Kostenlose Schutzmaske für alle Fanclub-Mitglieder
Wir möchten eigentlich alle nur Eines: Das wir alle unbeschadet durch diese für uns alle sehr schwierige und ungewöhnliche Zeit kommen und so schnell wie möglich wieder Normalität herrscht. Sowohl in unserem privaten Bereich als auch bei der schönsten Nebensache der Welt. Dazu möchte der... mehr
prev
next

Pressespiegel

10. Apr 2021

Stimmen zum Spiel: „Den Punkt nehmen wir nach dem Spielverlauf gerne mit“

Sowohl Mittelfeldspieler Christoph Kramer als auch Torwart Tobias Sippel hoben die Moral der Borussen beim 2:2 in Berlin hervor. Beide zeigten sich aber auch selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.

 


10. Apr 2021

Fohlenfutter „Nachspielzeit“: Darum ist das 2:2 eher ein gewonnener Punkt als zwei verlorene Zähler

Borussia hat in Unterzahl ein 2:2 bei Hertha BSC erkämpft. Es wäre mit ein wenig mehr Mut aber vielleicht sogar mehr drin gewesen. Daran hatte auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Insgesamt ging das Remis aber in Ordnung.

 


10. Apr 2021

2:2 in Berlin: Borussia holt in Unterzahl einen Punkt

Nach einem frühen Platzverweis gegen Torwart Yann Sommer musste Borussia in Berlin 78 Minuten in Unterzahl agieren. Trotzdem gelang zumindest ein Unentschieden, nachdem Plea und Stindl sogar für eine Pausenführung gesorgt hatten.

 


10. Apr 2021

Borussen in der Einzelkritik: Plea und Thuram mit den besten Noten

Beide Stürmer hatten einen großen Anteil am 2:2 bei Hertha BSC. Aber auch Ersatztorwart Tobias Sippel überzeugte nach seiner frühen Einwechslung.

 


10. Apr 2021

Liveticker zum Nachlesen: Borussia verteidigt in Unterzahl einen Punkt in Berlin

Borussia Mönchengladbach wollte nach dem Sieg gegen Freiburg in der Bundesliga nachlegen und auch bei Hertha BSC gewinnen. Allerdings war sie nach einem Platzverweis früh dezimiert. Hier können Sie den Liveticker zur Partie nachlesen.

 


09. Apr 2021

Trendwende vor Wendtende?

„Im Kampf um Europa sind wir komplett mit dabei“. Durchaus selbstbewusst präsentiert sich Borussia offiziell vor der Reise nach Berlin. Marco Rose hat offenbar doch noch Ziele und nimmt die Euro-League-Plätze wieder ins Visier. Max Eberl sekundiert, man sei ja ohnehin der Underdog im Fernduell mit Dortmund und Leverkusen und wolle aus dieser Position heraus versuchen, aus der Saison noch das Beste herauszuholen. Hehre Worte, die mit Taten erst noch untermauert werden müssen. Denn die sechs Punkte aus zwei Spielen, die diese selbstbewusst klingenden Ansagen überhaupt erst möglich machen, waren auch mit wohlwollender Betrachtung zu wenig, um schon Beweis für Trendwende in der bisher überaus enttäuschenden Spielzeit zu sein. Schalke war Schalke – und war trotz aller Beteuerungen, dass Schalke ja immer noch Schalke ist, doch nur Schalke. Gegen Freiburg drehte man zwar das Spiel, legte aber zunächst eine der entsetzlichsten Halbzeiten einer an entsetzlichen Halbzeiten nicht gerade armen Saison hin und kassierte am Ende zum gefühlt zwanzigsten Mal einen entscheidenden Gegentreffer in der Schlussminute – VARseidank zählte der nicht. Dass Borussia im Moment hinten unter Druck häufig wackelt, wurde einem dennoch einmal mehr deutlich vor Augen geführt. Um wirklich von einer Trendwende sprechen zu können, bedarf es weiterer Siege. Der erste sollte bei den in dieser Saison durchaus schlagbar erscheinenden Berlinern gelingen. Hertha BSC kämpft gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt ist das einzige erklärte Ziel des neuen alten Trainers Pal Dardai, der seit Januar wieder das sportliche Sagen bei den West-Berlinern hat. Mit 17 Punkten, zwei vor dem Relegationsplatz, stand Hertha seinerzeit nicht da, wo der Verein sich selbst einordnete. Nach der Trennung von Trainer Labbadia und dem Langzeitsportdirektor Michael Preetz hat sich die Situation zumindest auf dem Papier nicht verändert. 25 Punkte sind es jetzt, der Abstand zu Platz 16 beträgt aber genau wie zur Zeit des Trainerwechsels zwei Punkte. Zuletzt war aber durchaus ein Aufwärtstrend zu beobachten: Sieben Punkte aus vier Spielen gab es, verloren ging nur die Partie in Dortmund. Dardai selbst spricht von einer guten Quote, mit der Hertha – so man sie beibehält – in der Bundesliga bleiben wird. Dass der grundsolide, bescheiden auftretende Ungar wieder Trainer ist, darf man als das vorläufige Scheitern der großen Träume beim selbsternannten Big City Club betrachten. Vor fast genau zwei Jahren wurde Dardai entlassen, in der Zwischenzeit gab es vier Trainer: Covic, Klinsmann, Nouri und Labbadia, von denen einer vor allem Schlagzeilen machte, ein weiterer zumindest anfangs auch Punkte sammelte, aber am Ende auch nicht den Ansprüchen genügte, so dass man sich bei Hertha der langweiligen Solidität der Jahre vor 2019 erinnerte und Dardai zurückholte bzw. hochholte, denn er war als Jugendtrainer im Verein geblieben. In den verlorenen zwei Jahren holte Hertha neue Spieler für rund 150 Millionen Euro. Einige davon gehören zwar durchaus jetzt zu den Leistungsträgern, eine schlagkräftige Mannschaft ließ sich daraus bislang freilich nicht formen. Ob die durch die Dardai-Reinstallation erfolgte Rückbesinnung nur aus der Not geboren ist, oder ob man sich bei der Hertha Visionen vom Top-Five-Kandidaten vorerst klemmt, wird man sehen. Dass zuletzt der Name Ralf Rangnick in Berlin mindestens ebenso ernsthaft diskutiert wurde, wie in Mönchengladbach – wo man allerdings tatsächlich einen neuen Trainer braucht – spricht nicht für den Einzug nachhaltiger Bescheidenheit in Charlottenburg. Zu den für viel Geld geholten Spielern der Berliner gehören die drei Angreifer: Dodi Lukebakio war zu seiner Düsseldorfer Zeit durchaus auch Objekt der Begierde bei Borussia, Jhon Cordoba scheiterte beim 1.FC Köln, weil er unmittelbar nach der Fabelsaison des Anthony Modeste dessen Erbe antreten sollte, was ihn in eine ähnlich unglückliche Rolle brachte, wie Luuk de Jong einst in Gladbach als nominellen Reus-Nachfolger. In Berlin läuft es recht ordentlich, sechs Tore hat der Kolumbianer erzielt, ist damit zweitbester Torschütze. Einen Treffer mehr hat Matheus Cunha auf dem Konto. Der Brasilianer kam aus Leipzig, wo er sich nicht durchsetzen konnte, und ist die wohl schärfste Waffe der Berliner zurzeit. Sogar in den Kader der Nationalmannschaft hat sich der schnelle, vorne auf jeder Position einsetzbare Cunha gespielt. In der Verteidigung kann Pal Dardai wohl wieder auf seinen Sohn Marton setzen, der zuletzt angeschlagen fehlte. Im Mittelfeld muss er den starken Franzosen Lucas Tousart ersetzen, der gesperrt genauso fehlt wie Vladimir Darida. Im Tor steht wegen der Corona-Infektion von Rune Jarstein, wie schon im Berliner Derby gegen Union, Alexander Schwolow, eine nennenswerte Schwächung stellt das aber nicht dar. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft in diesem Derby war Pal Dardai trotz der Punkteteilung nicht zufrieden. Zu unstrukturiert war ihm das Spiel seiner Elf, zu sehr wichen die Spieler vom vorgegebenen Plan ab. Dardai hatte seinem Team sozusagen Rose-Fußball verordnet, um dem Gegner aus Köpenick den Schneid abzukaufen. Doch mit exakt diesen Mitteln – Pressing, schnell nach vorne – agierten die Unioner und ließen Hertha kaum ins Spiel kommen. Ein auch in Gladbach nicht ganz unbekanntes Phänomen: Nicht selten in der Ära Rose staunte man darüber, dass Teams, die sich der ihm zugeschriebenen Mittel bedienten, die eigentlichen Rosefußballer in Erstaunen zu versetzen vermochten – Wolfsberg lässt grüßen. Dass Hertha diese Spielart eigentlich beherrscht, zeigt aber zum Beispiel deren überzeugender 3:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen vor drei Wochen. Bei Borussia fehlt weiterhin Jonas Hofmann wegen seiner Covid-19-Erkrankung, ob Nico Elvedi spielen kann, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Gegebenenfalls stehen Jantschke, Beyer oder auch Bensebaini als Ersatz zur Verfügung. Im Mittelfeld hat sich Hannes Wolf als Hofmann-Ersatz gegen Freiburg nicht aufgedrängt. Möglicherweise bekommt Valentino Lazaro gegen seinen früheren Arbeitgeber eine weitere Chance, die er, sollte er in Gladbach bleiben wollen, dann auch nutze sollte. Der bisherige Eindruck, den der Österreicher hinterlassen hat, dürfte bei Borussia niemanden dazu bringen, das Portemonnaie aufzumachen und die geforderten gut 20 Millionen an Inter Mailand zu überweisen. Mögliche Aufstellung Hertha BSC: Schwolow – Klünter, Stark, Dardai, Zeefuik – Asacibar, Guendouzi, Mittelstädt – Lukebakio, Matheus Cunha – Cordoba Borussia : Sommer – Ginter, Zakaria, Bensebaini – Lainer, Kramer, Neuhaus, Wendt – Stindl, Thuram, Plea SEITENWAHL-Prognose: Christian Spoo : Hertha zeigt Borussia, wo der Trend die Wende hat. Nach der 1:2-Niederlage in Berlin kann Borussia sich auf das Verteidigen eines einstelligen Tabellenplatzes konzentrieren. Thomas Häcki : Kein Spiel für Feinschmecker. Weil die Borussia erneut Schwächen im Defensivverhalten zeigt, geht die Partie mit 1:2 verloren Mike Lukanz : Ach komm, ich hau mal einen raus in diesen tristen Zeiten: Borussia gewinnt spektakulär mit 4:2 in Berlin. Trainer und Mannschaft liegen sich nach Schlusspfiff strahlend in den Armen. Michael Heinen : In Berlin reicht es nur zu einem 1:1, was die Aussichten auf Platz 7 und damit der (wahrscheinlichen) Teilnahme an der einzig wahren CL leider nicht erhöht. Claus-Dieter Mayer : Das droege 0:0 in Berlin erstickt jegliche Hoffnung auf einen furiosen Saison-Endspurt der Borussia im Keim. Uwe Pirl : Big City gegen gallisches Dorf - man weiß ja wie das ausgeht: 1:3 für die Gallier (vorausgesetzt, der Zaubertrank ist vorhanden).


06. Apr 2021

Mehr als glücklich, dieser Sieg!

Lag es etwa am fehlenden Vorbericht von SEITENWAHL, dass Borussia Mönchengladbach am Samstagabend in der ersten Halbzeit so deutlich unterlegen war? Sicher nicht, denn auch wenn dort vielleicht die Möglichkeit einer Freiburger Dreierkette diskutiert worden wäre, so ist davon auszugehen, dass die Verantwortlichen unserer Borussia diese Variante auch ohne Lektüre von SEITENWAHL auf dem Schirm hatten. Gladbach war zu diesem Spiel mit der Ansage angetreten, die mit dem Schalke-Spiel begonnene Wende zum Positiven fortzusetzen und eine Serie zu starten, um doch noch in Reichweite der internationalen Wettbewerbe zu gelangen. Dass Freiburg als unmittelbarer Konkurrent für dieses Unterfangen kein einfacher Gegner werden würde, muss allen Beteiligten klar gewesen sein. Um so rätselhafter war dann das, was man in den ersten 45 Minuten als Gladbach-Fan angeboten bekam. Nach einem eigentlich ganz vernünftigen Start in das Spiel bekam die Heimelf im Grunde kein Bein mehr auf den Boden und wurde von den Freiburgern mittels schneller Angriffe in der Defensive ein ums andere Mal vor schier unlösbare Probleme gestellt. Das Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft war – so klar muss man das ausdrücken – in der ersten Halbzeit eine Katastrophe, die sich nicht allein damit erklären lässt, dass die Freiburger aufgrund der gewählten Formation das Mittelfeld breiter bespielen konnte als das den Gladbachern lieb war. Sowohl Trainerteam als auch Mannschaft müssen sich fragen lassen, warum auf diesen ziemlich offensichtlichen Schwachpunkt nicht früher reagiert wurde, sei es durch Umstellungen, Tieferstehen oder einfach eine etwas engagiertere Arbeit gegen den Ball. So jedenfalls konnte man sich bei dem überragend haltenden Yann Sommer und dem eigenen Spielglück bedanken, dass es zur Halbzeit nicht bereits 0:3 stand. Ganz gegenteilig verlief dann Halbzeit 2: Die Umstellung auf Dreierkette mit einem faktisch den Libero gebenden Zakaria (eingewechselt für den zuvor nicht aufgefallenen Hannes Wolf) führte zu einer Spiegelung der Spielsysteme. Dies, verbunden mit einer deutlich mehr Energie ausstrahlenden Gladbacher Borussia und dem nötigen Glück sowohl beim eigenen Tor zum 1:1 als auch beim nicht gegebenen Freiburger Ausgleich zum 2:2 führte letztlich zum glücklichen Sieg. Was bleibt an Diskussionspunkten? Als Erstes erneut der VAR. Als in der 69. Minute Lainer den Ball eroberte und Borussia einen schönen Spielzug daraus machte, der im Endeffekt zu einem Freiburger Eigentor führte, wurde dieses nicht gegeben, weil Lainer nach seiner Balleroberung auf dem Fuß seines Gegenspielers gelandet war. Spontan war ich der Meinung, dass sowas kein Foul sein kann (schließlich war keinerlei Absicht damit verbunden und da der Ball ohnehin weg war, bestand auch kein Zusammenhang mit der Fortsetzung des Spiels). Der VAR sah das anders. Der Kicker in seinem heutigen Artikel wie ich. Zur Versöhnung gab es dann die – korrekte – Abseitsentscheidung beim nicht gegebenen Freiburger Ausgleich. Zweitens war es wieder einmal ein Spiel, in dem man zu dem Eindruck kommen konnte, dass der individuell (wenn auch nur in Nuancen) unterlegene Gegner im Vergleich zu Borussia Mönchengladbach das strukturiertere Spiel spielt. Die Freiburger Konter in der ersten Halbzeit ebenso wie der präzise ausgespielte Freiburger Angriff in der Nachspielzeit stehen als Beispiele für eine Eingespieltheit, die man im Gladbacher Spiel derzeit schmerzlich vermisst und die – so sieht es aus – dadurch ersetzt wird, dass man sich (zu sehr) auf die individuellen Qualitäten einzelner Spieler verlässt. Das leitet über zu meinem dritten Punkt: Zakaria und Thuram nähern sich ihrer Bestform. Insbesondere Zakaria lieferte zweifellos seinen besten Auftritt in der laufenden Saison ab; hier war wieder der Denis Zakaria zu sehen, für den die Interessenten vor seiner Verletzung Schlange standen. Thuram und insbesondere sein Durchsetzungsvermögen vor dem zweiten Tor sind ebenfalls eine Erwähnung wert. Viertens gibt es mal einen Anlass, Medien zu loben: Sowohl die taktischen Erläuterungen von Ralf Gunesch während des Spiels als auch die Nachbereitung dieser Themen mit den Protagonisten nach dem Spiel durch das DAZN-Team gehörten mit zum Kenntnisreichsten, was ich persönlich in dieser Saison auf dieser Ebene erlebt habe. Das zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch unmittelbar nach einem Spiel inhaltlich über Taktik und Systeme zu sprechen, wenn man über die Frage „Herr X/Y/Z, wie fühlen Sie sich nach diesem Sieg/dieser Niederlage?“ hinauszugehen bereit ist. Fünftens ein Nachtrag zum ausgefallenen Vorbericht: Claus-Dieter Mayer hätte auf ein mühsames 2:1 nach 0:1-Pausenrückstand getippt (soll ich schreiben).


22. Mär 2021

Von Pflichtsiegern und Pressesprechern

Borussia hat die Pflichtaufgabe Schalke bewältigt und die Misserfolgsserie erst einmal gestoppt. Das 3:0 in Gelsenkirchen war auch in der Höhe absolut verdient und verschafft der Mannschaft eine Atempause, die Diskussionen im Umfeld dürften zumindest vorübergehend etwas an Schärfe verlieren. Die Partie auf Schalke war der erwartete Anti-Leckerbissen. Immerhin trafen die erfolglosesten Teams der Rückrunde aufeinander, wobei Borussia in der Rückrundentabelle bis zu diesem Samstag sogar noch hinter dem designierten Absteiger aus dem Ruhrgebiet lag. Dass dieses Schalke 20/21 tatsächlich die schlechteste Mannschaft ist, die die Liga in den vergangenen 50 Jahren bevölkert hat, war nun auch für die Anhänger von Borussia deutlich zu sehen. Gegen das Trümmerteam der Trainerverschleißmeister reichte die höhere individuelle Qualität des Gladbacher Kaders aus. Die Schwächen, die uns seit vielen Wochen bekümmern, waren aber auch in diesem Rückrundenkellerduell deutlich zu erkennen. Borussia bestritt die erste Halbzeit überlegen aber nicht souverän. Auch die Führung, die Lars Stindl nach einem Scheibenschießen im Strafraum mit einem berherzten Treffer unter die Latte erzielte, brachte nicht die gewünschte Ruhe. In der Folge leistete sich Borussia teils haarsträubende Fehler im Aufbau, es war allein der Schwäche des Gegners zu verdanken, dass diese Fehler ungeahndet blieben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Schalker es kurz mit Pressing, was Borussia sichtlich unangenehm war. Das 2:0, das der kreisligahaft gedeckte Lainer im Anschluss an einer Hofmann-Ecke per Kopf erzielte, beendete aber jeden Zweifel am Ende der Sieglos-Serie. Schalke legte sich in der Folge noch ein Slapstick-Ei ins eigene Tor. Die Schlussviertelstunde brachte den Anhängern der Borussia etwas, was sie lange nicht erleben durften: Langeweile. Dem Team beim routinierten Verwalten eines komfortablen Vorsprungs zusehen zu können, ist ein Luxus, den man als Gladbach-Fan lange nicht hatte. Was aber bedeutet der Sieg auf Schalke nun für die Restsaison? Erst einmal gar nichts. Eine derart schwache Mannschaft wie Schalke 20/21 wird Borussia frühestens in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals der kommenden Spielzeit wieder vor die Flinte bekommen. Die Aufgaben, die in den letzten Bundesligaspielen warten, sind allesamt deutlich schwieriger. Immerhin ist mit den drei Punkten aus Gelsenkirchen der Klassenerhalt gesichert. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass Borussia bis Saisonende ab jetzt punktlos bleibt, dürfte sie nicht tiefer rutschen, als Platz 15. Um ein Brustlöser, ein Wendepunkt oder gar der Beginn einer wundersamen Aufholjagd zu sein, war das Spiel vom Samstag aber nicht gut genug. Die Schwächen, die uns spätestens seit der Heimniederlage gegen Köln bekümmern, waren immer noch zu sehen: Vorne betrieben die Offensiven zeitweise Chancenwucher, die Fehler in Defensiv- und Aufbauspiel waren zeitweise atemberaubend, Konsequenz fehlte über weiter Strecken nicht nur im Abschluss sondern auch im Passspiel, von einer Spielidee war weit und breit nichts zu sehen. Damit wie auch immer entstandene Knoten platzen, braucht es mehr als einen Pflichtsieg gegen einen desolaten Gegner. So kann sich Marco Rose zwar freuen, dass sein Job bis auf Weiteres und vermutlich sogar bis zum Vertragsende am 30.06. gesichert ist, die Frage nach dem Zusammenhang zwischen seiner Demission und der spielerischen Remission bei Borussia bleibt aber virulent - auch wenn vereinsintern noch so oft beteuert wird, dass alles in Butter ist. "Brutaler Quatsch" ist es in den Augen von Borusias Rhetorik-Weltmeister Christoph Kramer, eine direkte Verbindung von Roses Abschied vom Verein und Borusias Abschied von vernünftigem Fußball zu ziehen. Im ZDF-Sportstudio legte Kramer einen bemerkenswerten Auftritt hin. Und natürlich hat Kramer mit der Antwort auf die Frage, die ihm nach eigenem Bekunden auch seine Eltern regelmäßig stellen, oberflächlich betrachtet völlig Recht. Kein Spieler wird auf die Ankündigung Roses, Mönchengladbach gen Dortmund zu verlassen, mit bewusster Leistungsverweigerung reagieren. Natürlich ist allen Spielern bekannt, in welchen Business sie unterwegs sind und dass Jobwechsel dazugehören wie Scheidt zu Bachmann (wie man in Rheydt aka Mönchengladbach 2 zu sagen pflegt). Und natürlich sind sie Profis. Dass kein Spieler mit Überzeugung sagen wird: "Trainer geht, gebe ich also ab sofort nur noch 50 Prozent", weiß jeder Fan mit einem IQ oberhalb von 85. Genauso weiß aber jeder halbwegs intelligente Mensch, mithin also definitiv auch Christoph Kramer, dass externe Faktoren die Leistung einzelner Spieler und erst recht eines komplexen Gefüges wie einer Fußballmannschaft trotzdem beeinflussen können. Kramers Auftritt war perfekt: In einer Mischung aus Eloquenz und Emotion quasselte er seinen Gesprächspartner Boris Büchler in die Sprachlosigkeit. Er nahm sie alle mit, nannte die Theorien der Fans "brutalen Quatsch", holte diejenigen, die sie aufstellen aber mit der Analogie "meine Eltern" quasi heim in die Familie. Er schaute dabei so treuherzig, dass man ihn nur liebhaben konnte und sprach kein einziges Mal die Unwahrheit. Eine eindrucksvollere Bewerbung um das Amt des Pressesprechers nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn hat selten jemand abgegeben. Was für ein Unterschied zu den linkischen und unbeholfenen Auftritten seines Sportdirektors. Wo Max Eberl Worthülse an Worthülse stanzt, mit jedem Satz die Distanz zur Anhängerschaft nicht nur illustriert sondern auch vergrößert und flexibel mit der Wahrheit umgeht, zeigt Christoph Kramer, wie es geht. Man sollte ihm vorschlagen, eine betriebsinterne Weiterbildung "Öffentlichkeitsarbeit" anzubieten. Das könnte sich auszahlen. Am langen Ende. Ein Stück weit. Stand jetzt. PS: Gerade explodiert mein Handy. Xabi Alonso. Erste Reaktion: "Wat?" Zweite Reaktion: "Warum nicht Markus Kauczinski?" Dritte Reaktion: "Immer ruhig mit den jungen Pferden". SEITENWAHL bezweifelt (noch) den Wahrheitsgehalt dieser Meldung. Ente auf Spanisch: El pato. Mehr dazu vermutlich sehr bald in diesem Theater.


18. Mär 2021

Eine Frage der Perspektive

In der Werbebranche, bekannt für unsägliche Anglizismen und inhaltsloses Gesülze, gibt es ein Mantra: „Content is King, Context is Queen.“ In diesem Satz steckt trotz allem mehr Wahrheit, als es vordergründig scheint. Eine Aussage, ein Umstand, ein Ereignis alleine hat erst einmal keinen Wert an sich. Es ist immer der Zusammenhang, der einordnet. Beispiele gefällig? Wenn die eigene Frau sagt, dass dem Gatten die Hose nicht mehr passe, ist es ein Unterschied, ob die Hose spannt (Kritik!) oder herunterrutscht (Lob!). Wenn der Briefträger sagt, dass er keine Post für sie habe, ist es ein Unterschied, ob man auf die Nachzahlung vom Finanzamt (schlecht!) oder den neuen Arbeitsvertrag (gut!) wartet. Und wenn eine Bundesligamannschaft ein Pflichtspiel 0:2 gegen die beste Vereinsmannschaft der Welt verliert, ist es ein Unterschied, ob es die erste oder siebte Niederlage in Folge ist. Wohl niemand bei wachem Verstand hatte sich ohnehin etwas gegen ManCity ausgerechnet und die Mannschaft von Pep Guardiola tat Borussia den Gefallen, sehr schnell für sehr klare Verhältnisse zu sorgen. Die brutale fußballerische Dominanz von Gündogan, de Bruyne & Co. hätte ganz andere Mannschaften (wahrscheinlich jede) vor ernste Probleme gestellt. Dennoch: Es ist nun offiziell eingetreten, was viele vor fünf, sechs Wochen vorhergesagt hatten. Abgeschlagen in der Bundesliga, raus aus beiden Pokal-Wettbewerben und im Sommer geht der Trainer. Machen wir uns nix vor: Die Saison ist gelaufen; unterschwellig geht es nur noch um die Frage, ob der Trainer nun bis zum Ende bleibt oder eben nicht. Der Zeitpunkt, an dem das einen Unterschied gemacht hätte, ist eh verstrichen. Bringen wir den Rest also achselzuckend hinter uns. Viel wurde in den vergangenen Wochen an Statistiken bemüht, die Borussias Absturz zu erklären versuchten: Abschlüsse im letzten Drittel, die sogenannten „Expected Goals“, Laufleistung, Passquoten, Anzahl an Sprints – fast überall hat die Mannschaft zuletzt rapide abgebaut. Es soll an dieser Stelle lediglich auf einen Umstand hingewiesen werden, den mein geschätzter Kollege Uwe Pirl im Anschluss an das Spiel gegen ManCity korrekt bemerkt hatte, weswegen ich hier seine WhatsApp im Original zitieren möchte: „Was mir bei uns momentan auffällt, ist das grottenschlechte Passspiel. Kaum ein Pass kommt wirklich in den Lauf. Kaum ein Pass hat die richtige Schärfe. Kaum ein Passt kommt ´one touch´. Kaum ein Pass kommt so, dass der Mitspieler unmittelbar damit etwas anfangen kann. Ein Spieler wie Stindl, der das zweifellos kann, guckt momentan bei der Ballannahme auf den Ball und nimmt dann den Kopf hoch, bevor er spielt. Das ist genau die Sekunde, die er im Spiel gegen Bayern für den Assist auf Hofmann nicht gebraucht hat.“ Was hilft also im Blues (sic!), der zurzeit rund um die Hennes-Weisweiler-Allee herrscht? Richtig, Kontext: Beim Blick auf die Zustände beim kommenden Gegner Schalke 04 befindet sich Borussia im Vergleich noch immer auf der Insel einer rosaroten Glückseligkeit. Es mag ein schwacher Trost sein, zugegeben. Das Schalke, das noch vor zweieinhalb Spielzeiten unter Trainer Tedesco relativ unattraktiv, aber letztlich erfolgreich Vize-Meister wurde, taumelt seit einem Jahr wie ein seelenloser Zombie schnurstracks in den Abgrund. (Nette Anekdote: Tedesco musste seinerzeit nach einem 0:7 gegen ManCity in der Champions League gehen.) In Dimitrios Grammozis versucht sich der fünfte (!) Trainer seit Saisonbeginn an der Mannschaft. Sportvorstand Schneider wurde entlassen, es bilden sich Gruppierungen außerhalb des Aufsichtsrates, die ohne Mandat mit möglichen Kandidaten verhandeln. Auf der sportlichen Habenseite (darf man das so nennen?) steht ein Saisonsieg, dagegen 17 Niederlagen und 66 Gegentore. Allein Schalkes Tordifferenz ist größer als jede andere Mannschaft überhaupt Gegentreffer bekommen hat. Schalke bräuchte aus den letzten neun Spielen circa sieben Siege, um überhaupt noch Chancen auf den Relegationsplatz zu haben. Das Duell mit Borussia wird also eins der Frustrierten. Was es wiederum für Borussia kompliziert macht, denn ein Selbstläufer wird das Spiel in Gelsenkirchen trotz allem nicht. Das Risiko einer Blamage ist mehr als vage, die Leistungen gegen tief stehende, spielerisch limitierte und qualitativ schlechtere Mannschaften aus den vergangenen Wochen (Köln, Mainz, Augsburg) geben keinen einzigen Grund, überheblich zu sein. Sollte Borussia auch dieses Spiel verlieren, wären sowohl Inhalt (Spiel verloren) als auch Kontext (achtes Spiel in Folge! Gegen Schalke!) ausnahmsweise eins: beschissen. Die Tipps der SEITENWAHL-Redaktion: Mike Lukanz: Noch ein Tiefpunkt. Und noch ein tieferer Tiefpunkt. Und dann noch ein Tiefpunkt. Schade, dass Waldemar Hartmann am Samstag nicht dabei sein wird. Nach dem 0:0 könnte er mit Max Eberl den legendären Rudi-Völler-Dialog sicher nachholen. Claus-Dieter Mayer: Nach dem 1:1 in Gelsenkirchen schwärmt Marco Rose von einem „fantastischen Derby“. Christian Spoo: Im Duell Schalke gegen Rückrunden-Schalke gelingt den verunsicherten Gladbachern nicht viel. Das 1:1 ist so leistungsgerecht wie unbefriedigend, bleibt aber ohne Konsequenzen. Thomas Häcki: Das Spiel ist ein typisches -1:-1. Da ein solches Ergebnis nicht möglich ist, wird der Borussia nach dem 0:1 die Deppenkrone aufgesetzt. Gleichzeitig ist dies aber auch das erwartete Ende einer Ära. Uwe Pirl: Der Defätismus der Kollegen ist kaum auszuhalten, deshalb muss ich ja antizyklisch tippen. Der Knoten platzt: 5:1 für Borussia. Darunter 3x Plea.


15. Mär 2021

So much to answer for...

Als der junge und damals noch einigermaßen ernstzunehmende Morrissey auf der Debüt-LP der Gitarren-Combo The Smiths die Zeilen “Manchester, Manchester, so much to answer for…” in sich hinein nölte, hat er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an Borussia Mönchengladbach gedacht. Angesichts der vielen Fragen, die sich rund um die Borussia dieser Tage auftun, kommen einem diese Zeilen angesichts des Spiels gegen Manchester City (gerüchtweise der Lieblingsclub von Morrisseys Songwriting-Partner Johnny Marr) aber unweigerlich in den Kopf. Ja, das Leben als Gladbachfan ist zurzeit noch trister als ein Smiths-Song, soweit ist es gekommen. Da wir zu alldem in de n letzten Tagen genug geschrieben, halten wir es kurz: Eti hat Urlaub, das Spiel findet in Budapest statt, also ein erneutes Heimspiel für den VFL. Da es – bis auf den angeschlagenen Bensebaini – die erste Elf war, die am Freitag den großen FC Augsburg an den Rand eines Unentschieden gedrängt hat, wäre nach dem bisherigen Rose-Rhythmus etwas Rotation dran. Ob die eher hypothetische letzte Chance, in dieser Spielzeit noch was Nennenswertes zu Erreichen ausreicht, um Hannes Wolf aus der Startelf fernzuhalten, bleibt vielleicht einer der spannendsten Punkte rund um diese Partie. Denn auch wenn City seit dem Hinspiel tatsächlich auch mal Spiel verloren hat und das auch noch gegen Stadrivalen United, scheint das Team von Pep Guardiola weiterhin in Topform und ist haushoher Favorit. Für die Borussia geht es lediglich darum, sich keine Infektionen oder Verletzungen einzufangen und sich einigermaßen achtungsvoll aus der Champions-League zu verabschieden, womöglich für längere Zeit. Seitenwahl-Tipps: Claus-Dieter Mayer: 3 Mal gab es das Duell Premier-League vs Bundesliga in diesem CL-Achtelfinale bereits, dreimal endete es 2:0 für den englischen Club. Genauso geht das morgen auch weiter. Christian Spoo: Gleicher Ort, gleicher Gegner, gleiche Rahmenbedingungen, gleiches Ergebnis. Manchester City tut, was es tun muss und keinen Schlag mehr. Reicht ja. Michael Heinen: Manchester City ist derzeit leider einige Nummern zu groß für Borussia. Die „Heimmannschaft“ gewinnt mit 4:0 und beendet so auch die Europapokalsaison der Fohlenelf. Uwe Pirl: Manchester City ist Borussia in allen Belangen überlegen. Auch eine deutlich durchrotierte Pep-Elf gewinnt 2:0. Thomas Häcki: Die schlechte Nachricht nach dem 0:4 ist, dass sich weiterhin nichts ändert. Mike Lukanz: Borussia verliert gegen mäßig motivierte Engländer mit 1:3. Das zwischenzeitliche 1:1 wird nach der Partie als "Schritt in die richtige Richtung" interpretiert werden. Schalke, zieht Euch warm an!


10. Apr 2021

2:2 in Berlin: Gladbach sichert Unentschieden - trotz Rot-Schock für Sommer

Torwart-Rot, vier Tore, kein Sieger: Gladbach holt in Berlin einen Punkt. Und kämpft mit nun 40 Punkten weiter um die Qualifikation für den Europapokal.


09. Apr 2021

Modellkommune Mönchengladbach: Chancen für eine Rückkehr der Fans ins Gladbacher Stadion steigen

Noch in dieser Saison könnten Zuschauer ins Gladbacher Stadion zurückkehren. Das hat auch mit den Modellkommunen zu.


09. Apr 2021

Rose Nachfolger: Erik ten Hag sagt Borussia ab

Die Trainersuche am Niederrhein geht in die nächste Runde.


09. Apr 2021

„Vollgas bis zum Schluss“: Borussia erreicht neuen Meilenstein

Am Samstag steht für die Fohlenelf gegen Hertha BSC ein wichtiges Spiel im Kampf um Europa an. Gleichzeitig ist es ein Jubiläum.


08. Apr 2021

Personalprobleme bei Borussia Mönchengladbach: Gladbach muss ohne Hofmann und Elvedi auskommen

Borussia Mönchengladbach muss ohne Jonas Hofmann und Nico Elvedi nach Berlin reisen. Das sind die Gründe.


Social Media

Infos zu Tickets

Ticketinfos

Saison 2019/2020

plakat busfahrten

© 2019 BORUSSIAFANCLUB KLEVE. All Rights Reserved.