Ticketvorverkauf für Fanclub-Mitglieder beginnt am 02. Juli 2022
Ab Freitag, 8. Juli haben wir als offiziell registrierter Fanclub bei Borussia die Möglichkeit, Tickets für alle Heimspiele der Saison (Hin- und Rückrunde) zu bestellen, bevor Borussia am Samstag, 9. Juli bereits mit dem Mitglieder-VVK beginnt. Leider haben wir seitens Borussia bis heute... mehr
30 Jahre BORUSSIAFANCLUB KLEVE
Am Samstag, 25.06.2022 konnten wir bei bestem Wetter mit zahlreichen Mitgliedern unser 30-jähriges Jubiläum feiern. Wir hatten einen wunderschönen Abend! Ein Fanclub feiert sich selbst - NN-Online (niederrhein-nachrichten.de) mehr
SAISON 2022/2023: 22 STAMMPLÄTZE wurden bereits gesichert!
Wir freuen uns über 22 gebuchte Stammpätze im Fanbus für die Heimspiele unserer Borussia in der Saison 2022/2023.Da wir insgesamt 44 Busplätze pro Heimspiel zur Verfügung haben, freuen wir uns über 22 weitere Buchungen zu den jeweiligen Heimspieltagen. Wir werden in Kürze mit dem Vorverkauf... mehr
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Pressespiegel

02. Jul 2022

Vertrag bis 2026: Borussia verpflichtet Ko Itakura von Manchester City

Der Transfer von Ko Itakura zu Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Der Japaner unterschreibt einen Vertrag bis 2026. Dass er eine Verstärkung sein kann, bewies er zuletzt beim Aufsteiger Schalke 04.

 


02. Jul 2022

Mit Doucouré in der Startelf: Nächste Testspiel-Niederlage für Borussias U23

Beim niederländischen Zweitligsten FC Utrecht II kassierte die U23 von Borussia Mönchengladbach im zweiten Testspiel die zweite Niederlage. Mamadou Doucouré kam zu einem Kurzeinsatz. Trainer Eugen Polanski war vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams nicht einverstanden.

 


02. Jul 2022

Bürgermeister von Rottach-Egern: „Eine ganze Region profitiert von Borussia“

Christian Köck ist der Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern am Tegernsee und hat schon einige Trainingslager von Borussia Mönchengladbach miterlebt. Er erzählt, was er an den Gladbach-Fans schätzt und auf welchen persönlichen Höhepunkt er sich in der kommenden Woche am meisten freut.

 


02. Jul 2022

Borussias 4:2 in Essen: Fünf wesentliche Erkenntnisse des ersten Farke-Spiels

Das erste Testspiel unter dem neuen Trainer der Borussen ist vorüber, es gab ein 4:2 beim Drittligisten Rot-Weiss Essen. Auch wenn erste wenige Tage seit dem Trainingsauftakt vergangen sind, wurden besonders fünf Dinge bei Daniel Farkes Debüt deutlich.

 


02. Jul 2022

Nach Sieg beim Borussia-Debüt: Was Farke beim 4:2 in Essen gefiel und was nicht

Nach dem 4:2-Sieg bei Rot-Weiss Essen zeigte sich Gladbachs Trainer Daniel Farke zufrieden – wusste aber auch direkt, woran er mit seiner Mannschaft arbeiten muss. Bei den jungen Spielern zeigte der 45-Jährige sich vor allem von einer Tatsache beeindruckt.

 


24. Jun 2022

Der erste Neue

Das Transferfenster klemmt bisher bei Borussia. Die erwünschten großen Transfers mit entsprechenden Einnahmen bzw. Ausgaben deuten sich bestenfalls an. Stattdessen tut sich etwas bei den Ergänzungsspielern. Laszlo Benes ist ab sofort keiner mehr, er ist zum Hamburger SV gewechselt. Dessen Trainer Tim Walter hat mit Benes schon zusammengearbeitet, als Borussia den Slowaken zu Holstein Kiel verliehen hat. Seinerzeit vermochte Benes in der Zweiten Liga zu überzeugen, mehr als bei seiner zweiten, bundesligainternen Leihe nach Augsburg. So ist zu hoffen, dass der hochveranlagte Fußballer beim HSV jetzt sein Glück findet. Fußballerisch brachte er alles mit, seine Standards waren Waffen, von der Physis her, vor allem läuferisch, reichte es letzten Endes aber nicht für die Ansprüche, die Borussia bisher noch hat. Einen Tag nach dem Bekanntwerden des Benes-Abgangs unterschreibt nun ein junger Mittelfeldspieler aus Dänemark einen Profivertrag in Mönchengladbach. Oscar Fraulo kommt vom FC Midjylland, wie einst Morten Skoubo und zuletzt Andreas Poulsen. Fraulo ist 18 Jahre alt, hat bei seinem Ausbildungsverein in Jütland bisher ein Europapokal- und drei Erstligaspiele absolviert und hat ansonsten in den Jugendmannschaften von Midjylland gespielt, ebenso in mehreren dänischen Auswahlteams. Bei Borussia erhält er einen Vierjahresvertrag. Oscar Fraulo gilt als Spieler mit guter Übersicht und klarem Passspiel. Beobachter sagen, er könne Spiele "lesen". Allerdings ist er physisch auf den ersten Blick zurzeit noch nicht stärker, als es Laszlo Benes war. Hier wird sich Fraulo entwickeln müssen, wenn er es bei Borussia weiter bringen soll, als sein unmittelbarer Vorgänger. Denn als Vorgänger muss Benes wohl gelten, auch Fraulo dürfte in erster Linie für das zentrale defensive Mittelfeld in Frage kommen. Wenn er an Tempo und "Körper" zulegt, könnte er perspektivisch möglicherweise auch die Position hinter den Spitzen bekleiden. Finanziell dürfte sich das Risiko in Grenzen halten. Fraulo ist dem Vernehmen nach deutlich günstiger, als es seinerzeit Andreas Poulsen war. Der hatte beim Wechsel von Midjylland nach Mönchengladbach mehr Profierfahrung, konnte sich aber zu keinem Zeitpunkt durchsetzen. So muss Poulsen, der Stand heute immer noch Spieler von Borussia ist, wohl inzwischen als eines der größeren Missverständnisse in der Transferhistorie von Borussia Mönchengladbach angesehen werden. Deswegen ist es sicher richtig, dass Roland Virkus die Erwartungen an Oscar Fraulo herunterschraubt. Er bezeichnet das dänische Talent als ambitioniert, legt die Latte aber bewusst tief: Fraulo müsse erst einmal ankommen und von den erfahrenen Spielern lernen. Sollte der erste echte Neuzugang des Sommers es direkt in den Bundesligakader schaffen, wäre das sicher eher überraschend, als wenn er seine Sporen erst einmal bei Eugen Polanski in der U23 verdienen müsste.


04. Jun 2022

Daniel Farke: Dieses Mal ist er wirklich da!

Daniel Farke wird neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach. Dieses Mal stimmen die News, die man seit gestern in diversen Publikationen lesen kann. Dieses Mal dauerte es auch keine 10 Tage mit der Bestätigung durch den Verein, weshalb wir uns guten Gewissens erlauben dürfen, die Meldung hier zu veröffentlichen. Nun also Farke, statt Favre. In der Vita des neuen Trainers steht neben Erfolgen im Amateurbereich eine erfolgreiche Zeit bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und vor allem die letzten 4 Jahre bei Norwich City. Dort gelangen ihm bei einem mit bescheidenen finanziellen Mitteln ausgestatteten Verein zwei Aufstiege in die Premier League, denen aber jeweils der sofortige Abstieg bzw. im letzten Jahr die Entlassung auf einem Abstiegsplatz folgte. Glaubt man Stimmen aus Norwich, bekommt Borussia Mönchengladbach einen Trainer, der sich mit einer einmal begonnenen Aufgabe sehr identifiziert, der mittelfristig bei einem Verein arbeiten kann und auch will. Vor allem aber lobt man dort den Fußball, den Farke spielen ließ – dieser sei das beste gewesen, was man seit Jahrzehnten in Norwich gesehen habe. Glaubt man dem Eindruck aus Interviews, gewinnen wir trotz des manchmal grimmigen Blicks einen angenehmen, intelligenten und reflektierten Trainer, der in der Lage ist, sich auf die Gegebenheiten des Vereins einzulassen. Mancher wird diese Lösung für zweitklassig halten, weil der neue Trainer noch nicht über Erfahrung und Meriten in der Bundesliga oder einer anderen europäischen Topliga verfügt, mancher wird die beiden Abstiege von Norwich City als Beleg für die fehlenden Fähigkeiten des Trainers heranziehen. Mancher wird auch der Strahlkraft von Namen wie Xabi Alonso oder Vincent Kompany nachtrauern, die in den letzten Tagen und Wochen durch die Gerüchteküche geisterten. Diesen kritischen Stimmen ist entgegenzuhalten, dass Borussia Mönchengladbach sich in den letzten drei Jahren zweimal für sehr gehypte Trainer aus dem vermeintlich ganz hohen Regal entschieden hat und damit beide Male Schiffbruch erlitten hat. Einmal, weil sich der so ersehnte Messias als illoyaler Blender entpuppte, einmal, weil es zwischen Team und Coach absolut nicht passte. Wenn sich der Verein angesichts dieser Erfahrungen nun dazu entscheidet, nicht mehr in allererster Linie auf die Größe des Namens zu achten, sondern sich auf die inneren Werte zu besinnen, auf das, was Borussia Mönchengladbach in den letzten 10 Jahren fußballerisch ausgemacht hat, ist die Verpflichtung von Daniel Farke kein ganz unlogischer Schritt. Anders als bei vielen der „üblichen Verdächtigen“ von Babbel über Husefack bis Weinzierl (die Namen dienen nur der Abbildung der Bandbreite des Alphabets), die letztlich bei jeder Trainerentlassung in der Bundesliga von irgendwem ins Gespräch gebracht werden, fallen einem bei dem Namen Daniel Farke jedenfalls nicht sofort ein Dutzend Gegenargumente ein, aufgrund derer man sich sicher ist, dass es mit diesem Trainer einfach nur schiefgehen kann. Farke ist sicher kein Name, mit dem man eine Erfolgsgarantie verbindet. Er ist aber jemand, dem man das Potential zutrauen kann, Borussia Mönchengladbach wieder aufs richtige fußballerische Gleis zu setzen. Hat er nun zusammen mit Roland Virkus und Steffen Korell ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung eines zukunftsfähigen Kaders, spricht viel dafür, dass die Zukunft eine gute werden kann.


31. Mai 2022

Er ist schon wieder weg

Roland Virkus hat es geschafft. „Ich muss jetzt mal auf die Euphoriebremse treten“, sagte der Geschäftsführer in seiner ersten Rede vor Borussias Mitgliedern am Montagabend im Borussia-Park. Und dann vollzog er eine Vollbremsung, dass allen Anwesenden und den tausenden Menschen, die die Mitgliederversammlung digital verfolgten, ganz schwindlig wurde. Lucien Favre kommt nicht. Die Trainersuche steht wieder ganz am Anfang. Seitenwahl hat damit eine doppelte Premiere zu feiern. Zum ersten Mal haben wir mit der Meldung einer Personalie nicht gewartet, bis diese Personalie hochoffiziell vom Verein bestätigt wurde. Und zum ersten Mal haben wir damit eine ausgewachsene Ente aufs Wasser gesetzt. Wir waren uns sicher. Völlig sicher. Bombensicher. Und haben darüber vergessen, mit wem wir es hier zu tun haben. Wie konnten wir? Lucien Favre, der größte Zögerer und Zauderer vor dem Herrn auf der einen. Und eine neu zusammengesetzte Borussia, die aufgrund zahlreicher teils externer Faktoren nicht in der Position ist, große Versprechen zu machen, auf der anderen. Er kommt. Da waren nicht nur wir uns sicher. Das waren mehr als Gerüchte. Und nachdem schon das Nürnberger Zentralorgan des deutschen Fußballs „Favre, erstes Training am 26. Juni“ titelte, ließ selbst der Autor dieser Zeilen, sonst jedes Hangs zu Optimismus und verfrühter Euphorie unverdächtig, alle Hemmungen fallen und stellte den dazu längst im Stehsatz befindlichen Text einfach mal online. Mea Culpa! Es war aber auch schön. Die Personalie Favre hatte es geschafft, dass die Seitenwahl-Redaktion, und sicher nicht nur die, plötzlich geneigt war, gnädig Gras über die fürchterlichen letzten 18 Monate wachsen zu lassen. Warum, geht aus dem Willkommenstext vom 22.05. deutlich hervor. Die Aussicht auf die Rückkehr des Monsieur/Magiers/Messias ließ erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder so etwas wie Euphorie im Zusammenhang mit Borussia aufkommen. Das zumindest hat auch Roland Virkus bemerkt. Siehe oben. Es ist naheliegend, jetzt zu überlegen, woran es gelegen hat. Was ist da hinter den Kulissen passiert? Wie weit war Borussia wirklich mit Favre? Was hat ihn umgestimmt? Klar dürfte sein, dass die offizielle Aussage Borussias „Lucien möchte nicht mehr in Deutschland arbeiten“ mit großer Vorsicht zu genießen ist. Alles andere ist zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation. Und da wir uns gerade erst die Finger verbrannt haben, lassen wir sie vorerst von der heißen Herdplatte. Wir versprechen: Demnächst wird Seitenwahl mit der Verkündung von Personalien warten, bis Borussia offiziell verkündet, was die Spatzen schon seit Wochen von allen Dächern pfeifen. Auch wenn wir damit die letzten sind, die irgendetwas veröffentlichen. Und auch, wenn einem der beiden hauptberuflichen Journalisten im Team (i.e. mir) dabei die Finger bis zum Gehtnichtmehr jucken. Es ist nicht vorbei, bis die Dicke Frau gesungen hat. Oder in diesem Fall der dünne Mann. Festzustellen bleibt uns: Borussia steht am 31.05.2022 splitternackt da. Kein Trainer, keine Transfereinnahmen, keine Neuzugänge. Was sich untereinander vermutlich bedingt. Der Trainer, den man hoffentlich noch vor Saisonbeginn verpflichten wird, wird nach dem Favre-Debakel bestenfalls als B-, je nachdem wer es ist auch als C-Lösung wahrgenommen werden. Womit er zwar perfekt zum Sportdirektor passt, aber ansonsten einen schweren Start haben wird. Schließen möchte ich mit einem Zitat meines Seitenwahl-Kollegen Michael Heinen vom Abend der Mitgliederversammlung: „Wir sind wieder da, wo wir – bezeichnenderweise vor Favre - herkamen. Ich halte es für realistisch, dass uns die nächsten Jahre weit mehr an 1997-2011 als an 2011-2018 erinnern werden.“


22. Mai 2022

Er ist wieder da

Die Rückkehr verdienter Spieler oder ehemaliger Trainer zu einem Verein wird oft mit dem Aufwärmen einer romantischen Beziehung verglichen. Das ist ein naheliegender Vergleich. In beiden Fällen, in der Vereinsliebe und Partnerschaft, sind starke Gefühle im Spiel. Man tut bescheuerte Dinge. Man wird enttäuscht und macht trotzdem weiter. Man könnte den anderen zum Mond wünschen und kann doch nicht ohne einander. Naja, und so weiter. Bei diesem Bild schwingt natürlich stets die bange Frage mit: Ist das eine gute Idee? Je nach Ausgestaltung des eigenen Erfahrungsschatzes aus amourösen Aufwärmübungen tendiert der Fußballfan bei dieser Frage in die eine oder andere Richtung; und die richtige Antwort lautet natürlich: Kommt darauf an. Ganz böse Überraschungen sollten ausbleiben. Man kennt sich ja bereits, und kann sich auf bestimmte Dinge einstellen. Man hat bereits bemerkt, was miteinander nicht funktioniert, und kann immerhin bestimmte Fehler dieses Mal vermeiden – wenn man das denn hinbekommt. Und in manchen Bereichen kann es ja helfen, wenn man nicht erst rumprobieren muss, wie es ganz gut funktioniert. Wo wir gerade davon sprechen: Nicht nur die Spatzen, sondern die ganze Vogelschar pfiff es seit Tagen von den Dächern: Lucien Favre kehrt zurück zur Borussia. Wie der Verein in Kürze auch offiziell bekanntgeben wird, erhält der Schweizer einen Zweijahresvertrag. Roland Virkus hat damit eine klare Richtungsentscheidung für die Borussia getroffen. Die Verpflichtung ist nicht nur eine Kurskorrektur, sondern eine Kehrtwende und der Versuch der Rückkehr zu dem Weg, der bis vor drei Jahren so eine Kontinuität rund um die Borussia geschafft hatte. Ist das eine gute Idee? Das werden wir sehen. Aber vieles spricht dafür. Was sich, und das war schon vor der Inthronisierung Favres deutlich zu spüren, deutlich verbessern wird, ist die allgemeine Stimmung rund um den Verein. Als der Autor des letzten Artikels unbedarft das Wort „Verkündigung“ statt des richtigen „Verkündung“ benutzte, holte er sich gleich einen völlig verdienten Rüffel der Kollegen ab. Verkündigungen gibt es in der Kirche. Aber die Aussicht auf Favres erneutes Wirken in Gladbach hat bei weiten Teilen der Anhängerschaft sofort eine Aufbruchstimmung und Euphorie erzeugt, wie sie zuletzt leider völlig undenkbar schien. Dabei ist Favre natürlich kein Heiland, sondern ein bescheidener Arbeiter im Weinberg der defensiven Stabilität. Das weiß man, und das reicht bei Borussias Anhängerschaft, um in quasireligiöse Verehrungen zu verfallen inklusive umgedichteter Liedtexte, schlechter Memes und Fotomontagen und natürlich Stoßgebeten zum Himmel bzw. Borussias Pressestelle („Jetzt sagt endlich, dass er kommt, ich bin schon völlig wuschig.“) Wird das lange anhalten? Wer weiß das schon, aber selbstverständlich wird Favre Kredit bekommen, den sein Vorgänger aus gutem Grund nie hatte. Diese Entscheidung wird zu einem Schulterschluss von Fans und Verein führen, der jetzt dringend gebraucht wird. Die Anhängerschaft hatte am letzten Spieltag im Borussia-Park ein positives Signal an Mannschaft und Verein gesendet, inklusive des da noch im Amt befindlichen Trainers. Das war nicht zwangsläufig, denn weder Verein noch Mannschaft hatten sich das trotz des 5-1 verdient, und es war durch die Hervorhebung Patrick Herrmanns vor allem das Zeichen, was sich die Fans von Mannschaft und Verein wünschen. Aber es war eben auch eine mit feinem Gespür ausgestreckte Hand der Anhänger. Der Verein hat mit dieser Entscheidung eingeschlagen. Favre wird Zeit brauchen und er wird sie bekommen. Er wird ein anderer Favre sein als vor sieben Jahren. Natürlich, wir werden viele Eigenheiten wiederfinden. Das Warnen vor dem nächsten Gegner. Kurze Ecken trotz eines Rückstandes in der 80. Minute. Späte Wechsel etc. Und je nach Prädisposition werden sie uns wieder nerven. Hoffentlich wird es aber auch wieder ein klares, erfolgreiches Defensivkonzept mit einer klaren Aufgabenverteilung geben. Vor allem aber wird Favre auf seinen Stationen in Nizza und in Dortmund weitere Erfahrungen gemacht haben und diese in sein Trainings- und Trainerkonzept eingearbeitet haben. Es ist Favres Stärke und Schwäche, dass er den Fußball seziert und planbar machen will, dass er immer weiter nach dem Optimum strebt, dass er dabei sich und seine Handlung ständig hinterfragt. Es ist seine Schwäche, weil es ihn zaudern lässt und weil ihn Widrigkeiten, die er nicht beeinflussen kann, verzweifeln lassen können. Und es ist seine Stärke, weil ihm die Selbstüberschätzung vieler aus der Branche fehlt und weil er Spieler und Spielweise immer weiter fordert und fördert. Und letzteres ist, was dieser Mannschaft seit drei Jahren fehlt. Roland Virkus ist lang genug im Verein und hat diverse Ansprechpartner, die ihm helfen können, um alle Facetten von Favres Persönlichkeit zu moderieren; gerade das Zaudern und die Selbstzweifel. Er wird sich jetzt auch freischwimmen müssen vom Erbe Max Eberls, der neben allen anderen Verdiensten vor allem ein Meister dieser Moderation war, auch wenn sie oft aus dem unendlich geduldigen Wiederholen von bekannten Versatzstücken bestand. Die Fans haben das Signal gesendet, dass sie den Verein beim nächsten Schritt unterstützen werden. Grund genug für Optimismus. Aber wir brauchen Geduld und es wird sehr schwer, das ist klar. Willkommen zurück, Lucien Favre!


20. Mai 2022

Weg zurück nach vorn

Es ist mal wieder ein Donnerstag, der 19.Mai. Im Fernsehen läuft das Relegationshinspiel, und mit einer Mischung aus Interesse und Schaudern sieht man die Bemühungen der Vereine aus Hamburg und Berlin, den letzten Platz auf der oberen Reihe der Stecktabelle der kommenden Saison zu ergattern. Ganz entspannt schaut der Anhänger von Borussia Mönchengladbach nicht auf dieses Spiel. Zum einen, weil alleine das Wort „Relegation“ nicht nur Gedanken an die Erlösung durch die Tore von Reus und de Camargo zurückbringt, sondern weil man sich immer auch noch an die Anspannung und Angst in den Stunden davor erinnern kann. Der stete Aufruf, dies („wo wir herkommen“) nicht zu vergessen, war seit jeher so nötig wie die Ermahnung des Zehnjährigen, vor dem Schlafengehen den Spalt unter dem Bett auf Monstereinzug zu prüfen. Das vergisst man nicht. Zum anderen aber auch, weil dieselben Fans vor gar nicht so langer Zeit auf die Stecktabelle blickten und überlegten, ob die Borussia nicht am heutigen Abend würde spielen müssen. Bekanntlich ist dies nicht der Fall. Borussia Mönchengladbach beschließt die Saison auf Platz 10 mit einem gesunden Punktepolster auf Platz 16 und demzufolge hat sich alle Sorge als unbegründet erwiesen. Will man diese Saison, die Sorgen der Anhänger und die Verwerfungen zwischen ihnen und dem Verein nun einordnen, dann muss man aber weiter zurückblicken als nur bis zu Saisonbeginn. Vor etwas mehr als drei Jahren, am 2. April 2019, gab Borussia bekannt, die Zusammenarbeit mit Dieter Hecking zum Ende der Saison beenden zu wollen. Das lag sicher nicht nur an etwas durchwachsenen Ergebnissen in der Zeit davor, sondern, wie Max Eberl später erklärte, auch daran, dass der Verein einen neuen Impuls suchte. Borussias Weg war seit der überstandenen Relegation recht gradlinig verlaufen. Zwar weitgehend nach oben, aber nun schien man nicht mehr so recht vorwärts zu kommen. Max Eberl hatte entschieden, dass man diesen Weg nun verlassen wollte. Weil er nicht zu den Zielen zu führen schien, die ihm vorschwebten. Borussia suchte und fand seinen dafür nötigen Impulsgeber vermeintlich in Marco Rose. Bis hier hin ist keiner der Parteien etwas vorzuwerfen. Hecking schien überrascht und enttäuscht und konnte einem leidtun, hatte er doch nun wirklich keine schlechte Arbeit abgeliefert, aber wenn man glaubte, dass auf diesem Weg nicht mehr viel zu erreichen war, auf einem anderen aber schon, dann war die Solidität eines Heckings eben nicht mehr genug. Wenn man davon überzeugt war, schien das eine logische Konsequenz, und sie wurde mit aller Wertschätzung für den scheidenden Coach auch ordentlich begründet. Das ließ sich nachvollziehen. Der neue Trainer kam und das erste Jahr schien Eberl recht zu geben. Die Skeptiker, die ob der Herkunft Roses aus dem RaBa-Imperium nicht bedingungslos mit Liebe werfen wollten, verstummten bald, auch wenn im DFB-Pokal in der 2. Runde Schluss war und auch die Euroleague-Vorrunde wenig erbaulich mit Platz 3 endete. Neben der unglücklichen Heimniederlage gegen Erdogan-Lieblingsclub Basaksehir aus Istanbul blieb auch noch eine Klatsche daheim gegen den Wolfsberger AC im Gedächtnis. Aber am Ende der Saison stand die CL-Qualifikation, Marco Rose saß mit einer Bitburger-Flasche auf der Trainerbank und tat den mittlerweile berüchtigten Ausspruch über den "lässigen Verein”. An der Stelle hätte man es wissen müssen. Borussia Mönchengladbach ist so ziemlich alles, aber bestimmt nicht “lässig”. Lässig hingegen nahm es Marco Rose mit der Vereinstreue. Nach einem beeindruckend unsouveränen Herumgeeiere gab er im Februar 2021 endlich zu, dass er sich die Ausstiegsklausel mit gutem Grund hatte in den Vertrag schreiben lassen. Zwischenzeitlich war der Motor trotz einer guten CL-Saison etwas ins Stottern geraten. Irgendwie schien es, als verlöre das Team seine Selbstverständlichkeit. Das Derby zuhause ging verloren. Und nach der Verkündigung des Wechsels befanden sich Trainer und Mannschaft in freiem Fall. Max Eberl hielt trotz allem am Trainer fest. Weil er offensichtlich sehr von seiner Idee überzeugt war. Proteste tat er ab, wie er das schon zuvor an anderer Stelle getan hatte. Vielleicht hat Max Eberl an der Stelle einfach nicht verstanden, warum Marco Roses Abgang die Fans so aufbrachte. Oder, nicht nur vielleicht, denn hätte er es verstanden, hätte er nicht zwei Monate später mit genau derselben Masche wie die Dortmunder Rose aus Gladbach lotsten, Adi Hütter aus Frankfurt geholt. Die Parallelen waren mannigfaltig. Hütter hatte eine (immerhin etwas höhere) Ausstiegsklausel im Vertrag für den Fall, dass ein potenterer Verein einen Job frei hätte. Auch Adi Hütter stammte aus der RaBa-Schule. Auch er hatte ein unwürdiges Schauspiel um seine Zukunft in Frankfurt veranstaltet; sich sogar zu einem eindeutigen Dementi hinreißen lassen. Und nach dem Feststehen seines Abgangs verpasste er mit seiner alten Mannschaft die zuvor mehr als machbar erscheinenden Ziele. Eigentlich ist nur verwunderlich, warum Adi Hütter in Gladbach nicht von Anfang an mehr Gegenwind entgegenschlug. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Wechsels stand die Eintracht mit 7 Punkten Vorsprung auf Dortmund auf einem Championsleague-Platz. Borussia war im Niemandsland der Tabelle versunken. Dieser Wechsel war von außen betrachtet mit nichts zu erklären, außer mit der Aussicht auf ein höheres Gehalt. Die Fans hatten Marco Roses Verhalten mit Recht deutlich kritisiert. Jetzt setze man ihnen eine erstaunlich exakte Kopie vor. Ist Max Eberl vorzuwerfen, sich nicht beizeiten von Rose getrennt zu haben? In der Rückschau selbstverständlich. War sein Verhalten ohne dieses Wissen über die Zukunft nachzuvollziehen? Vielleicht. Aber wie ist die Entscheidung für Hütter als Nachfolge auf diesem Wege und mit dieser Geschichte im Rücken zu beurteilen? Max Eberl muss sehr überzeugt gewesen sein, dass er mit allem Recht hatte und Roses Ausstieg nur ein zu korrigierender Unfall war. Was folgte, war wiederum ein kurzes Hoch nach holprigem Start. Dieses eine, großartige Spiel der Hütterzeit gegen den FC Bayern überstrahlte dabei lange Zeit alles, in dem Sinne, dass doch nicht alles falsch sein konnte. Aber das war es. Es folgte der sportliche Einbruch, ja Totalausfall. Über die Gründe, auch diejenigen, die Hütter sicher nicht zu verantworten hatte, ist genug geschrieben worden. Aber es wurde bald offensichtlich, dass der Trainer zumindest Teil des Problems und ganz sicher nicht Teil der Lösung sein würde. Beim verlorenen Derby konnte man es schon sehen, beim darauffolgenden Spiel gegen Freiburg wurde es mehr als offensichtlich: Der Trainer hatte keine Idee, wie er der Probleme Herr werden sollte. Das setzte sich in einer beispiellosen Serie von Misserfolgen fort. Beispiellos nicht deshalb, weil sie Ergebnisse an sich so außergewöhnlich waren, sondern weil im gesamten Profifußball Europas sich kaum ein Verein finden wird, der eine derartige Geduld mit einem so offensichtlich glück- und hilflosen Trainer zeigen würde. Aber Max Eberl hielt auch hier wieder zum Trainer, und nach seiner Demission tat es ihm sein Nachfolger gleich, vermutlich, weil es bei Borussia plötzlich an allen Ecken brannte und man nicht noch eine Baustelle gebrauchen konnte. Immerhin hat Roland Virkus am Ende der Saison den längst überfälligen Schritt vollzogen. Die Frage ist nun, welche Schlussfolgerung der Verein ziehen wird. Unter Max Eberl hat Borussia die alten Leitplanken durchbrochen und einen neuen Weg gesucht, der Erfolg versprach. Gehalten hat er nichts. Im Gegenteil, der Verein hat wahnsinnig viel verspielt in den letzten beiden Jahren. Er hat an Attraktivität für Spieler verloren. Er musste andere Vereine an sich vorbeiziehen lassen, die einst neidisch nach Gladbach geblickt hatten. Für die Zukunft des Vereins wird entscheidend sein, welchen Weg er jetzt einschlägt: Wird er versuchen, auf den alten Weg zurückzukehren? Wird ein neuer Weg eingeschlagen in der Hoffnung, dass es diesmal der richtige ist? Oder wird man an der Strategie der letzten drei Jahre festhalten festgehalten und sich an einen weiteren Trainer dieser Ausrichtung binden in der Hoffnung, dass aller guten Dinge drei sind? Für den ersten Weg stünde ein Favre, für den zweiten zum Beispiel ein Farke. Für die dritte Variante fände sich bestimmt noch ein ehemaliger Salzburg- oder Liefering-Trainer mit Ausstiegsklausel. In dem Falle erhöhten sich die Chancen, dass man bald ein donnerstägliches Relegationsspiel nicht am Fernsehen guckt. Sondern im Borussia-Park.


02. Jul 2022

Souveräner Auftakt: Borussia Mönchengladbach hat das erste Testspiel der neuen Saison gewonnen

Gegen den Drittliga-Aufsteiger Rot-Weiß Essen ging die Partie 4:2 aus. Marcus Thuram als Matchwinner und Ko Itakura im Anflug.


01. Jul 2022

Bundesliga: Borussia Mönchengladbach: Stindl räumt Probleme mit Hütter ein

Laut dem Leader der Fohlen hat es in der Vergangenheit Probleme mit dem ehemaligen Coach Adi Hütter gegeben. Der erste Eindruck bei Daniel Farke hingegen sei sehr positiv.


30. Jun 2022

Bundesliga: Borussia Mönchengladbach: Erstes Testspiel steht an - Transferküche brodelt

Die Vorbereitung der Fohlen läuft auf Hochtouren. Am 01.07. treffen die Gladbacher beim ersten Testspiel in Essen auf Rot-Weiß.


30. Jun 2022

Bundesliga: Deutsches Talent bei Borussia Mönchengladbach im Gespräch

Die Borussia aus Mönchengladbach arbeitet weiter an ihrem Kader für die kommende Saison. Ein weiteres Talent könnte die Elf vom Niederrhein nun verstärken.


30. Jun 2022

Bundesliga: Wechsel des Aufsichtsratsvorsitzenden bei Borussia Mönchengladbach

Bei den Fohlen hat es eine Veränderung an der Spitze des Aufsichtsrates gegeben. Ab dem 01.07. bekleidet Michael Hollmann das Amt.


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