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Pressespiegel

20. Sep 2021

Polyvalenz kein Selbstläufer bei Borussia: Nicht nur Netz und Beyer mit Problemen auf der B-Position

Nach 45 Minuten war der Arbeitstag von Luca Netz am Wochenende beendet. Der 18-Jährige wird dennoch weitere Chancen erhalten. Auch Jordan Beyer musste ausweichen und konnte nicht überzeugen. Trainer Adi Hütter ist allerdings gezwungen, zu improvisieren.

 


20. Sep 2021

Ex-Borusse zieht weiter: Marin fühlt sich in Budapest an seine spannendste Station erinnert

Seit Juli war er vereinslos gewesen, nun hat Marko Marin einen neuen Klub gefunden. In Ungarn geht seine Laufbahn weiter, die inzwischen buchstäblich eine Welt-Karriere ist. Was der 32-Jährige mit Ferencváros Budapest vor hat.

 


20. Sep 2021

Fohlenfutter-Podcast: Borussia tief im Minus, brisantes Wiedersehen mit Rose, Haaland unaufhaltsam?

Unsere Reporter nehmen sich Borussias schwachen Auftritt in Augsburg vor. Zu Gast ist vor dem brisanten Duell mit dem BVB der Sportchef der Ruhr Nachrichten. Er spricht mit uns über Marco Roses Start in Dortmund und Wege, Erling Haaland vielleicht doch vom Toreschießen abzuhalten.

 


20. Sep 2021

Fehlstart mit Gladbach: Probleme der Ball-Ästheten Neuhaus und Plea halten an

Borussias Alassane Plea und Florian Neuhaus sind feine Kombinationsspieler, die zu Besonderem fähig sind. Bislang mangelt es aber beiden an gelungenen Aktionen. Kann der kommende Gegner ihnen helfen, ihre Stärken besser auszuspielen?

 


20. Sep 2021

Abwärtstrend hält lange an: Darum ist die Lage bei Borussia so prekär

Adi Hütter hat von seinem Vorgänger Marco Rose eine Mannschaft ohne Kompass und ohne Selbstvertrauen übernommen. Die Lage ist prekär: Schon seit Februar punkten die Gladbacher wie ein Abstiegskandidat. Mutmacher sind nach der 0:1-Pleite in Augsburg schwer zu finden.

 


18. Sep 2021

Gladbacher Konjunktiv

Es hätte so schön sein können. Drei Punkte bei den derzeit fußballerisch nicht grade furchteinflößenden Augsburger und der Saisonstart wäre vielleicht nicht gelungen aber eben auch nicht misslungen gewesen. Sieben Punkte aus dem durchaus anspruchsvollen Auftaktprogramm wären in etwa erwartbar gewesen. Hätte, wenn und aber – die Realität sieht leider anders aus. Vier Punkte aus den ersten fünf Bundesligaspielen sind definitiv zu wenig. Schlimmer ist, dass der Auftritt bei den Fuggerstädtern nicht grade Hoffnung schürt, ausgerechnet gegen die ungeliebte Namenscousine aus dem Ruhrgebiet den Bock endlich umzustoßen. Augsburg zeigte über das gesamte Spiel, warum sie diese Saison ein heiß gehandelter Abstiegskandidat sind. Jedoch fiel der Borussia über die gesamte Spielzeit kein Rezept ein, so etwas wie Gefahr zu erzeugen. Bis 30 Meter vor dem Tor ließ man den Ball zirkulieren, eine zwingende Chance sprang dabei nicht heraus. Einmal ließen die Fohlen kurz aufblitzen, was möglich wäre, leider stand Plea beim Abschluss einer schönen Kombination dann doch allzu deutlich im Abseits. Und so kam es wie es kommen musste. Ein Konter, ein individueller Fehler von Elvedi und Niederlechner verwertete die Rückgabe von Vargas zum insgesamt schmeichelhaften 1:0 für die Gastgeber. Augsburg hatte sich diesen Sieg vielleicht nicht verdient, die Niederlage der Gäste war hinsichtlich des uninspirierten Auftritts auch nicht gänzlich unverdient. Man muss kein Prophet sein, um der Borussia nun unangenehme Wochen zu prophezeien. Anspruch und Realität liegen derzeit zu weit auseinander. Zudem hat die vergangene Saison bekanntlich tiefe Wunden in der geschundenen Borussenseele hinterlassen. Die Hoffnung auf eine Trendwende unter dem neuen Trainer war entsprechend groß. Sein Start sucht allerdings in der Gladbacher Historie seinesgleichen – selbst Rainer Bonhof, Norbert Meier, Jos Luhukay oder Michael Frontzeck starteten ihre ersten fünf Ligaspielen erfolgreicher, zum Teil unter ungleich ungünstigeren Voraussetzungen. Die aktuelle Misere aber an der Personalie Adi Hütter festzumachen ist nun doch zu billig und auch viel zu verfrüht. Viele der aktuellen Probleme hat der Österreicher aus der letzten Saison geerbt. Allerdings wird er sich bei anhaltendem Misserfolg auch die Frage gefallen lassen müssen, was er dagegen zu tun gedenkt und wie seine Handschrift denn nun eigentlich aussieht. Scheitert er, wird man sich an der Hennes-Weisweiler-Allee die Frage gefallen lassen müssen, wann der Gladbacher Karren von der Autobahn abkam, wenn selbst ein ausgewiesener Erfolgstrainer ihn nicht mehr steuern konnte. Die aktuelle Situation kann sich somit mittelfristig als explosiv und für den langfristigen Weg als höchst gefährlich erweisen. Die Presselandschaft und insbesondere die neuen Medien sind schnelllebig und erwarten einfache Antworten. Und der Fehlstart ist ein gefundenes Fressen für diejenigen, die schnelle Schlagzeilen suchen. Daher werden nun die einfachen Fragen kommen. Hat der Kader noch die notwendige Qualität um den Ansprüchen auf einen internationalen Startplatz zu genügen? Wäre frisches Blut nicht notwendig gewesen? Waren die Transferbemühungen nicht zu zaghaft? War es vor diesem Hintergrund richtig, eine Ablöse für einen Trainer zu bezahlen wo doch andere (ablösefreie) Kandidaten offenbar verfügbar waren und grade einen deutlich stärkeren Eindruck hinterlassen? Alles Fragen die man stellen kann, für deren Antwort aber der Konjunktiv herhalten muss. Zum einen, weil man die Verhältnisse in Mönchengladbach nicht mit Dortmund, Leverkusen oder Wolfsburg vergleichen kann. Zum anderen, weil niemand eine Glaskugel besitzt und somit sagen kann, ob Person X und Y an der Situation wirklich verändert hätte oder ob das vorhandene Personal nicht doch in der Lage ist, den Bock umzustoßen und die Erfolgsgeschichte weiterschreibt. Fakt ist allerdings, dass alle diese Fragen das Potenzial haben, Unruhe in einem bereits verunsicherten Umfeld zu erzeugen. Eine Unruhe, die schwerlich weiterhelfen wird. Auch wenn es wie eine abgedroschene Fußballweisheit klingen mag, die Antwort hierauf kann nur auf dem Platz liegen. Mit einer Mannschaft die mutig kämpft und einem Spielsystem, das sichtbar ist. Mit einem Spiel, was Gefahr erzeugt und nicht wie Verwalten wirkt. Und einer Defensive, die konzentriert agiert. Also alles andere als der Auftritt in Augsburg.


16. Sep 2021

Meet the Fuggers

Einem Gladbach-Anhänger mitzuteilen, dass Augsburg für die Borussia in der Vergangenheit ein eher übles Pflaster war, ist in etwa so nötig wie geräucherten Fisch ins schottische Arbroath zu exportieren. Machen wir es daher kurz: Nur ein einziges seiner 10 Bundesligaspiele in der Kalle-Wirsch-Arena (oder wie immer das momentan heißt) konnte der VFL bislang gewinnen und wer nach jenem 3:2-Erfolg im Februar 2020 glaubte der Fluch sei nun gebrochen, musste sich bei der der 3:1 Niederlage in diesem Frühjahr eines Besseren belehren lassen. In einem ziemlich absurden Spiel dominierten die Fohlen damals den FCA über weite Phasen, ließen beste Chancen inklusive eines Elfmeters aus und verloren am Ende dann doch mit 3:1. Während dieses Spiel damals die 5. Liga-Niederlage in Folge bedeutete, kann man diesmal aber immerhin mit einem Sieg im Rücken zu den bayrischen Schwaben reisen. Das 3:1 gegen Bielefeld hat in Mönchengladbach zwar nicht gerade Euphorie entfacht, aber immerhin für Erleichterung nach nur einem Punkt aus den drei Auftaktspielen gesorgt. Noch läuft längst nicht alles rund unter dem neuen Trainer beim VFL, aber schaut man mal nach Frankfurt oder Leipzig so ergeht das auch manch anderem Konkurrenten ähnlich. Gerade defensiv offenbarte man am Sonntag wieder Schwächen, aber es gab auch ein paar positive Erkenntnisse. Dazu zählen z.B. die beiden jungen Außenspieler Luca Netz und Joe Scally, wie auch die Akzente die Laszlo Benes und vor allem der ewige Patrick Herrmann nach ihren Einwechslungen setzen konnten. Mit den wiedergenesenen Embolo und Koné hat Adi Hütter jetzt wieder einige Alternativen zur Verfügung, muss allerdings auf Jonas Hofmann (muskuläre Probleme) und wohl immer noch auf Ramy Bensebaini verzichten. Eine interessante Frage dabei ist, ob Hütter wiederum mit Dreierkette beginnen wird. Dies war in Frankfurt seine favorisierte Start-Formation, die er aber in Gladbach erst gegen Bielefeld zum ersten Mal versuchte. Einige Diskussion gab es zuletzt um Spielmacher Florian Neuhaus, der bislang in dieser Saison noch nicht überzeugen konnte und gegen Bielefeld mit seinem Fehlpass großen Anteil am zwischenzeitlichen Ausgleich der Arminia hatte. Bei allen Spekulationen, ob gescheiterte Wechselabsichten oder auch die bisherige Nicht-Beachtung durch den neuen Bundestrainer Hansi Flick Neuhaus negativ beeinflussen könnten, darf man nicht vergessen, dass der 24-jährige auch in den Vorjahren immer wieder schwächere Phasen hatte, in denen er eher unkonzentriert und überspielt wirkte. Aufgrund seiner risikofreudigen Spielweise sind solche Formschwankungen besonders auffällig, aber man sollte sie auch nicht überinterpretieren. Will die Borussia in diesem Jahr um internationale Plätze spielen, wird sie dafür einen Unterschied-Spieler wie Neuhaus brauchen, weswegen im Moment Geduld angebracht ist. Der Gegner aus Augsburg geht noch ohne Saisonsieg in die Partie am Samstag und konnte auch erst ein einziges Tor in dieser Spielzeit erzielen. Gerade die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und Leverkusen gingen bislang gewaltig in die Hose: Beide Male musste man vier Tore zulassen. Allerdings täuschen in beiden Fällen die hohen Ergebnisse etwas über einen eher ausgeglichenen Spielverlauf hinweg: der FCA lag jeweils eine Viertelstunde vor Schluss nur mit einem Treffer hinten und ging erst in der Schlussphase unter. Besser schlug man sich bislang auswärts wo man sowohl in Frankfurt als auch bei Union Berlin torlose Unentschieden erstreiten konnte. Gerade in Berlin zeigten sich die Augsburger verbessert und hätten das Spiel mit etwas Glück sogar gewinnen können. Noch ist also etwas unklar, wohin die Reise für Augsburg in dieser Saison geht. Trainer ist jetzt wieder Markus Weinzierl, an dessen Beispiel man schön belegen kann wie sich die Dinge im Fußball doch ändern. Galt Weinzierl vor 5 Jahren noch als einer der Hoffnungsträger unter den deutschen Trainern, bei dem man sich neugierig fragte „Kann er auch was Anderes als Augsburg?“ so scheint nach seinem erfolglosen Wirken in Schalke und Stuttgart eher die skeptische Frage „Kann er denn wenigstens noch Augsburg?“ angebracht. Beim FCA selbst wird man vermutlich nicht nur wegen seiner Erfolge in den Jahren 2012-2016 Geduld für ihn aufbringen, sondern er wird auch davon profitieren, dass verglichen mit seinem Vorgänger Heiko Handcreme Herrlich und dem grausamen Rumpel-Fußball, den dieser spielen ließ, jeder nicht komplett inkompetente Nachfolger wie Pep Guardiola wirken muss. Mit Caliguiri, Hahn, Niederlechner, Finnbogason und auch Tobias Strobl haben die Augsburger einiges an Bundesliga-Erfahrung in ihrem Kader. Auf der anderen Seite haben all diese Leistungsträger den Zenit ihrer Karriere überschritten und sind auch (wie zuletzt Strobl) verletzungsanfällig. Immerhin konnte man im Sommer mit Niklas Dorsch und Arne Maier zwei jüngere aber schon erfahrenen Profis für Mittelfeld verpflichten. Auch wenn die 8 Gegentore etwas Anderes andeuten, so drückt der Schuh beim Weinzierl-Team vor allem im Sturm. 37 Treffer in den letzten 38 Bundesligaspielen zeigen, wie schwer man sich in der Offensive tut, was sicher auch mit dem bereits erwähnten Altern der einstigen Goalgetter zu tun hat. Wie eigentlich jedes Jahr reist die Borussia also als Favorit nach Augsburg. Angesichts der folgenden Partien gegen Dortmund und beim jetzigen Tabellenführer in Wolfsburg wäre ein Sieg am Samstag immens wichtig für die Fohlen, um nicht schon frühzeitig die eigentlichen Saisonziele aus dem Auge zu verlieren. Man sollte sich allerdings nicht zu sehr vom vorletzten Tabellenplatz der Augsburger täuschen lassen: wie schon in der Vergangenheit hat der FCA eine durchaus bundesligataugliche Truppe beieinander, die unangenehm zu bespielen ist. Seitenwahl-Tipps: Claus-Dieter Mayer : Nach dem 2:2 in Augsburg will Adi Hütter zwar so manch positives gesehen haben, aber die Angst geht um, dass von nun an „Übergangssaisons“ nicht mehr Ausnahme, sondern Regel in Mönchengladbach sein werden. Christian Spoo: Die Brust ist wieder eingeschnürt. Borussia agiert wie bei Union Berlin und wird mit dem gleichen Ergebnis heimgeschickt. 2:1 - Augsburg lechelt. Michael Heinen: Borussia dominiert die Partie, tut sich aber - wie fast immer in Augsburg - schwer. Am Ende reicht es dennoch zu einem mühsamen 2:1-Auswärtssieg. Uwe Pirl: Augsburg ist nicht mehr das, was es mal war. Zurück in die Zukunft mit Markus Weinzierl entpuppt sich früh als keine gute Idee. Deshalb: Auch wenn Borussia nicht sehr überzeugend agiert, einen 2:0-Sieg gibt es trotzdem. Thomas Häcki: Reden wir nicht drum herum. Wenn die Borussia ihre Ziele erreichen möchte, ist ein Sieg bei den Schwaben Pflicht. Bei allem anderen droht eine Negativspirale. Die Borussia schlägt ebenso verunsicherte Augsburger daher mit 3:2. Wie ist letztlich egal.


13. Sep 2021

Pflicht erfüllt! Brust gelöst?

Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Ein Brustlöser? Ein Pflichtsieg? Ein Arbeitssieg? Ein glücklicher Sieg? Ein verdienter Sieg? All das ist im Nachgang des 3:1 vom Sonntagabend zu hören und zu lesen gewesen. Und alles stimmt oder ist zumindest eine zulässige Einschätzung. Unbestritten sollte sein, dass der Erfolg über Arminia Bielefeld letzten Endes verdient war. Borussia war, bei aller berechtigten Kritik, die bessere Mannschaft, die reifere Mannschaft – und wie soll es auch anders sein, angesichts des doch deutlich stärker besetzten Kaders? Der zeigte sich zumindest gegen einen Gegner wie Bielefeld auch in der Breite belastbar. Mit Beyer, Netz und Scally standen drei Spieler in der Startformation, die man vor der Saison eher in der Kategorie „Ergänzungsspieler“ eingeordnet hätte. Alle drei machten ihre Sache gut. Mit Herrmann kam ein Spieler von der Bank, der sich durchaus als Matchwinner feiern lassen darf und mit Benes ein weiterer, dessen Einsatz einen Qualitätsschub mit sich brachte. War es ein glücklicher Sieg? Mit viel bösem Willen und der Spekulation, was geschehen wäre, wäre Borussia zu Beginn der zweiten Halbzeit, als man doch sehr zögerlich zu Werk ging, in Rückstand geraten. Geriet sie aber nicht. In den entscheidenden Momenten stand die Defensive. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Ein Pflichtsieg war es selbstredend. Wenn nicht gegen Bielefeld zuhause, gegen wen sonst, möchte man meinen, zumindest wenn man das Bielefeld als Maßstab nimmt, das in der vergangenen und der laufenden Saison gegen Borussia angetreten ist. Die Qualitäten, die die Arminia zum Klassenerhalt verholfen haben, traten in den Partien gegen Gladbach nie deutlich genug zu Tage, als dass man den Gegner dergestalt das Fürchten hätte lehren können wie das Union Berlin oder der SC Freiburg regelmäßig schaffen. Hätte Borussia gegen Bielefeld nicht dreifach gepunktet, es wäre ausgesprochen ungemütlich geworden rund um den Borussia-Park. Die Herren Hütter und Eberl dürften darüber nicht weniger froh sein, als die Anhänger des Unternehmens, in dem sie tätig sind. Ein Arbeitssieg war es dennoch, denn zum Erfüllen der Pflicht war einiger Aufwand nötig. Was geschieht, wenn man die Arbeit zum falschen Zeitpunkt einstellt, war in der letzten Minute des ersten Durchgangs schmerzhaft zu spüren. Wobei Florian Neuhaus in diesem Moment im Grunde nicht die Arbeit einstellte sondern seine Arbeitseinstellung demonstrierte. Lustlos und uninspiriert wirkte der Nationalmannschafts-Bankdrücker nach dem Ende der Länderspielpause. Neuhaus versuchte recht wenig und das, was er versuchte, misslang meist. Damit war er der einzige Spieler, den man ausdrücklich als Schwachpunkt ausmachen kann. Ansonsten war es auch in den schwächeren Phasen des Spiels wie zuletzt so oft: Man weiß nicht so recht, auf welche Wunde man den Finger legen soll, weil keine offensichtliche vorhanden ist – mehr so ein diffuses Wundgefühl. Fast alle Spieler machen ihre Sache okay, dennoch wirkt das Spiel selten wie aus einem Guss. Positiv hervorheben kann man neben dem eingewechselten Doppel-Assist-Geber Herrmann und natürlich dem Doppeltorschützen Lars Stindl den jungen Luca Netz. Der machte, bis er offenbar mit Krämpfen das Feld verlassen musste, einen ausgesprochen belebenden Eindruck. Dank der von Adi Hütter gewählten Formation mit Dreierkette spielte Netz - wie sein Gegenpart Scally auf rechts – vor allem offensiv auf. Das sah schon so gut aus, dass man sich überlegen sollte, ob man Wege findet, auch mal Ramy Bensebaini und Netz gemeinsam aufzubieten. Als reiner Backup für den Algerier ist ein Luca Netz in der Verfassung vom Sonntag eigentlich zu schade. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR So steht am Ende also ein nicht müheloses, aber verdientes 3:1, das das Geraune vom Fehlstart erst einmal verstummen lassen wird. Ob dieser Sieg aber souverän genug war, um tatsächlich als Brustlöser zu fungieren, müssen die nächsten Spiele zeigen. Am Samstag wartet mit dem FC Augsburg erneut ein nominell schwächerer Gegner, der Borussia aber in der Vergangenheit gerade auf seinem eigenen Platz häufig geärgert hat. Um dort souverän zu bestehen, wäre eine nachhaltig gelöste Brust nicht die schlechteste Voraussetzung.


10. Sep 2021

Bundesliga-Check - Union - Borussia - Bielefeld

Union Berlin Wo kommen sie her? Von einem Platz, den eigentlich Borussia als ihr Mindestziel auserkoren hatte. In allerletzter Sekunde stahl ausgerechnet Max Kruse seinem Ex-Verein die Chance, in die altehrwürdige Europa Conference League einziehen zu dürfen. Dort wird nun die einzig erfolgreiche Union aus Berlin in den kommenden Wochen gegen Feyenoord Rotterdam, Maccabi Haifa und Slavia Prag antreten, während die große Borussia lässig zugucken muss. So hervorragend Borussia in den vergangenen Jahren mit relativ bescheidenen Mitteln gewirkt hat: Im vergangenen Jahr gab es mit Union einen Verein, der dies mit noch viel bescheideneren Mitteln deutlich besser hinbekommen hat. Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Erstaunlich viel, wenn man bedenkt, wie erfolgreich Union in den letzten Jahren gewesen ist. Der wichtigste „Einkauf“ war die Verpflichtung von Stürmer Taiwo Awoniyi, der im vergangenen Jahr ausgeliehen worden war. Für 6,5 Mio. € konnte dieser an der Spree gehalten werden und das Vertrauen in den ersten Partien gleich mit drei Toren zurückzahlen. Daneben kam eine Fülle weiterer Kaderspieler, von denen einige über viel Bundesligaerfahrung verfügen: Rani Khedira, Bastian Oczipka, Levan Öztunali, Timo Baumgartl. Weniger erfreulich für Freunde des Berliner Fußballs war der Verkauf diverser Stammspieler – allen voran der von Robert Andrich nach Leverkusen. Mit Marcus Ingvartsen wechselte eine Sturmalternative leihweise nach Mainz. Der Abgang von Spielern wie Gentner, Lenz oder Schlotterbeck wird vermutlich durch die Neuzugänge kompensiert werden können. Wo gehen sie hin? Insgesamt scheint der Kader durch Andrichs Abgang etwas schwächer zu sein als im Vorjahr. Dies muss sich aber nicht unbedingt auf die Ergebnisse auswirken, da der Verein über seine mannschaftliche Geschlossenheit kommt und mit Urs Fischer zudem einen hervorragenden Trainer besitzt, um dessen Klasse und Loyalität ihn andere Klubs beneiden. Zentraler Erfolgsgarant ist zudem Max Kruse, der aus einer ansonsten durchschnittlichen Mannschaft zumindest im vergangenen Jahr den entscheidenden Schritt mehr herausgeholt hat. Auch in dieser Saison wird nicht zuletzt er dafür sorgen, dass Union nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird, sondern im gesicherten Mittelfeld landet. Noch einmal Europa wird aber u. a. wegen der bevorstehenden Doppelbelastung nur schwer zu erreichen sein. Es war Max Eberls größter Fehler der letzten Jahre, dass er 2020 nicht dafür gesorgt hat, Kruse zurück an den Niederrhein zu lotsen. Ein solcher Spieler wäre vermutlich genau das, was der Borussen-Mannschaft an Charakter fehlen würde, um aus der Mittelmäßigkeit wieder zu entfliehen. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Borussia Mönchengladbach Wo kommen sie her? Aus eben jener Mittelmäßigkeit und der enttäuschendsten Saison seit 2011. Das letzte Jahr hat im Verein und bei den Fans einiges zerstört, was über die vergangenen Jahre mühsam aufgebaut wurde. Es wäre zu einfach, dies allein an einem Trainer festzumachen, der in den letzten Monaten kein gesteigertes Interesse mehr an einem nachhaltigen Erfolg seines Noch-Vereins zeigte. Die Vielzahl an vergebenen Führungen ist schon in erster Linie der Mannschaft selbst anzulasten. Der Charakter ist ihr dabei nicht per se abzusprechen, denn es gab kaum eine Partie, die sie kampflos herschenkte. Selbst zuletzt beim 0:4 in Leverkusen z. B. haben sich die Spieler – wenn auch mit begrenzten Mitteln und mit noch begrenzterem Erfolg – bis zum Schluss gegen das Debakel gewehrt. Irgendwo muss es aber an der Mentalität hapern, dass zu wenige der vermeintlichen Führungsspieler in kritischen Situationen das Heft in die Hand nehmen. Mit Kramer, Stindl, Ginter, Bensebaini oder Zakaria verfügt der Kader über eine Reihe erfahrener und charakterstarker Spieler, denen dies eigentlich zuzutrauen wäre. Es wird an Adi Hütter sein, dies in den kommenden Monaten herauszukitzeln und mit der richtigen Mischung wieder höhere Ziele verfolgen zu können. Dass dies in den ersten vier Saisonspielen bislang noch kaum gelungen ist, sollte nicht überbewertet werden. Abgesehen davon, dass die bisherigen Gegner eher undankbar gewesen sind, war in diesem Sommer eine echte Vorbereitung aufgrund von EM-Abstellungen und Verletzungen kaum möglich. Hütter muss nun im Laufe der Saison sein Team finden und kann dabei von den fehlenden europäischen Spielen unter der Woche profitieren. Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Als die Seitenwahl-Redaktion entschied, ihre Bundesliga-Checks auf die erste Bundesliga-Pause Anfang September zu verschieben, um das Ende der Transferperiode abzuwarten, geschah dies insbesondere mit Blick darauf, dass auch bei Borussia noch allerhand Umwälzungen bevorzustehen schienen. Nach den exklusiven Insider-Informationen bestimmter Boulevard-Zeitungen hätte es nämlich noch mindestens vier bis fünf Transfers wichtiger Stammspieler geben müssen und Borussia wäre wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Wahrhaft „True“ dagegen ist: Anders als der FC Barcelona oder Juventus Turin gelang es Borussia allen Unkenrufen zum Trotz, ihren Kader beisammenzuhalten und keinen Stammspieler zu verkaufen. So erfreulich dies ist, so hat dies aber leider einen kleinen Haken. Der Verkauf von Denis Zakaria war von Eberl nämlich ein Stück weit eingeplant gewesen. Hier erhoffte er sich rund 20 Mio. €, um u. a. Matthias Ginter ein verbessertes Vertragsangebot unterbreiten zu können und den nicht wirklich optimal ausgerichteten Kader an einer bis zwei weiteren Stellen zu optimieren. Mit Manu Koné war bereits ein talentierter Nachfolger für den Schweizer verpflichtet worden, sodass die Nachricht vom Verbleib Zakarias nicht unbedingt nur auf Wohlwollen in der Hennes-Weisweiler-Allee stieß. Die Gefahr ist hoch, nun im kommenden Jahr mit Zakaria und Ginter zwei Spieler ablösefrei zu verlieren, deren Marktwert im vergangenen Jahr noch mit jeweils rund 40 Mio. € beziffert wurde und für die auch diesen Sommer noch je 20 Mio. € hätten erwartet werden dürfen. In Corona-Zeiten ist der Markt aber unberechenbar geworden und die höchst unbefriedigende Saison von Zakaria zuletzt stieß bei potentiellen Kunden offensichtlich auf zu große Skepsis. Wo gehen sie hin? Dem Verein bleibt nichts Anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen. Zakaria deutete in Berlin zuletzt nach seiner Einwechselung an, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Gelingt es ihm, seine Dynamik wieder voll in den Dienst der Mannschaft zu stellen, könnte er ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Saison werden. Eine solche braucht der Verein dringender denn je, denn ein weiteres Jahr ohne internationale Einnahmen würde die Arbeit für Management und Scouting massiv erschweren. Dann wären neben Ginter und Zakaria auch Spieler wie Thuram oder Bensebaini im kommenden Sommer nur noch schwer zu halten und ein größerer Umbruch wäre zu befürchten. Hierfür hat Eberl aber immerhin schon zum Teil vorgesorgt, indem er diesen Sommer mit Netz und Koné zwei hoch talentierte Spieler verpflichtet hat, die spätestens in der kommenden Saison in die Fußstapfen einer der potentiellen Abgänge treten könnten. Aber auch in dieser Saison wird es auf sie bereits ankommen, da Borussias Kader in der Breite relativ schwach aufgestellt ist. Je zwei bis drei Ausfälle in Defensive oder Offensive engten den Spielraum zuletzt enorm ein, sodass der ewige Patrick Herrmann als einzige nennenswerte „Sturm“-Alternative eingewechselt werden konnte. Durch die Rückkehr von Embolo entspannt sich die Lage gegen Bielefeld ein wenig. Defensiv gilt das gleiche dank Ginters Genesung. Auf Lainer und Thuram wird der Verein dagegen noch länger verzichten müssen. Sollte Borussia das Verletzungspech der Startphase über die Saison hinweg erhalten bleiben, so wird es enorm schwer für Adi Hütter, die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen zu können. Nur wenn es ihm relativ schnell gelingt, aus der Mannschaft wieder eine geschlossene und eingespielte Einheit zu machen, sollte diese ihr Potential wieder abrufen können. Denn allen derzeitigen Stimmungseintrübungen zum Trotz: Von der Qualität der Mannschaft aus bewertet muss es Borussias Anspruch sein, zu den sechs besten Teams der Liga zu gehören. Damit es sogar für die Champions League reicht, dafür muss stets sehr vieles gut laufen – also genau anders als zu Saisonbeginn. Gegen Lieblingsgegner Bielefeld könnte aber ein Anfang gemacht werden, um mit einem überzeugenden Sieg die Trendwende einzuleiten. Arminia Bielefeld Wo kommen sie her? Wir beschließen unseren Bundesliga-Check mit Borussias Gegner vom kommenden Sonntagabend. Ein wesentlicher Faktor, der die Bielefelder im Vorjahr von ehemaligen Aufsteigern wie Paderborn oder Fürth unterschied, war ihre starke Abwehrleistung. Offensivfreudige Aufsteiger bemerken in Liga 1 oft sehr schnell, dass die Verteidigungslinien ihrer Gegner dort nur selten rumschalken, während dies im Unterhaus zum bewährten Standard gehört. Gutes, stabiles Verteidigen dagegen funktioniert fast gegen jeden Gegner irgendwie und kann selbst hochklassige Mannschaften zu Punktverlusten verleiten. Die Arminia machte sich dies im vergangenen Jahr zunutze und hamsterte sich so zu beachtlichen 35 Punkten und dem direkten Klassenerhalt. Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Ähnlich wie in Mönchengladbach verhältnismäßig viel. Spektakulärster Neuzugang war Linksaußen Robin Hack aus Nürnberg, den angeblich auch Borussias Scouts beobachtet haben sollen. Mit Alessandro Schöpf wurde zudem ein abstiegserfahrener Spieler aus Gelsenkirchen verpflichtet. Kiels Torjäger Janni Serra ist dagegen primär als Alternative für die nicht jünger werdende Vereinsikone Fabian Klos gedacht, der im Dezember seinen 34. Geburtstag feiern wird. Wo gehen sie hin? Die Arminia wird sich an der Berliner Union orientieren wollen, die vergangene Saison mit dem Mythos aufräumte, nach der das zweite Jahr nach dem Aufstieg das schwerste sei. In der (finanziellen) Situation, in der sich Arminia – und Union – befinden, ist grundsätzlich jedes Jahr das schwerste. So wird es auch für die Ostwestfalen sein, die sich dieses Jahr nicht unbedingt darauf werden verlassen können, wie in der Vorsaison mit Köln, Bremen und Schalke gleich drei Traditionsklubs mit inkompetenter Vereinsführung hinter sich lassen zu können. Die Rolle des größten Underdogs konnten die Bielefelder an Fürth weiterreichen. Während sich die Franken in Liga 1 noch offensichtlich schwertun, ist dem VfL Bochum zuzutrauen, eine ähnliche Rolle einzunehmen wie zuletzt Arminia. Zwischen diesen Klubs sowie erwartungsgemäß ein bis zwei weiteren wird sich die Abstiegsfrage am Ende entscheiden. Den Klassenerhalt der Arminia hatten wir voriges Jahr erfolgreich vorhergesagt. Anders als im Vorjahr bin ich diese Saison aber skeptisch, ob es für Bielefeld erneut reichen wird. Müsste ich mich festlegen, würde ich auf Platz 17 tippen. Eine Rettung über die Relegation wäre dem sympathischen Klub aus Ostwestfalen aber zu gönnen. Kommenden Sonntag gibt es aber keine Sympathien zu verteilen: zu wichtig sind die drei Punkte für Borussia. In den letzten neun Bundesligapartien beider Klubs verließ Gladbach achtmal den Platz als Sieger, bei nur einem Remis. Im April bedeutete das 5:0 einen der wenigen Höhepunkte der späten Rose-Ära. So einfach dürfte es am Sonntag nicht unbedingt werden. Aber alles andere als ein Heimerfolg würde den Druck auf Mannschaft, Trainer und Verein enorm erhöhen. Seitenwahl-Tipps Michael Heinen: „Es wird deutlich mühsamer als in der letzten Saison. Die Krise lässt sich auch gegen Bielefeld nicht so einfach abschütteln. Am Ende setzt Sich Borussia aber dennoch souverän durch: 2:0.“ Christian Spoo: „Die letzten beiden Spiele waren ernüchternd. Borussia ist nicht besser als in der Vorsaison. Die gute Nachricht: Für einen 2:0-Sieg gegen Bielefeld reicht das ganz lässig.“ Claus-Dieter Mayer: „Die Borussia hat was gut zu machen und tut das auch. Das 4:0 gegen die Arminia macht wieder etwas mehr Hoffnung für den Rest der Saison.“ Thomas Häcki: „Es dauert lange, bis der Borussia etwas gegen den Bielefelder Riegel einfällt. Der 1:0-Sieg ist glücklich aber verdient.“


09. Sep 2021

Bundesliga-Check - Köln, Mainz, Bayern

Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR 1.FC Köln Wo kommen sie her? Aus dem Abstiegskampf und der Relegation. Erst am letzten Spieltag rettete sich der langjährige Fahrstuhlclub vom Rhein auf den 16. Tabellenplatz, mit einem Last-Minute-1:0-Sieg gegen Schalke. In der Relegation selbst sah es zunächst nach dem siebten Abstieg der Kölner aus – im Rückspiel konnten sie die Heimniederlage gegen coronabedingt überspielte Kieler aber mehr als wett- und den Klassenerhalt doch noch klarmachen. Es war das versöhnliche Ende einer kölntypisch chaotischen Saison mit Unruhe und Trainerwechseln. Der reaktivierte Rentner Friedhelm Funkel konnte sich nach der Relegation als Retter feiern lassen. Er hätte wohl weitergemacht, wenn man ihn gefragt hätte, aber der 1.FC Köln hatte anderes vor… Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Der wichtigste Transfer sollte diesmal der Trainer sein. Mit Steffen Baumgart kommt ein Typ Trainer zum 1.FC Köln, den es so noch nicht gab. Der frühere Rostocker Rustikalstürmer führte den FC Paderborn aus der Regionalliga in die Bundesliga. Auch zwei Abstiege sah man ihm in Ostwestfalen nach und hätte ihm womöglich auch einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten. Der 1.FC Köln hat sich mit Baumgart einen Trainer geholt, der kein Blatt vor den Mund nimmt, aus dessen Mund aber auch selten Unfug kommt. Und einen Trainer, der für engagierten Offensivfußball steht ohne sich dafür als Neuerfinder des Kickens zu feiern. Stand jetzt hat sich der Trainerwechsel bezahlt gemacht. Baumgart hat der Mannschaft ohne viele echte Neuzugänge ein neues Gesicht gegeben. Köln spielt auf einmal sehenswerten Fußball. Verstärkt hat sich der FC punktuell in allen Mannschaftsteilen. Der höchstgehandelte Neuzugang ist Rückkehrer Mark Uth, der zuletzt bei Schalke 04 nicht glücklich wurde. Aber wer wurde das schon? Für das Mittelfeld hat sich Köln den Kapitän von Rapid Wien, Dejan Ljubicic, gesichert, der sich auf Anhieb einen Stammplatz als Sechser erkämpft hat. Mit Timo Hübers und Luca Kilian sollen zwei Innenverteidiger für mehr Stabilität sorgen: Der langjährige Hannoveraner Hübers spielte schon einmal in Köln, seinerzeit aber nur für die U23. Kilian spielte unter Baumgart in Paderborn eine wichtiger Rolle, kam zuletzt bei Mainz 05 aber nicht zum Zug. Mit Marvin Schwäbe wurde außerdem ein neuer Ersatztorwart verpflichtet. Dazu kommen mehrere Rückkehrer, allen voran Anthony Modeste, der sich in den ersten Saisonspielen in guter Verfassung präsentierte. Der Franzose war nach St Etienne verliehen. Auch Tomas Ostrak und Louis Schaub konnten nach Ende ihrer Ausleihe in den ersten Saisonspielen überzeugen. Wo gehen sie hin? Allem Anschein nach in eine bessere Zukunft. Im Moment herrscht rund um das Geißbockheim Aufbruchstimmung – und das ohne Sportdirektor, denn die Stelle von Horst Heldt ist nach dessen Entlassung noch vakant. Der neue Trainer scheint zu funktionieren, zudem profitiert der 1.FC Köln zunehmend von seiner guten Nachwuchsarbeit. Mit Lemperle, Thielmann, Ostrak und Katterbach stehen vier junge Spieler mit Stammplatzambitionen im Kader. Sollte sich der erste Eindruck bestätigen, hat Köln mit dem Abstieg in dieser Saison nichts zu tun. Läuft es besonders gut, könnte das Team zumindest zwischendurch auch mal an der Conference-League-Qualifikation schnuppern. Das ist eine gute Nachricht, denn jeder weiß, was in Köln passiert, sobald jemand das Wort „Europa“ in den Mund nimmt. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Mainz 05 Wo kommen sie her? Aus einer Saison, die alles hatte: Eine katastrophale Hinrunde, vier Cheftrainer, zwei Sportdirektoren und dann die beste Rückrunde, die der Klub in der Bundesliga je absolvierte. Sah Mainz zur Winterpause aus wie das Schalke Rheinhessens und wie ein klarer Absteiger, schaffte Bo Svensson als Trainer etwas, das man entweder als Wunder oder als Nachweis seiner Qualität werden darf. 32 Punkte in 17 Spielen. Champions-League-Niveau. Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Mainz 05 hat seinen Kader entschlackt. 15 Spieler haben den Verein verlassen – teilweise allerdings nur temporär. Demgegenüber stehen sechs Neuzugänge. Bei den Abgängen sind viele Spieler, die unter Svensson schon kaum mehr eine Rolle spielten, mit Mwene, Quaison und Da Costa allerdings auch drei der stärksten Spieler der vergangenen Saison. Eingekauft hat Mainz in dieser Sommerpause günstig. Christian Heidel, der alte neue Sportdirektor, hat überwiegend auf ablösefreie Spieler oder solche mit geringer Kaufsumme gesetzt. Auf der Habenseite steht mit Silvan Widmer ein auch international erfahrener Spieler für die rechte Seite, der erwartungsgemäß sofort einen Stammplatz hatte. Auf der linken Seite konkurrieren Rückkehrer Aaron und der aus Düsseldorf und Bielefeld bekannte Anderson Lucoqui. Der teuerste Neueinkauf Anton Stach von Bundesliga-Aufsteiger Fürth ist bisher eher Backup für die Defensive. Vorne soll mit Jae-Sung Lee einer der besten Zweitligastürmer der vergangenen Jahre den abgewanderten Quaison ersetzen. Zum Ende der Transferperiode verpflichtete Mainz dann noch einen weiteren Stürmer, Marcus Ingvartsen wurde mit Kaufoption von Union Berlin geholt. Der dänische Nationalspieler soll nach der Saison einen längerfristigen Vertrag bekommen. Wo gehen sie hin? Angesichts der guten Rückrunde, des unter dem Strich sicher nicht schwächeren Kaders und des ordentlichen Saisonauftakts (zwei Siege, eine Niederlage) kann man sich Mainz 05 kaum als Absteiger vorstellen. Prognose: Eine weitgehend sorgenfreie Saison beenden die Rheinhessen zwischen Platz 11 und 13. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Bayern München Wo kommen sie her? Aus der Hölle. Oder wie nennt man das in München, wenn Bayern in einer Saison nur einen Titel holt? Die Bundesliga hat der Dauermeister allerdings erneut souverän gewonnen. Jetzt ist vieles neu: Abwehr und Trainer vor allem. Was passierte bis zum Ende der Transferperiode? Der Abgang von David Alaba stellt eine Art Zäsur da. Der Österreicher war jahrelang Fixpunkt in der Bayern-Defensive. Entsprechend gerne hätte man ihn gehalten. Nach einem leicht unwürdigen Hickhack ging Alaba schließlich zu Real Madrid. Der zweite Abgang eines Urgesteins dagegen kam nicht überraschend. Jerome Boateng stand nicht zum ersten Mal auf der Liste der Wechselkandidaten. Nach Auslaufen des Vertrags dauerte es auch etwas länger, bis der zuletzt zwar solide aber außerfußballerisch zunehmend negativ auffällige Ex-Nationalspieler einen neuen Arbeitgeber in Frankreich fand. Top-Zugang für die Abwehr ist Dayot Upamecano, bei dessen Transfer das alte Bayern-Dogma zum Tragen kam: Eine Verstärkung ist noch stärker, wenn man damit einen direkten Konkurrenten schwächt. Da es sich bei diesem Konkurrenten um RB Leipzig handelt, hält sich die Empörung darüber allerdings in engen Grenzen. Das gilt auch für den zweiten namhaften Zugang Marcel Sabitzer, der das Mittelfeld des Rekordmeisters ergänzt. Der Bayern-Kader ist deutlich schmaler als zuletzt, aber immer noch breit genug, um in drei Wettbewerben eine gute Rolle zu spielen. Neu-Trainer Julian Nagelsmann hat außerdem in den ersten Saisonspielen den Mut bewiesen, Nachwuchsspielern eine Chance zu geben und wurde dafür zum Beispiel im Fall Josip Stanisic belohnt. Der 21-jährige hat sich auf der rechten Abwehrseite fürs Erste einen Stammplatz erkämpft. Wo gehen sie hin? Bayern wird Meister. Bayern wird nicht die Champions-League gewinnen. Bayern wird den Pokal – halt. Nein. Dafür müssten sie erstmal in Gladbach gewinnen. Könnte also sein, dass es erneut eine Saison mit nur einem Titel wird. Höllische Zeiten an der Säbener Straße.


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