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Pressespiegel

16. Jul 2020

Eberl: „Wir mögen kleiner sein – aber wir sind angriffslustig“

In diesen Tagen erscheint die 64. Ausgabe des FohlenEcho-Mitgliedermagazins. Darin enthalten sind,...


16. Jul 2020

U23: Borussia bindet mehrere Spieler an sich

Borussia hat die Verträge mit Michel Lieder, Florian Mayer, Alper Arslan und Noah Holtschoppen...


15. Jul 2020

DFB-Pokal: Erste Runde wird am 26. Juli ausgelost

Obwohl noch nicht alle Teilnehmer feststehen, wird am Sonntag, 26. Juli, die erste Hauptrunde im...


15. Jul 2020

FohlenTours ab sofort auch wieder montags und donnerstags

Borussia bietet ab sofort auch montags und donnerstags wieder Stadionführungen an. Aufgrund der...


15. Jul 2020

FohlenTeams für Saison 2020/21 aufgestellt: U16 und U15

Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Die FohlenTeams haben sich personell für die Saison 2020/21...


16. Jul 2020

Borussen-Analyse: Villalbas unglückliche Zeit in Gladbach dürfte bald enden

Julio Villalba sollte mit Hilfe einer Leihe nach Österreich den Anschluss an Borussias Profis schaffen. Doch die Hoffnung schwindet, dass das gelingt. Die Zeichen stehen auf Trennung. Es wäre das Ende einer schweren Zeit für den Paraguayer.

 


16. Jul 2020

Großer Transfer im Sommer, Thuram 2021 weg: Sieben gewagte Borussia-Vorhersagen

Unsere Redaktion blickt in die Zukunft der Borussia und zeigt, was innerhalb der nächsten zwölf Monate passieren könnte. Demnach kann es in diesem Sommer doch den Abgang eines Top-Spielers geben.

 


15. Jul 2020

Borussia-Quiz: Zehn Fragen zu Gladbach-Trainer Marco Rose

Seit einem Jahr ist Marco Rose Trainer der Borussen. Testen Sie in unserem Quiz Ihr Wissen über den 43-Jährigen, der 2019 von RB Salzburg an den Niederrhein kam und sofort die Champions League erreichte.

 


15. Jul 2020

Nachfolger von Palikuca: Hecking soll Sportvorstand in Nürnberg werden

Nach der Trennung von Sportvorstand Robert Palikuca ist der 1. FC Nürnberg bei der Suche nach einem Nachfolger offenbar schnell fündig geworden. Dieter Hecking soll nach Franken zurückkehren.

 


15. Jul 2020

Trainer, Kader & Finanzen: So viel Top-Klub steckt in Borussia

Tabellarisch ist Borussia Mönchengladbach wieder in der Elite der Bundesliga angekommen. Ein Blick auf die Gesamtlage des Klubs vom Niederrhein.

 


16. Jul 2020

Mögliche Gegner in der Champions League

Die Corona-Pandemie hat den europäischen Fußball ziemlich durcheinandergewirbelt, sodass eine Vorhersage schwerfällt, welchen Vereinen Borussia Mönchengladbach bei der Auslosung am 1. Oktober 2020 in Athen zugelost werden könnte. Fest steht – Stand heute – dass die ersten Spiele der Gruppenphase am 20. und 21. Oktober 2020 um 18.55 Uhr sowie 21 Uhr stattfinden. Die Hinspiele der Gruppenphase werden an den beiden darauffolgenden Dienstagen und Mittwochen fortgesetzt. Nach einer dreiwöchigen Pause ab Anfang November starten dann ab dem 24. und 25. November 2020 erneut im Wochenrhythmus die jeweiligen Rückspiele der Gruppenphase, die am 9.12.2020 abgeschlossen werden. Dann entscheidet sich, ob Borussia als einer der beiden Gruppenersten ab Februar 2021 im Achtelfinale der Champions League weitermachen darf oder als Gruppendritter in die erste K-O-Runde der Europa League einzieht. Besonders optimistische Optimisten können sich den 29.05.2021 vormerken, an dem im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul das Endspiel um die Champions-League-Krone stattfinden wird. Das Teilnehmerfeld an der Champions League Gruppenphase ist bereits gut zur Hälfte bekannt, obwohl noch nicht alle Ligen ihre aktuelle Saison abgeschlossen haben und anschließend im Sommer noch eine für einige Vereine ggf. langwierige Qualifikationsrunde folgen wird. Während die deutsche Bundesliga ihre Saison zu einem halbwegs ordnungsgemäßen Ende gebracht hat, wurde die Spielzeit in der französischen Ligue 1 vorzeitig abgebrochen. Hier stehen die Teilnehmer an den europäischen Wettbewerben also bereits fest. In den laufenden Ligen von Italien und Spanien sind die Verhältnisse zumindest soweit geklärt sind, dass die je vier Teilnehmer an der Gruppenphase (so gut wie) sicher sind. Umkämpft ist dagegen z. B. der 4. Platz in der englischen Premier League, um den sich u. a. Leicester City, Manchester United und die Wolverhampton Wanderers balgen. Schon jetzt steht fest, dass Borussia bei der Auslosung keinesfalls in einem der ersten beiden Lostöpfe landen wird. Lostopf 1 ist ohnehin für die Meister der gemäß UEFA-Koeffizient besten europäischen Ligen sowie für die Sieger der Champions und Europa League 2019/20 vorbehalten. Bis auf die beiden letzteren stehen die qualifizierten Teams hier bereits fest, die in der untenstehenden Übersicht fett markiert sind. In den Töpfen 2 bis 4 entscheidet dann ausschließlich nur noch der UEFA-Koeffizient über die Einteilung, der durch das Abschneiden in den europäischen Wettbewerben der letzten fünf Jahre bestimmt wird. Borussia konnte hier 26,000 Punkten sammeln und liegt damit selbst schlechter als die ebenfalls bereits qualifizierten Lokomotive Moskau und FC Brügge. Lostopf 2 ist bereits relativ sicher gefüllt. Einzige Einschränkungen: In England muss der FC Chelsea noch zwei Spiele lang seine Position verteidigen. Sollten zudem weder Barcelona, Neapel, Lyon oder Atletico Madrid die diesjährige Königsklasse gewinnen, würde der FC Porto als portugiesischer Meister in den höchsten Topf nachrücken und in Topf 2 einen Platz für ein bisher noch nicht fix qualifiziertes Team freimachen, das voraussichtlich Benfica Lissabon oder Ajax Amsterdam heißen wird. Die Teams im Lostopf 3 werden sich in diesem Sommer bis auf RB Leipzig erst noch qualifizieren müssen. Neben Borussia, Lokomotive Moskau und Brügge stehen ansonsten noch Olympique Marseille, Basaksehir Istanbul und Stade Rennes als fixe Teilnehmer an der Gruppenphase fest, die zumeist beste Chancen auf eine Eingruppierung im Lostopf 4 haben. Hier werden sich durch die Qualifikationsrunden im Sommer aber noch unvorhersehbare Verschiebungen ergeben, sodass die folgende Betrachtung vorläufig noch als „nette Spielerei“ verstanden werden sollte. Sollte sich an den aktuellen Platzierungen in der Liga nichts mehr ändern und sich in der Qualifikation die Teams mit dem besten UEFA-Koeffizienten durchsetzen, könnte die Einteilung der Lostöpfe z. B. wie folgt aussehen – fettgedruckt sind die Teams, die bereits sicher für die Gruppenphase qualifiziert sind. In Klammern findet sich der jeweilige UEFA-Koeffizient. Pro Gruppe darf nur jeweils ein Team aus einem Landesverband starten, was die Zahl der möglichen Gegner auf sieben je Lostopf reduziert. Borussia könnte also z. B. auf den FC Liverpool, FC Barcelona und Ajax Amsterdam treffen. Alternativ wäre aber z. B. auch eine Gruppe mit Zenit St. Petersburg, Shakthar Donezk und Olympiakos Piräus möglich. Lostopf 1 Real Madrid (134.000) Bayern München (123.000) Juventus Turin (115.000) Paris Saint-Germain (105.000) FC Liverpool (99.000) Zenit St. Petersburg (64.000) Sieger Champions League 2019/20 Sieger Europa League 2019/20 Lostopf 2 Atletico Madrid (126.000) FC Barcelona (124.000) Manchester City (112.000) FC Sevilla (88.000) BVB (85.000) FC Chelsea (83.000) Shakhtar Donezk (77.000) FC Porto (75.000) Lostopf 3 Benfica Lissabon (70.000) Ajax Amsterdam (69.500) Dynamo Kiew (55.000) RB Salzburg (53.500) RB Leipzig (44.000) Olympiakos Piräus (43.000) Lazio Rom (41.000) Lokomotive Moskau ( 33.000) Lostopf 4 Atalanta Bergamo (32.500) Inter Mailand (32.000) Olympique Marseille (31.000) FC Brügge (28.500) Borussia Mönchengladbach (26.000) Leicester City (22.000) Basaksehir Istanbul (21.500) Stade Rennes ( 14.000)


02. Jul 2020

Stolzer Blick zurück...

Copyright: Christian Verheyen/Borussia „Alle Analysen sind egal, wir stehen auf dem 4. Platz “ sagte Jonas Hofmann nach dem Sieg gegen die Hertha am letzten Samstag und fasste damit das harte Los jeder Begegnung am 34 Spieltag zusammen: entweder interessiert sich schon vorher kein Mensch mehr dafür oder aber es zählt einzig und allein das Ergebnis. An dem „Wie“, der Taktik, der Form einzelner Spieler usw. ist nach Abpfiff niemand interessiert, denn das nächste Spiel liegt fern und wird mit komplett neu gemischten Karten gespielt werden, so what? Deswegen haben wir bei Seitenwahl auch von unserem üblichen Nachbericht abgesehen. Wollte am Sonntag oder Montag wirklich noch wer diskutieren warum Stindl den Ball frei vorm Tor in der 41. Minute an den Pfosten setzt, warum man das Spiel „nur“ 2:1 gewonnen hat, obwohl ein sehr viel deutlicher Sieg möglich gewesen wäre? Eben! Sobald der letzte Spieltag gespielt ist, gehen die Gedanken schon zur neuen Saison hin. Bei Borussia wurden neues Trikot und neuer Sponsor vorgestellt, diverse Abgänge sind mittlerweile klar, was Neuzugänge angeht, gibt es bislang nur Gerüchte. Aber ganz so unkommentiert wollen wir diese bemerkenswerte Spielzeit dann doch nicht lassen. Deshalb hier die Statements der SW-Redaktion zur Saison 2019/2020. Claus-Dieter Mayer : 10, 10, 9, 8…nein, das sind nicht die Alter zufällig ausgewählter Grundschul-Kinder, sondern die erzielten Tore von Thuram, Plea, Stindl und Embolo, Gladbachs besten Torschützen der Saison. Gemessen an Lewandowskis 34 Treffern mag das bescheiden aussehen, aber es deutet eine große Stärke der Borussia an: der Erfolg ruhte auf vielen verschiedenen Schultern. Das zeigt sich auch an der Personalie Denis Zakaria. Der Schweizer spielte bis zu seiner Verletzung eine fantastische Saison und galt als vielleicht einziger Spieler als „unersetzbar“. Umso verblüffender daher, dass die Borussia in den 24 Spielen vor Zakarias Ausfall den nahezu identischen Punktedurchschnitt (1.92) aufweist wie in den 10 Spielen danach (1.9). Borussia hat einen über Jahre aufgebauten breiten Kader, der sich enorm robust gegenüber Rückschlägen, Formkrisen und Ausfällen zeigte. Waren Thuram, Zakaria oder Lainer die Stars der Hinrunde, so waren das zuletzt Neuhaus, Hofmann und Stindl. Irgendwer war immer da, um es zu richten (ausser in der Europa-League, aber das lassen wir hier mal unter den Tisch fallen). Einen Riesenanteil hat natürlich auch der Trainer. Mancher war skeptisch gegenüber dessen was man so von Marco Roses Vorstellung im Vorfeld hörte. Würde ausgerechnet die für gepflegten Fußball stehende Borussia in eine krawallige Pressingmaschine verwandelt werden, während in Leipzig ein Nagelsmann ganz im Gegenteil versucht, RB zu entrangnicken? Das erste Heimspiel gegen Schalke war nicht ermutigend. Man presste und spielte vertikal nur um zu pressen und vertikal zu spielen. Es sah ähnlich unbeholfen aus wie ein 4-jähriger der sich zum ersten Mal auf ein Fahrrad ohne Stützräder setzt. Umso bemerkenswerter wie schnell sich die Mannschaft den Vorgaben des Trainers anpasste, aber auch wie schnell Rose sich den Fähigkeiten seines Kaders anpasste. Das Gladbacher Spiel ist weiterhin geprägt durch schönen Kombinationsfussball, aber hinzugekommen ist eine Intensität verbunden mit körperlicher Robustheit, die zuvor gefehlt hat. Als Rasenfunk-Moderator Max Jacob Ost der Tage meinte, die Borussia habe den vielleicht spiel-intelligentesten Kader der Liga wollte man auf jeden Fall nicht widersprechen. Und dann sei noch mal der Saisonabschluss gewürdigt. Ich kann mich nicht erinnern, wann die Borussia jemals eine Spielzeit mit 3 Siegen abgeschlossen hätte. Und das nach 2 sehr unglücklichen Niederlagen, dem Abrutschen auf den fünften Platz und dem Ausfall der beiden Topstürmer. Die Selbstverständlichkeit mit der man die letzten Spiele gewann, war alles andere als selbstverständlich. 30 Punkte in der Rückrunde bedeuten, dass Marco Rose nun Platz 1 und 3 in den Halbserien der letzten 5 Post-Favre Jahre belegt. Es gab eben keinen Einbruch wie in den Vorjahren. Die 5 Punkte Unterschied lassen sich sehr einfach mit Glück/Zufall erklären. Wo man in der Hinrunde noch eher durchschnittliche Spiele in Mainz oder Hoffenheim gewinnen konnte, ließ man in der Rückrunde in bei sehr viel überzeugenderen Auftritten in Leipzig oder Freiburg Punkte liegen. Das passiert, aber insgesamt gab es keine echte Krise, kein Nachlassen. Nur wie man 2:0 in Gelsenkirchen verlieren konnte, wird wohl nie jemand verstehen… Copyright: Christian Verheyen/Borussia Michael Heinen: Das bittere Ausscheiden und teils peinliche Auftreten in Europa darf bei einer Analyse dieser Saison leider nicht verschwiegen werden. Es wird aber überlagert von einer herausragenden Leistung in der Bundesliga, die am langen Ende mit der Rückkehr in die europäische Königsklasse gekrönt wurde. Dieser Erfolg hat viele Gründe - und an allererster Stelle muss hier stets Max Eberl genannt werden, der es mit seinem Team seit Jahren versteht, die finanziellen Nachteile gegenüber der Konkurrenz durch Schnelligkeit und Bauernschläue wettzumachen. Mit Bensebaini, Embolo, Lainer und Thuram wurden erneut vier Leistungsträger verpflichtet, die auf Anhieb eingeschlagen sind und ihre Erwartungen sogar übererfüllten. Dafür wurden insgesamt weniger als 40 Mio. € Ablöse ausgegeben, was in Zeiten, in denen bei den Bayern ein 50-Mio.-Transfer als Schnäppchen durchgeht, besonders bemerkenswert ist. Ein echter Schnapper war auch Borussias neuer Trainer, der sein neues Spielsystem innerhalb weniger Wochen erfolgreich implementierte, obwohl ihm eine längere Eingewöhnungszeit nicht vorzuwerfen gewesen wäre. Dass Borussia über mehrere Monate von der Tabellenspitze grüßte, konnte nur eine Momentaufnahme sein und war insbesondere dem zwischenzeitlichen Schwächeln der vier- bis fünfmal so finanzstarken Bayern zu verdanken. Mit Leverkusen, Wolfsburg und Schalke wurden dagegen drei Kohle-Klubs mit extremer externer Hilfe - teilweise deutlich - distanziert. Die Aussage von Eberl, dass Borussias Saisonergebnis so etwas wie eine "Meisterschaft" sei, ist daher keinesfalls übertrieben. Bayern-Fans, die über die erneute Meisterschaft ihres Klubs jubeln, freuen sich vermutlich auch, wenn sie ihre 4jährige Tochter beim Schach besiegen. Borussen-Fans dagegen haben echten Grund, auf ihren Verein und seine weit bemerkenswertere Leistung stolz zu sein. Was besonders beeindruckt war die Charakterstärke der Mannschaft in der Schlussphase dieser Saison. Spätestens nach dem unglücklichen 0:1 in Freiburg schien es angesichts des Positivlaufs der Bayer-Elf auf eine Wiederholung des Vorjahres-Ergebnisses hinauszulaufen. Anstatt sich aber mit einem letztlich immer noch hervorragenden 5. Tabellenplatz zufriedenzugeben und diesen zu feiern, wurde die Parole ausgegeben, die Saison unbedingt auf Platz 4 beenden zu wollen. Und dieser Ansage folgten dann in den letzten drei Saisonspielen eindrucksvolle Taten. Der Tabellennachbar aus Wolfsburg wurde ebenso wie die neureiche Hertha und der Absteiger aus Paderborn dominiert und souverän geschlagen. Während Bayer in den Spielen in Berlin und auf Schalke Nerven zeigte, war Borussia im entscheidenden Moment voll da - und dies ohne drei ihrer wichtigsten Spieler (Zakaria, Thuram, Plea). Auch wenn man sich stets darüber klar sein muss, dass ein solch erfreuliches Saisonergebnis nur möglich ist, wenn vieles passt: Es ist nicht einzusehen, warum die Entwicklung dieser Mannschaft damit schon am Ende sein sollte. Im Vergleich zu anderen Vereinen ist Borussia auch finanziell gut aufgestellt und selbst durch die Corona-Krise nicht in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Der Einzug in die Champions League wird es ihr zudem erlauben, den starken Kader weitgehend beisammen zu halten. Raffael und Johnson spielten bei all ihren Verdiensten schon jetzt keine Rolle mehr bei Marco Rose. Für Strobl kommt mit Beyer ein talentierter Defensivspieler zurück, sodass die Qualität insgesamt mindestens gehalten werden kann. Um die internationale Doppelbelastung, die nächste Saison hoffentlich etwas länger Bestand haben wird, abzufedern, werden vermutlich noch zwei bis drei weitere Ergänzungsspieler kommen. Wenn Borussias Scouting hier ein ähnliches Näschen beweist wie im Vorjahr, könnte sogar der eh schon große Konkurrenzkampf im Team noch weiter verschärft werden. Man darf also gespannt sein, was Marco Rose in seiner zweiten Saison als Borussen-Trainer auf die Beine stellen wird. Es ist nicht vermessen, daran zu glauben, dass Platz 4 nicht der letzte "Titel" sein wird, den Borussia in vielen weiteren erfolgreichen Roseberl-Jahren wird feiern dürfen. Christian Spoo: Abpfiff gegen Hertha, zehntausende liegen sich in den Armen. Die Nordkurve hüpft, die Spieler davor. "Auf auf auf in die Champions-League" klingt es durch den Borussia-Park. Euphorisiert strömen schließlich die Massen aus dem Stadion und trinken die Gladbacher Kneipen leer. So wäre es ohne Corona gelaufen und das Fehlen all dieser Aspekte macht aus dem Erreichen des großen Ziels eine weit weniger emotionale Angelegenheit, als das normalerweise der Fall gewesen wäre. Inwieweit die äußeren Bedingungen in diesem merkwürdigen letzte Saisondrittel den Ausgang beeinflusst haben, wollen wir ein andermal verhandeln. Fest steht: Borussia hat zum Ende der Saison große Qualitäten bewiesen. Nach der verdienten Niederlage gegen Leverkusen und den unglücklichen in Freiburg und München hatten nicht wenige Platz vier schon abgehakt - mich eingeschlossen. Aber Borussia ließ sich nicht hängen sondern holte aus den letzten drei Spielen das Maximum an Punkten und damit die Grundlage dafür, vom Leverkusener Patzer in Berlin profitieren zu können. Trotz vieler Ausfälle spielte das Team zum Ende hin guten Fußball. Schon bei den genannten unglücklich punktlos gebliebenen Partien war das so. Mit Jonas Hofmann gehörte dabei ein Spieler zu den entscheidenden, den nicht wenige Anhänger bis dahin am liebsten auf der Bank sahen. Die Breite des Kaders erwies sich als Garant für den Erfolg. Den Ausfall dreier Leistungsträger wie Plea, Thuram und Zakaria derart kompensieren zu können, ist nicht selbstverständlich. Unter dem Strich war es sportlich eine großartige Saison. Borussia spielte endlich ansehnlichen Fußball, der physischere Spielstil unter Marco Rose kam beim Publikum spürbar gut an. Was sich Borussia vom neuen Trainer versprochen hat, wurde gehalten. Der Sachse schaffte es schnell, seinen Stil zu implementieren und war gleichzeitig pragmatisch genug, sich in Detailfragen zu korrigieren. Das fußballerische Element, das manche schon auf dem Rückzug wähnten, blieb Teil des Borussenspiels. Die Kombination aus Physis und Willen und den spielerischen Fähigkeiten der Akteure machte so manches Spiel erst attraktiv. Bemerkenswert bleibt aber, dass die Mannschaft immer dann Probleme bekam, wenn ein Gegner sie mit ihren eigenen Waffen bekämpfte. Gegen ihrerseits hoch stehende und aggressiv pressende Teams tat sich Borussia in mancher Partie extrem schwer. Exemplarisch sei das Euro-League-Heimspiel gegen den Wolfsberger AC genannt. Das Auftreten in diesem Wettbewerb ist der eine weniger erfreuliche Punkt einer ansonsten tollen Saisonbilanz. Der andere ist die Effizienz. Borussia brauchte - auch und gerade im letzten Saisondrittel - extrem viele Chancen, um Tore zu erzielen. Mit dem Ausfall von Alassane Plea ist das nur unzureichend erklärt. Denn auch der Franzose, wie auch sein Landsmann Marcus Thuram, zeigten sich nicht immer treffsicher vor des Gegners Tor. Das aber sind Kleinigkeiten gemessen an dem, was Borussia erreicht hat. Der Trainerwechsel, die Neuverpflichtungen, Max Eberl hat alles richtig gemacht. Borussia 2020 macht Spaß - bzw. würde Spaß machen, wenn das leidige Thema Corona nicht wäre. Copyright: Christian Verheyen/Borussia Uwe Pirl: Vor der Saison tat ich mich schwer damit, klare Erwartungen zu formulieren. So sah ich denn in der Saisonvorschau einige Fragezeichen, mit denen Borussia Mönchengladbach in die abgelaufene Saison startete. Zeit, diese Fragen zu beantworten: Wird es dem neuen Trainer gelingen, sein Spielsystem zu implementieren? Uneingeschränkt ja. Der Fußball, den man von Borussia Mönchengladbach in der abgelaufenen Saison gesehen hat, unterschied sich deutlich von dem eher verwaltenden Ansatz der Vorjahre. Und das von Anfang an. Von wenigen – leider folgenreichen – Ausnahmen wie den Heimspielen gegen Wolfsberg und Basaksehir abgesehen, konnte man eine viel aktiver spielende, körperlicher agierende Mannschaft sehen. Borussia in der Saison 2019/20 zuzuschauen hat überwiegend Spaß gemacht! Gibt es einen tauglichen Kompromiss zwischen Ballbesitz und Pressing? Ganz offensichtlich. Denn was man sehen konnte war nicht nur aggressives Pressing, sondern eine Mannschaft, die – geführt von Spielern wie Ginter, Zakaria und Stindl – sehr oft in der Lage war, zwischen Ballbesitz und Pressingphasen zu variieren, mal das Tempo herauszunehmen und den Ball kontrolliert laufen zu lassen und dann wieder anzuziehen, um den Gegner unter Druck zu setzen. Ist der nur punktuell ergänzte Kader bereit, diese Herausforderung anzunehmen? Ja, ja und nochmals ja. Je länger die Saison dauerte, desto klarer wurde auch der Mentalitätswandel. Gab es im Herbst trotz zeitweiliger Tabellenführung noch einige Aussetzer, bei der man die alte Bequemlichkeit zu erkennen glaubte, wurde im Frühjahr und vor allem in den letzten Spielen sehr deutlich, dass die Mannschaft auch psychisch robuster geworden und mit Rückschlägen umgehen konnte. Funktioniert das System Rose auch in einer Liga, in der man jede Woche Vollgas spielen muss? Ja, aber nur weil Borussia Mönchengladbach einen sehr breiten Kader hat, aus dem heraus die unvermeidlichen Ausfälle, die mit der intensiveren Spielweise wohl zwangsläufig einhergehen, fast jederzeit kompensiert werden konnten. Schlagen die Neuzugänge ein? Lainer, Embolo, Thuram, Bensebaini – alles Volltreffer, mehr muss man dazu nicht sagen. Hält Yann Sommer einen Elfmeter? Ja, gegen Bremen. Kann man den Abgang von Thorgan Hazard kompensieren? Wessen Abgang? Zusammenfassend hat das erste Jahr unter Rose ungemein Spaß gemacht. Soviel Spaß, dass ich schon vergessen habe, dass er aus Probstheida kommt. 😊 Tabellenführung. Qualifikation für die Champions League. Ein paar wirklich herausragende Spiele. Was will man mehr? Mike Lukanz: XXX Christian Heimanns: XXX


25. Jun 2020

Die letzte Hürde

Als am 11. März dieses Jahres das Rheinderby gegen den FC Köln unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, glaubte manch einer schon, dies sei das Endspiel für Borussia um die Championsleague-Qualifikation. Mit einem Sieg konnte man wieder an Bayer Leverkusen vorbeiziehen und angesichts des drohenden vorzeitigen Saisonendes schien es gut möglich, dass der vierte Platz damit sicher wäre. Wie wir wissen kam es anders: im Gegensatz zu anderen Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden ruhte die Liga in Deutschland lediglich und kommt jetzt nach mehreren Wochen Geisterschaft zu ihrem Ende. Verblüffenderweise hat sich die Ausgangslage in diesen Wochen so gut wie nicht geändert. Sowohl Bayer 04 als auch die Borussia haben eine sehr wechselhafte Phase hinter sich, aber der 2-Punkte Vorsprung vom 11.3 gilt immer noch, wobei die Borussia inzwischen im Torverhältnis noch etwas mehr Distanz aufbauen konnte. Die möglichen Szenarien sind vermutlich unseren Lesern allen gegenwärtig. Bei Sieg von Borussia oder Nicht-Sieg von Leverkusen ist der VFL in der Champions-League, bei einem Unentschieden in Gladbach müsste Bayer mit 9 Toren unterschied gewinnen. Letzteres scheint sehr unwahrscheinlich, aber man erinnere sich an den letzten Spieltag der Vorsaison als der VFL Wolfsburg mit einem 8:1 Sieg bereits gerettete und unmotivierte Augsburger wegfegte und beinahe der Borussia noch den fünften Platz weggeschnappt hätte. Personell wird Marco Rose für dieses Spiel vermutlich wenig umstellen, nicht zuletzt, weil es aufgrund Verletzungen wenig Optionen gibt. Thuram, Plea (bei dem Marco Rose auf der PK noch zarte Hoffnungen auf einen Einsatz machte) , Zakaria, Strobl und wohl auch der scheidende Raffael fehlen weiterhin, Traore und Wendt haben sich nicht aufgedrängt, einzig Laszlo Benes könnte womöglich überraschend in die Startelf rücken, die aber vermutlich identisch mit der aus dem Paderborn-Spiel sein wird. Gerade offensiv war es beeindruckend wie die Mannschaft zuletzt die Ausfälle der beiden französischen Stürmerstars kompensieren konnte. Lars Stindl ist gerade zur rechten Zeit wieder in Top-Form gekommen und könnte am Samstag gar noch das Rennen um die vereinsinterne Torjägerkanone gewinnen. Breel Embolo war zwar zuletzt bei seinen Abschlüssen eher unglücklich, zeigte sich jedoch als ein ganz wichtiges Element im Rose-Pressing und bewies bei seinem Uwe-Bein-Gedächtnis-Preis-würdigem Pass zum ersten Tor gegen Wolfsburg, dass er auch spielerisch einiges kann, auch wenn das nicht immer so aussehen mag. Hinzu kommt noch ein Jonas Hofmann, der wohl noch nie so wertvoll für die Borussia war wie dieser Tage. Allerdings hängt die Borussia im Moment auch sehr von diesen drei Akteuren ab: sollte einer von ihnen ausfallen oder einen schwarzen Tag haben, gibt es kaum noch echte Alternativen auf der Bank. Mit der Hertha kommt die momentan vielleicht formstärkste Mannschaft unterhalb von Platz 5 in den Pappkameraden-Park. Seit dem Restart haben die Berliner 13 Punkte geholt, genauso viele wie die Championsleague-Kandidaten aus Gladbach und Leverkusen. Vermutlich ist es nicht so schwierig als Trainer gut auszusehen, wenn die Vorgänger Covic, Klinsmann und Nori heißen, aber wie schon in Wolfsburg beweist Labbadia, dass der „schöne Bruno“ allen Vorurteilen zum Trotz ein recht kompetenter Trainer ist. Labbadia mag kein visionärer Taktikrevolutionär sein, aber scheint die Qualität eines Kaders erkennen und diese dann auch abrufen zu können. Und das alles angesichts einer langen Ausfalliste, die durch die Vielzahl an Gründen beeindruckt: 5. Gelbe Karte, Verletzungen, Mandelentzündung, pfeiffersches Drüsenfieber, misslungenes Kabinenvideo, die alte Dame hat einiges zu bieten, wenn es darum geht warum ein Spieler am Samstag nicht mitwirken kann. Ähnlich wie die Borussia hat die Hertha die Ausfälle bislang aber gut kompensiert und der 2:0 Sieg der Berliner gegen Leverkusen war gleichermaßen erfreulich für die Borussia, wie er auch ein Warnzeichen sein sollte, dass das Spiel am Samstag keinesfalls ein Selbstläufer sein wird. Ein Spieler auf Berliner Seite, den man in Mönchengladbach besonders beobachten wird, ist der serbische Mittelfeldspieler Grujic, der Medienberichten zu Folge als Neuzugang bei Borussia im Gespräch ist. Auch wenn die Leihgabe vom FC Liverpools nicht die beste Saison hinter sich hat (wer hat das schon auf Berliner Seite?), so wäre er sicher eine interessante Personalie, wenn auch auf einer Position, die im Moment sowieso schon recht gut besetzt ist. Respekt vor der „neuen Hertha“ ist auf jeden Fall angebracht, aber es geht kein Weg daran vorbei, dass die Borussia am Samstag einfach den Sack zu machen muss, was die Champions-League angeht. Dass man auch so schon (3-Punkte mäßig) die zweitbeste Saison der letzten 38 Jahre gespielt hat, wird wenig Trost sein, sollte man doch noch auf der Zielgeraden stolpern. Seitenwahl-Tipps: Claus-Dieter Mayer: Dass der 3:1 Sieg gegen die Hertha nach einer sehr konzentrierten Leistung angesichts des Unentschiedens zwischen Leverkusen und Mainz gar nicht nötig gewesen wäre, ist am Ende egal. Die Borussia veredelt eine insgesamt tolle Saison. Christian Spoo: Die Chance auf die Champions League am letzten Spieltag zu vertölpeln, das wäre... Aber weil diese Saison eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche ist, lasse ich das Adjektiv weg und tippe stattdessen einen stets gefährdeten 2:1-Sieg. Thomas Häcki: Als Ralph Wiggum Präsidentschaftskandidat der Republikaner wird (wieder ein Fall, in dem die Simpsons die Realität voraussehen), antworteten die Demokraten: "Wir wissen noch nicht, wie wir es versauen, aber wir versauen es". Insofern spiele ich das faule Ei und tippe auf 0:2. Sollten wir es trotzdem schaffen, verspreche ich, das erste Spiel in der neuen Saison auf Sieg zu tippen. Egal, wie es lautet. Michael Heinen: Es wird ein Stück weit gezittert, aber am langen Ende gewinnt Rose mit seiner Elf 2:1 und landet damit auf demselben Rang wie sein Vorgänger eine Liga tiefer.


20. Jun 2020

In der eigenen Hand

Der vorletzte Spieltag einer merk- und denkwürdigen Saison ist vorbei - und er lief so, wie sich Anhänger von Borussia Mönchengladbach es sich vorher kaum hätten träumen lassen. Alle spielten für Borussia, inklusive Borussia. Damit hat es die Mannschaft von Marco Rose in der eigenen Hand, sich für die Champions-League zu qualifizieren. Liefe der kommende Spieltag ähnlich optimal wie dieser, landeten sie sogar noch auf Platz drei. Der Reflex leidgeprüfter älterer Borussenfans nach diesem zumindest ergebnistechnisch traumhaften Samstag ist: Dann verkacken wir es halt nächste Woche. Tatsächlich wird das Team gegen Hertha BSC mehr auf den Platz bringen müssen, als das in Paderborn geschehen ist. Aber die Qualifikation für die sogenannte Königsklasse ist Stand jetzt doch ein sehr wahrscheinliches Szenario. In Paderborn brachte Marco Rose eine gegenüber dem 3:0 gegen Wolfsburg leicht veränderte Startelf auf den Platz. Bensebaini kehrte nach seiner Sperre zurück ins Team, Jantschke spielte für den gesperrten Elvedi Innenverteidiger und rechts vorne ersetzte Patrick Herrmann Traoré. Dieser Tausch zahlte sich schon nach fünf Minuten aus, als Herrmann aus spitzestem Winkel traf. Embolo hatte aus aussichtsreicher Position geschossen, Paderborns Torwart Zingerle wehrte zur Seite ab und Herrmann brachte den Ball aus alles anderer als idealer Position im Tor unter. Borussias Auftakt war in jeder Hinsicht ein Statement. Die Mannschaft übernahm vom Anpfiff an die Kontrolle, belohnte sich zeitig und machte erst einmal genau so weiter. Die durchaus emsigen Paderborner wurden früh attackiert und das Spiel nach vorne lief zügig. Nach 24 Minuten hätte ein Angriff zum Erfolg führen müssen, Embolo, von Hofmann bedient, löffelte den Ball über das Tor. Das sollte charakteristisch für den weiteren Verlauf des Spiels werden. Die alte Borussenkrankheit "mangelnde Chancenverwertung" brach einmal mehr aus. Ohne Garantie auf Vollständigkeit, hätten Embolo und Hofmann, Herrmann und Stindl teils mehrfach die Führung ausbauen können bzw. müssen. Das alles, obwohl die Dominanz der Gladbacher Mitte der ersten Halbzeit etwas nachließ. Deutlich war man die bessere Mannschaft, ließ Paderborn aber immer häufiger in die Nähe des eigenen Strafraums kommen. Bis zur Pause ging das gut, im zweiten Durchgang dasselbe Bild: Borussia besser und schwach in der Chancenauswertung und auch nach hinten nicht mehr konsequent genug. Die Folge: Der Ausgleich. Der frühere Borusse Sven Michel überwand Sommer nach einem schönen Doppelpass. Das 1:1 war für Paderborn nicht wirklich verdient, die Gladbacher aber hatten sich das Ei durch ihre fehlende Zielstrebigkeit im Grunde selbst gelegt. Aber schon im Gegenzug gab es die Chance zur Rehabilitation. Der Angriff nach dem Wiederanpfiff führte zu einem Foulelfmeter. Hünemeier hatte Stindl am Bein getroffen. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Kapitän sicher zum 2:1. Wenige Minuten später eine Szene von vorentscheidendem Chakter: Hünemeier foulte den aufs Tor zueilenden Embolo. Der rappelte sich auf, umspielte Zingerle zunächst, ließ sich aber abdrängen und brachte den Ball abermals nicht am Keeper vorbei. Doch Schiedsrichter Welz war das Foul von Hünemeier nicht entgangen. Die folgende gelbe Karte war die zweite nach dem Foul vor dem Strafstoß - Paderborn war fortan nur noch zu zehnt. In Unterzahl vermochten es die Ostwestfalen nicht mehr, Borussia wirklich unter Druck zu bringen. Stattdessen erzielte Lars Stindl nach Flanke von Bensebaini das 3:1. Zunächst verwehrte Welz dem Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Flankenden die Anerkennung, der VAR korrigierte diesen Fehler jedoch. Das Spiel war entschieden. Ein sehenswertes Tor von Laszlo Benes kurz vor Schluss zählte nicht, weil der des eingewechselte Mittelfeldmann tatsächlich, wenn auch knapp im Abseits stand. Weil Leverkusen gleichzeitig bei Hertha BSC Berlin mit 0:2 verlor und auch Leipzig Dortmund unterlag schob sich die Borussia wieder auf Platz vier mit der leisen Hoffnung auf noch mehr. Das letzte Saisonspiel gegen Berlin wird freilich kein Selbstläufer. Dass die Hertha die "Großen" ärgern kann, hat sie jetzt bewiesen. Und in Sachen Abschlusssicherheit und was das Engagement über 90 Minuten angeht, muss Borussia nächsten Samstag im Vergleich zum Paderbornspiel noch deutlich zulegen. Wenn das gelingt, dann wird diese merk- und denkwürdige Saison zu einem erfreulichen Ende gebracht. Und 54.022 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park liegen sich in den Armen. Ach nee. Die Stimmen der restlichen SEITENWAHL-Redaktion Michael Heinen : Ein Spieltag wie gemalt für Borussia. Ohne die Topscorer fehlte es zwar deutlich an Effizienz, was den Fans so manches Haar gekostet haben wird. Letztlich wurde der Pflichtsieg aber souverän eingefahren und selbst das Gegentor warf die Mannschaft nicht aus der Bahn. Da Leverkusen gleichzeitig extrem schwach in Berlin agierte, stehen die Chancen auf die Champions League jetzt 90:10 für Borussia. Entschieden ist aber noch lange nichts. Claus-Dieter Mayer : Vierter nach 33 Spieltagen... das konnte Dieter Hecking auch! Im Ernst: Das war kein einfaches Spiel und man hat es letztendliche seriös und souverän zu Ende gespielt Thomas Häcki : Hinten hat der Fuchs die Eier Mike Lukanz : Wir brauchen nur einen Punkt. Wir brauchen nur einen Punkt. Wir brauchen nur einen Punkt...


17. Jun 2020

Mit letzter Kraft

Copyright Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Die Voraussetzungen vor dem Wolfsburg-Spiel waren nicht gut: Großes Verletzungspech, nur vier Punkte aus den letzten fünf Partien und der frustrierende Rückfall aus den Champions-League-Plätzen – erstmals seit dem 7. Spieltag. Nicht wenige Experten fürchteten, die Mannschaft könne so auch gegen den VW-Werksklub verlieren und sich selbstzufrieden auf dem Erreichen des immer noch respektablen 5. Platzes ausruhen. Wie so oft wurden die Experten von Borussia eines Besseren belehrt, denn die Mannschaft von Marco Rose lieferte eine der besten Leistungen dieser Rückrunde ab und besiegte den Tabellennachbarn auch in dieser Höhe verdient mit 3:0. Zur Erinnerung: Im Vorjahr war es nur ein einziges Tor, das die Fohlen am Saisonende von den Wölfen trennte. Trotz deckungsgleicher Platzierungen sind es aktuell 13 Zähler. Allein das sollte verdeutlichen, dass sich die Parallelen zur vergangenen Saison allerhöchstens auf den Verlauf der Platzierungen beschränken. In der Saison 2018/19 war es der Mannschaft über die gesamte Rückrunde hinweg nicht gelungen, den Abwärtstrend in Form einer äußerst unansehnlichen Reihe erfolgloser Spiele zu stoppen. Mit mehr Glück als Verstand wurde zumindest noch der 5. Platz gesichert mit schlussendlich 55 Punkten. Aktuell sind es bereits 59 und dank des Sieges über Wolfsburg besteht weiterhin die Hoffnung, Leverkusen in den kommenden beiden Wochen doch noch zu überholen. Copyright Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Dafür bedarf es zum einen der Schützenhilfe zweier Mannschaften, für die es vermutlich um nichts mehr gehen wird. In Berlin ist der „Labbadia-Effekt“ bereits vor Wochen verpufft. Nach drei Niederlagen in Folge ist schwer vorstellbar, dass die Hertha eine ernstzunehmende Hürde für die zuletzt konstant starken Leverkusener darstellen wird. Die Mainzer haben zwar zuletzt bei den charakterlosen Dortmundern überrascht. Sofern sie sich am kommenden Wochenende bereits retten sollten, wäre fraglich, ob sie sich am letzten Spieltag in Leverkusen noch einmal zu einem ähnlichen Husarenstreich motivieren können. Es muss aber kein schlechtes Omen sein, dass sich auch hier die Experten einig sind, Bayer in der Favoritenrolle zu sehen. Unabhängig vom Auftreten der Leverkusener gibt es zum anderen aber noch eine andere nicht ganz unwesentliche Voraussetzung dafür, dass der Traum von der Champions League im Borussia-Park bald wieder Realität wird. So muss Borussia ebenfalls die „Hürde“ Hertha überwinden. Vorher geht es aber zum Absteiger aus Paderborn, der sich in seinem vorläufig letzten Bundesliga-Heimspiel vermutlich achtbar wird schlagen wollen. Im dritt- und vorletzten Heimspiel gelang das nur suboptimal bei 1:6- bzw. 1-5-Niederlagen gegen Dortmund und Bremen. Mit 8 Punkten holten die Ostwestfalen in der Rückrunde bislang sogar noch einen Punkt weniger als Schalke 04 – viel tiefer kann ein Verein kaum sinken. Copyright Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Personell gehen beide Teams auf dem Zahnfleisch. Fehlen bei Borussia Zakaria, Thuram, Elvedi, Strobl und voraussichtlich Plea, so muss Paderborn auf Kilian, Strodiek und Vasiliadis verzichten. So könnte es aber zu einem Wiedersehen mit gleich zwei Ex-Borussen in der Startelf kommen, denen der ganz große Durchbruch am Niederrhein versagt geblieben ist. Auch in Paderborn spielen Sven Michel und Marlon Ritter eine sehr durchwachsene Saison, sodass der Abstieg für sie nicht die schlechteste Nachricht ist, um sich in der 2. Liga mit Spielern ihres Kalibers auf Augenhöhe messen zu können. Bei Borussia dürfte Tony Jantschke den gelbgesperrten Elvedi ersetzen, während der zuletzt gelbgesperrte Bensebaini für Oscar Wendt ins Team zurückkehren könnte. Dies wären dann aber auch die einzigen Änderungen, die gegenüber der Startformation gegen Wolfsburg zu erwarten sind. Wenn die Mannschaft dann auch ihr Auftreten der Leistung vom Dienstag anpasst, steht der Erfüllung der ersten Pflichtaufgabe nichts mehr im Wege. Seitenwahl- Tipps Michael Heinen: Man stelle sich vor, Bayer ließe Punkte in Berlin und Borussia gleichzeitig in Paderborn. So viel Borussia war früher. Die aktuelle Fohlenelf ist da abgezockter und lässt dem Absteiger mit einem 4:1-Auswärtssieg keine Chance. Christian Spoo: Es wird schwieriger, als angesichts der Tabellenstände beider Teams vielleicht erwartet. Paderborn fehlt einiges, Moral gehört aber nicht dazu. Dass das Team sich nach dem Abstieg hängen lässt, ist nicht zu erwarten. Borussia sollte sich auf mehr Widerstand einrichten, als am Dienstag. Trotzdem reicht es zu einem 2:1-Sieg. Claus-Dieter Mayer: Die Borussia hat mit dem Absteiger etwas mehr Mühe als erwartet, erfüllt aber ihre Pflicht mit einem 2:0 Sieg.


15. Jul 2020

Zuschauer ab September? DFL legt Leitfaden vor

Wird die neue Saison in zumindest teilweise gefüllten Stadien angepfiffen? DFL und DFB haben einen Leitfaden vorgelegt, der als Grundlage für die individuellen Konzepte dient, welche die Vereine erarbeiten müssen.


04. Jul 2020

Die große Ungewissheit vor der neuen Saison

Borussia Mönchengladbach hat die ‘Corona-Saison’ sportlich erfolgreich beendet und ist finanziell bislang mit einem blauen Auge davon gekommen. Dennoch besteht eine große Ungewissheit, wie es weitergeht in der neuen Saison.


29. Jun 2020

Souverän und sicher über die Ziellinie

Borussia Mönchengladbach hat die letzte Hürde der Saison mit Bravour gemeistert und beendet die Spielzeit verdient als Tabellenvierter. Die finale Einzelkritik:


27. Jun 2020

2:1! Borussia schlägt Hertha und sichert Platz 4

Borussia Mönchengladbach spielt nächste Saison in der Champions League. Am letzten Spieltag setzte sich die Fohlenelf nach Toren von Jonas Hofmann und Breel Embolo verdient mit 2:1 gegen Hertha BSC durch und sicherte sich damit den vierten Tabellenplatz.


26. Jun 2020

Alles oder Nichts: »Wir wissen um die Aufgabe«

Die Ausgangslage vor dem letzten Saisonspiel gegen Hertha BSC (15.30 Uhr) ist für Borussia Mönchengladbach nahezu perfekt, doch noch haben die Borussen ihr Ziel nicht erreicht. Eine ähnliche Konstellation ging in dieser Saison schon gewaltig in die Hose.


15. Jul 2020

Fußball: 120 Jahre Borussia Mönchengladbach: Stadionsprecher Rolf Göttel blickt zurück

Am 1. August wird der Traditionsverein vom Niederrhein 120 Jahre alt — eine Feier gibt es nicht.


14. Jul 2020

Borussia Mönchengladbach: 1000 Bratwürste aus Thüringen

Borussia Mönchengladbach ist 2019/20 das Team mit dem meisten Pech gewesen, dennoch kann der Einzug in die Champions League gefeiert werden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.


14. Jul 2020

Gladbachs Marcus Thuram: Mon dieu — welch ein Glücksgriff!

Die Fans von Borussia Mönchengaldbach haben Marcus Thuram zu ihrem Spieler der Saison gewählt.


13. Jul 2020

Abschied: „Es war eine wunderbare Zeit“

Nach sieben Jahren muss der Publikumsliebling Borussia Mönchengladbach verlassen. Der Brasilianer hegt keinen Groll und hofft auf eine Rückkehr.


10. Jul 2020

Kommentar: Zakaria bleibt bei Gladbach: Ohne Corona-Vorteil wird es schwer

Ohne die Folgen der Corona-Krise und Zakarias Knieverletzung wäre es schwer geworden, den Schweizer in diesem Sommer zu halten. Ein Kommentar.


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