und Gladbach? Fand so gut wie nicht statt! Die wenigen guten Ansätze wurden schnell vertändelt, wobei vor allem Alassane Plea mehrfach eine unglückliche Figur machte. Das Beste an dieser ersten Halbzeit war der Abpfiff und die Tatsache, dass es zu diesem Zeitpunkt immer noch 0:0 stand. Warum auch immer. In der zweiten Hälfte machten die Bayern dann früh das Tor, bei dem der vorher überragende Sommer nicht ganz so gut aussah, und vielleicht war das ihr entscheidender Fehler. Man kann diskutieren, warum die Bajuwaren sich danach zurückzogen. Wollten sie auf Konter spielen? Waren sie einfach sicher, dass das reichen würde? Hatte sie sich zu sehr verausgabt? Wie auch immer, das taten sie, die Borussia kam zum ersten Mal zu längeren Passagen von Ballbesitz, fraß sich in das Spiel rein (um Marco Rose zu zitieren). Das 1:1 per Kopfball durch Bensebaini lag dann zwar nicht wirklich in der Luft, aber es kam auch nicht mehr gänzlich überraschend. Und auch danach schalteten die Bayern nicht wieder einen Gang höher, sondern die Borussia war nun im Spiel, gewann Zweikämpfe und kam immer wieder gefährlich nach vorn, wobei der wie immer fleißige Thuram ein paar mal etwas eigensinnig agierte. Dafür holte er aber den alles entscheidenden Elfmeter heraus. Eigentlich war der Ball ja schon weg, Thuram konnte ihn zwar noch berühren, aber unmöglich kontrollieren. Man könnte meinen, dass ein erfahrener Welt. und Europameister wie Javi Martinez in solch einer Szene routiniert Thuram leicht ablocken und den Ball ins Aus laufen lassen würde, aber der Depp packte die Grätsche aus, die Gladbachs Stürmer dankbar annahm. Was uns dann zum Showdown zwischen Manu und Clint…äh Ramy brachte, welcher anscheinend von Tobias Sippel zum Schießen des Elfers aufgefordert worden war ("Bei uns macht das ab sofort der zweite Torwart", äußerte sich Rose auf der PK zur Bestimmung des Schützen). Dass Bensebaini traf, werden unsere Leser wissen, was uns zurück zum "verdient" bringt. Natürlich hatten die Bayern ein Chancenplus, haben die individuell besseren Spieler und hatten das Spiel lange Zeit im Griff, aber Dinge wie "Chancenverwertung" und "Sack zu Machen" gehören halt auch zum Anforderungsprofil einer Profimannschaft. Oder anders herum: Wie die Borussia in dieses Spiel zurückgekehrt ist, war großartig. Dass man dann mal so eben Embolo und Herrmann von der Bank bringen kann, zeigt, wie gut der Kader besetzt ist. Und dass man 5 Minuten vor Ende nicht Kramer in Spiel bringt, um das 1:1 zu halten, sondern Maestro Raffael als offensives Kreativelement einsetzt, zeigt auch die allgemeine auf Sieg und Risiko ausgerichtete Philosophie. Der Borussiapark wusste die unerwartete Wende auf jeden Fall sehr zu schätzen. Seit langem hat man das Stadion nicht so beben und feiern gehört wie an diesem Samstagabend. Wie bei den Vorgänger-Eruptionen (Colautti 2009, de Carmago 2011) war es eine Kombination von Bedeutung und Überraschung, die den Sieg so wundervoll machte (Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Vergleichsstudie zwischen Sex und Fußball in Nick Hornbys Buch "Fever Pitch"). Und die Freude ist völlig begründet. 8 Wochen lang an der Tabellenspitze, 7 Punkte und 6 Plätze vorm deutschen Meister: Es gibt sehr viel, über das man sich zurzeit in Gladbach freuen kann und sollte. Die Realitäten sollte man dabei aber auch im Hinterkopf behalten. Über weite Strecken war der VFL am gestrigen Tag klar unterlegen und im Normalfall wird sich dieser Abstand zu den Bayern über die restlichen 20 Spieltage auch noch punktetechnisch und tabellarisch niederschlagen. Eine Meisterschaft der Borussia wäre auch jetzt trotz der hervorragenden Ausgangslage immer noch eine ziemliche Sensation. Das wird allerdings die Medien nicht davon abhalten, genau dieses Thema in den nächsten Wochen gnadenlos zu hypen. Für die Presse ist dies eine Win-Win-Situation: Wird Gladbach am Ende wirklich das germanische Leicester, dann war man früh dabei, dieses Wunder schildern. Ereilt den VFL dann aber doch irgendwann mal der zu erwartende Rückfall in die Normalität, kann man all die "Unter dem Druck eingebrochen" und "Es reicht halt nicht"-Geschichten auspacken. Borussia Dortmund hat all das in der Vorsaison sehr schön am eigenen Leib erleben dürfen. Auch beim besten Willen ist es kaum zu vermeiden, dass der ansteigende mediale Druck irgendwann auch Auswirkungen auf die Spieler haben wird. Lucien Favre pflegte in solchen Situationen das von "Spiel zu Spiel"-Mantra zu predigen, unter Marco Rose denken wir heutzutage aber eher von Tabellenführung zu Tabellenführung. Die Einschätzung der anderen SEITENWAHL-Redakteure: Mike Lukanz: Niemand, ich sage niemand, hätte sich diese Story ausmalen können. Gladbach empfängt als Tabellenführer die Bayern und gewinnt nach Rückstand durch ein Tor in der Nachspielzeit. Der Querulant Cuisance saß 90 Minuten auf der Bank und musste mit ansehen, wie der Spieler, den Gladbach mit den Cuisance-Millionen kaufen konnte, beide Tore schießt. Was soll also noch kommen? Ein Auswärtssieg in Wolfsburg? Christian Spoo: Wäre das Spiel ein Stück Fiktion, jeder Lektor hätte das Ende als unrealistisch bemängelt. Selten war es so schön, Fan von Borussia zu sein. Dabei gibt es objektiv allerlei auszusetzen: Mannschaft und Trainerstab sind die Partie zunächst mit ungeeigneten Mitteln angegangen und der Qualitätsunterschied, der in der ersten Halbzeit zu bestaunen war, war enorm. Möge man das alles richtig einordnen. Donnerstag geht es ums Überwintern im Europapokal, da muss die Mannschaft wieder da sein. Und in Wolfsburg rührt der letzte Sieg aus einer Zeit, in der Holger Fach Trainer war.


06. Dez 2019

Wir sind Borussia. Wir können jeden schlagen!

Zeitunglesen macht im Moment Spaß. Jedenfalls dann, wenn man Fan von Borussia Mönchengladbach ist und sich - unter Ausblendung unerfreulicher Themen wie beispielsweise dem Klimawandel und den unambitionierten Maßnahmen dagegen oder dem Rechtsruck im Allgemeinen unter Berücksichtigung der AfD im Besonderen - ausschließlich der Lektüre der Berichterstattung über die Elf vom Niederrhein widmet. Sowohl die Dichte der Berichterstattung als auch deren Tenor haben sich in den letzten Wochen gravierend gewandelt. Wurde die Berichterstattung bis vor einigen Wochen von der üblichen Bayernlastigkeit geprägt – an einem Tag habe ich mal kicker.de geöffnet und von den zehn ersten Artikeln beschäftigten sich sage und schreibe sieben mit dem FC Bayern, dessen Krise, Uli Hoeneß, Nico Kovac und Hansi Flick – gibt es mittlerweile sowas wie den täglichen Gladbach-Artikel. Anfangs geprägt vom Narrativ des Tabellenführers aufgrund der Schwäche der anderen gibt es mittlerweile die fast schon flächendeckende Erkenntnis, dass die Tabellenführung alles andere als Zufall ist. Aus diesem Grund liest man jede Menge Lobeshymnen – Texte unter Überschriften wie „Kategorisch gut. Warum Kant Gladbach lieben würde.“ ( Link ) von Ilja Behnisch oder „Vielleicht werden sie sogar noch besser“ ( Link ) von Oliver Fritsch gehen natürlich runter wie Öl, auch weil man bei der Lektüre ehrliche Anerkennung spürt und nicht den Eindruck hat, dass da jemand den gängigen Mechanismus des Hochjubelns bedient, um nach der erwarteten Niederlage gegen Bayern München umso lustvoller herausarbeiten zu können, warum Gladbach eben doch noch nicht soweit ist und vielleicht nie soweit sein wird, dem einzig wahren Lieblingsverein bestimmter Medien Paroli bieten zu können. Denn natürlich lebt die Berichterstattung der letzten Woche in erster Linie von der Vorfreude auf das Duell mit den Bayern. Ungeachtet dessen, dass die Siebziger lange vorbei sind und auch nie wiederkommen werden, ist Gladbach gegen Bayern immer noch und in den letzten Jahren seit dem Wiederaufstieg der Borussia in das obere Drittel der Liga zunehmend wieder eines der elektrisierendsten Duelle des deutschen Fußballs. Was also macht Borussia Mönchengladbach in diesem Jahr um bisher vier Punkte besser als Bayern München? Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Teams ist die Breite und Ausgeglichenheit des Gladbacher Kaders. Während Bayern bisher mit nur 19 eingesetzten Spielern durch die Saison geht und man den Eindruck hat, dass der derzeitigen Stammelf nicht mehr viel passieren darf, kamen für Gladbach schon 22 Spieler zum Einsatz und die angesichts der Menge der Einsätze unvermeidliche Rotation bzw. die Kompensation von Ausfällen klappte ohne wesentlichen Qualitätsverlust. Noch gravierender ist der Unterschied beim Blick auf die Torschützen: Von den 28 Gladbacher Treffern haben die Stürmer Embolo, Plea, Thuram und Herrmann bei gleichmäßiger Verteilung 20 geschossen, wohingegen Bayern München bei 34 eigenen Treffern sage und schreibe 16 – also knapp die Hälfte – der Treffsicherheit eines Robert Lewandowski zu verdanken hat. Natürlich ist es wunderbar, einen solchen Weltklassestürmer im Team zu haben. Andererseits ist aber die Abhängigkeit der Bayern von Lewandowski unübersehbar. Gelingt es einem Gegner, Lewandowski weitgehend aus dem Spiel zu nehmen, wird es schwierig. Einen längeren Ausfall ihres Mittelstürmers können sich die Münchener auf keinen Fall leisten – auch deshalb wurde eine eigentlich notwendige Operation zunächst einmal verschoben. Dem gegenüber beinhaltet die Gladbacher Offensive ein gewisses Maß an Unberechenbarkeit, auf die sich jedenfalls bisher die Gegner nur schwer einstellen konnten. Ein anderer Grund für den derzeitigen Tabellenstand sitzt (bzw. saß) auf der Trainerbank beider Vereine. Während darüber, dass Marco Rose ein absoluter Glücksgriff für Gladbach ist, mittlerweile uneingeschränkte Einigkeit herrschen dürfte, konnte auch ein neutraler Beobachter nicht übersehen, wie wenig es zuletzt zwischen Bayern München und dem nach der Niederlage in Frankfurt gefeuerten Nico Kovac gepasst hat. Dabei mag eine Rolle gespielt haben, dass Kovac in München nie die uneingeschränkte Unterstützung der Vereinsführung hatte – entscheidend war aber wahrscheinlich, dass der fußballerische Ansatz, den Kovac aus Frankfurt mitbrachte (und mit dem die „alte“ Borussia ganz nebenbei gravierende Schwierigkeiten hatte) letztlich nicht zu Bayern München passte. Dem entsprechend sieht das Bayernspiel seit dem Trainerwechsel deutlich anders aus und aus München sind laute Lobeshymnen über den neuen Übungsleiter Flick zu vernehmen. Trotzdem schwankt man derzeit wohl noch in der Entscheidung darüber, Flick vom Interimstrainer zum Chef zu befördern – abhängig ist diese Entscheidung natürlich von den Ergebnissen bis zur Winterpause und damit nicht zuletzt davon, ob es der Mannschaft gelingt, sich der Tabellenspitze zu nähern. Dass die Bayern auch unter Flick schlagbar sind, hat Bayer Leverkusen in der letzten Woche bewiesen. Borussia Mönchengladbach kann das Spiel mit der Meldung „Alle Mann an Bord!“ angehen, auf der Liste der Ausfälle stehen mit Doucouré, Müsel und Poulsen nur noch Spieler, die man gegen Bayern ohnehin nicht im Kader erwarten würde. Bayern dagegen tut nach wie vor der Ausfall von Hernandez und Süle weh, die im Grunde genommen als Stammspieler in der Innenverteidigung eingeplant waren. Möglich, dass David Alaba erneut die für ihn ungewohnte Rolle als Innenverteidiger spielen muss. Das käme zwar der Qualität des Münchener Aufbauspiels zugute, kann aber andererseits auch eine Einladung für die Wucht des Gladbacher Angriffs sein, wenn der eher zierliche Alaba auf Embolo oder Thuram treffen sollte. Möglich aber auch, dass sich Flick genau aus diesem Grund für Boateng auf der Innenverteidigerposition entscheidet. Was wiederum die Gefahr oder aus Gladbacher Sicht Chance beinhaltet, dass der eher behäbig gewordene und nicht mehr sehr wendig wirkende Boateng in Sprintduelle muss und in Situationen wie in Frankfurt kommt. Stichwort: Unberechenbarkeit der Gladbacher Offensive. Egal wie am Samstag letztendlich die Aufstellung lautet, egal ob Dreier- oder Viererkette, ob Alaba oder Boateng in der Münchener Verteidigung, am Samstag wartet ein Duell auf Augenhöhe. Ein Duell, bei dem der Gegner mitspielen will, was den Gladbachern eher liegen dürfte. Ein Duell, das nicht zuletzt im Kopf entschieden wird. Mein Lieblingssatz der Woche stammt deshalb von Stefan Lainer: „Wir sind Borussia, wir können jeden schlagen!“ Möge es so kommen … Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Lewandowski wird auch im Borussia-Park treffen. Das unvermeidbare Lewandowski-Tor reicht den aber Bayern nicht. Gladbach ist der Herausforderung mental gewachsen und gewinnt 3:1. Claus-Dieter Mayer: Nicht jedes Spiel kann ein Fussballfest sein - gegen wacker dagegenhaltende Münchener hat die Borussia mehr Probleme als erwartet, müht sich aber letzten Endes zu einem 3:1-Arbeitssieg, der die Tabellenführung sichert. Danach heißt es Mund abwischen und sich auf die echten Bewährungsproben gegen Istanbul und in Wolfsburg konzentrieren. Christian Spoo: Wasser in den Wein. Borussia geht gegen abgezockte und motivierte Münchener unter. Nach dem 0:4 hat Marco Rose die schwierige Aufgabe, das Team bis Donnerstag wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Michael Heinen: Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass die Bayern ihre individuelle Qualität ausspielen und den Tabellenführer stürzen. Wenn Borussia aber einen ähnlich guten Tag erwischt wie am letzten Sonntag, dann wird sie auch diesen Gegner schlagen. Samstag ist ein guter Tag: Borussia gewinnt mit 2:1. Thomas Häcki: Kaum auszudenken was passiert, wenn man München schlägt. Die Bayern werden der Borussia aber nicht den Gefallen tun. Mit dem 2:2 schlägt man sich achtbar, verliert aber auch die Tabellenführung an die Sachsenpest. Mike Lukanz: Spitzenspiel gegen die Bayern und Borussia ist die Gejagte. Man fasst es ja immer noch nicht. In solchen Spielen sind die Bayern immer am gefährlichsten, weil sie der Liga zeigen wollen, wer die wahre Nummer 1 ist. Allerdings sind sie lange nicht mehr so dominant und unschlagbar wie noch unter Pep Guardiola und Borussia hat keinen Grund, sich zu verstecken. Das 1:1 wahrt den Abstand, geht aber auch mit dem Verlust der Tabellenführung einher.


13. Dez 2019

Ein Abend zum Vergessen im Borussia-Park

Borussia Mönchengladbach musste eine unerwartete Heimpleite gegen Istanbul Başakşehir hinnehmen. Die Leistung der Borussen war unter dem Strich nicht so schlecht, aber letztlich kostete die Mischung aus fehlender Konsequenz im Abschluss und individueller Fehler den Erfolg. Die Einzelkritik:


13. Dez 2019

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12. Dez 2019

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Borussia Mönchengladbach ist aus der Europa League ausgeschieden. Im letzten Gruppenspiel unterlagen die Fohlen Istanbul Başakşehir mit 1:2. Die Führung von Marcus Thuram reichte nicht, die Türken drehten das Spiel durch einen Treffer in der Schlussminute und schmissen die Borussen raus.


11. Dez 2019

‘Finale’ gegen Istanbul: »Wir wissen alle, um was es geht«

Auf Borussia Mönchengladbach wartet nach dem Feiertag gegen Bayern München das nächste Highlight. Im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Başakşehir Istanbul am Donnerstag (21 Uhr) steht ein echtes Finale an - mit guten Vorzeichen für die Fohlenelf.


09. Dez 2019

Vom Rande des Abgrunds zum späten Triumph

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14. Dez 2019

Fußball: Ex-Gladbacher Idrissou in österreichischer Abschiebehaft

Der frühere Fußball-Bundesligaprofi und WM-Teilnehmer Mohamadou Idrissou sitzt in Österreich in Abschiebehaft.


13. Dez 2019

Nach Europacup-Aus: Trainer Rose fordert Trotzreaktion seiner Gladbacher

Nach dem Aus in der Europa Legaue erwartet Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose von seinen Spielern am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg eine Trotzreaktion.


13. Dez 2019

Kommentar zum Ausscheiden aus der Euro League: Gladbach sollte nicht verzagen, sondern mutig nach vorne schauen

Borussia Mönchengladbach muss aus einem Tag, an dem alles schief ging, die richtigen Schlüsse ziehen. Dann kann das Ausscheiden aus der Europa League sogar noch zu etwas gut sein.


13. Dez 2019

Aus in Europa League: Stimmungskiller Europa? Borussia plötzlich unter Druck

Nach dem unnötigen Europa-Aus werden die restlichen Ligaspiele bis Weihnachten für Gladbach mal wieder zu Mentalitätsprüfungen. Bislang löste die Borussia diese mit Bravour. Doch durch das zweite früh verspielte Saisonziel ist die Unbekümmertheit in Gefahr.


13. Dez 2019

Borussia Mönchengladbach: Zwei Ordner durch Böllerwurf verletzt - Polizei nimmt Gladbach-Fan fest

Am Rande des Europa League Spiels zwischen Borussia Mönchengladbach und Basaksehir FK hat die Polizei einen 36-Jährigen festgenommen. Er soll zwei Ordner mit einem Böller verletzt haben.


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